Freitag, 16.Januar 2009
Mit einem ganz lieben Gruß in Richtung Theomix!
SELBSTKRITIK
Die Selbstkritik hat viel für sich.
Gesetzt den Fall, ich tadle mich,
So hab ich erstens den Gewinn,
Daß ich so hübsch bescheiden bin;
Zum zweiten denken sich die Leut,
Der Mann ist lauter Redlichkeit;
Auch schnapp ich drittens diesen Bissen
Vorweg den andern Kritiküssen;
Und viertens hoff ich außerdem
Auf Widerspruch, der mir genehm.
So kommt es denn zuletzt heraus,
Daß ich ein ganz famoses Haus.
- Wilhelm Busch, 1832-1908 -
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Verfasst von Sicht-Feld
Donnerstag, 11.Dezember 2008
Dein Lächeln ist
wie Sonnenschein.
Deine Zärtlichkeit geht
durch meine Haut
direkt ins Herz
und immer
wenn du mich küsst
wird es Frühling
im Garten meiner Seele.
- Mareike alias Sicht-Feld -
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Dienstag, 11.November 2008
Dank Elisabeth habe ich es wiedergefunden: Das Buchtitelstöckchen. Aufsammeln konnte ich es bei Hierundjetzt und bei Wortmeer. Und so habe auch ich meinen Bücherschrank nun durchforstet und ein kleines Gedichtchen zusammengestellt.
Ein Sommernachtstraum
Erste Begegnung
In einem anderen Land
Fern von Europa
Geschehnisse am Wasser
Wind, Sand und Sterne
Der Klang der Stille
Durch Mark und Bein
Das Echo
Weit wie das Meer
Zeit des Erwachens
Alles ist erleuchtet
Tag und Nacht und auch im Sommer
—

(William Shakespeare / Bella Chagall / Ernest Hemingway /
Sepp Schluiserer /Kerstin Ekman / Antoine de Saint-Exupéry /
Art Garfunkel / Kathy Reichs /Minette Walters / Nicholas Sparks /
Oliver Sacks / Jonathan Safran Foer /Frank McCourt)
—
Ich reiche dieses hübsche Stöckchen mit Freude weiter an Herrn Momo und gerne auch an Elisabeth, Andrea, Bonafilia, Piri, Dori, Ulf und Schonzeit und alle, die es sich sonst nicht entgehen lassen wollen. Ich bin sehr gespannt auf Eure poetischen Einfälle!
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Freitag, 17.Oktober 2008
Kleine Seele
Warum,
Kleine Seele?
Warum
Konntest Du nicht bleiben?
Wir haben
Uns so auf Dich gefreut
Wir hätten
Dich so gerne kennen gelernt
So gern Deine strahlenden Augen gesehen
So gern Dein Lachen gehört
Deine Händchen gehalten
Dich wachsen gesehen
Warum nur?
Zurück bleibt nur
Schmerz
Schwärze
Taubheit
Und eine klaffende Lücke.
Uns bleibt nur
Die Trauer mit Deinen Eltern
Und die Machtlosigkeit,
Hilflosigkeit.
Wir alle waren so bereit, Dich zu lieben,
Haben das schon jetzt getan.
Was hat Dich ferngehalten,
Kleine Seele?
- Sicht-Feld -
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Donnerstag, 9.Oktober 2008
Ich könnt Dich den ganzen Tag küssen
Auf Nase, Hals, Lippen und mehr.
Wie doof alles ohne Dich wär –
Ich dachte, das solltest Du wissen!
- Sicht-Feld -
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Donnerstag, 9.Oktober 2008
Du, deren zarte Augen mich befragen, -
Der dich mir gab, gesegnet sei der Tag!
Lass nun dein Herz an meinem Herzen schlagen
Und zage nicht! Es ist derselbe Schlag.
- Theodor Storm -
Was kann es schöneres geben, als das Herz gefunden zu haben, das im selben Takt schlägt, wie das eigene?! Wenn die Rhythmen zweier Herzen einander ergänzen und zusammen erklingen können… Und wie dankbar zeigt sich jemand, der sagt, gesegnet sei der Tag, an dem wir einander begegnet sind! Ich lebe mit den beiden wunderbarste Menschen der Welt unter einem Dach, und dafür bin ich jeden Tag aufs Neue unendlich dankbar.
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Donnerstag, 14.August 2008
Dû bist mîn, ich bin dîn,
des solt dû gewis sîn.
dû bist beslozzen
in mînem herzen;
verlorn ist das sluzzelîn:
dû muost ouch immer darinne sîn.
Werner vom Tegernsee – 12. Jhd.
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Dienstag, 8.Juli 2008
Dieses Gedicht hängt seit meines kurzen Semesters an der Uni Mainz immer an meinem Badezimmerspiegel und sorgt dort Morgen für Morgen für gute Laune. Ich habe keine Ahnung, von wem es ist. Ich habe damals (1999) in einer 2er-WG im Studentenwohnheim gewohnt, und dort hatte meine Mitbewohnerin Deborah das Gedicht ins Badezimmer gehängt. Seitdem begleitet es mich, und vielleicht mag ja auch der eine oder andere von Euch es an seinem Spiegel veröffentlichen…?
MORGENWONNE
Ich bin so knallvergnügt erwacht,
Ich klatsche meine Hüften.
Das Wasser lacht, die Seife lacht,
Es dürstet mich nach Lüften.
Aus meiner tiefsten Seele steigt
Mit Nasenflügelbeben
Ein ungeheurer Appetit
Nach Frühstück und nach Leben.
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