Geschafft!

Donnerstag, 5.November 2009

Ich wage mal ganz vorsichtig zu behaupten, dass die blöde Anfangsphase der Schwangerschaft nun vorbei ist. Nachdem mir neun (!) Wochen lang rund um die Uhr schlecht war, geht es mir nun endlich seit einer Woche gut, und ich fühle mich jeden Tag tatkräftiger und energiegeladener. Wie es eben so sein soll im zweiten Schwangerschaftsdrittel! :-)

Unser Knirps scheint übrigens ein kleiner Geheimniskrämer zu werden: Er oder sie wollte heute beim Ultraschall partout nicht preisgeben, ob er oder sie denn nun eigentlich ein Er oder eine Sie ist. So müssen wir unsere Neugier also weitere vier Wochen bis zum nächsten Untersuchungstermin zügeln… :-(


Der Grund für die lange Pause

Sonntag, 4.Oktober 2009

Liebe Freunde,

die meisten von Euch haben es wohl eh schon vermutet – zumindest wurde ich in einigen Emails schon mehr oder weniger direkt darauf angesprochen, deshalb wollen wir es nun nicht länger geheimhalten. Der Grund dafür, dass ich derzeit schon so lange außer Gefecht bin, ist im Moment ungefähr so groß wie mein kleiner Finger, hat es sich in meinem Bauch gemütlich gemacht und wird voraussichtlich im April von dort in unsere weit geöffneten Arme umziehen. :-)

Trotz aller Freude darüber habe ich dennoch mit heftigen Übelkeitsattacken rund um die Uhr (von wegen morgens!) zu kämpfen, sodass mir im Moment nicht nach Bloggen (und auch nach sonst nichts) zumute ist. Ich denke, das könnt ihr mir nachsehen, und ich hoffe einfach, dass das bald vorbei ist, sodass ich hier wieder kräftig mitmischen kann!

Ich denke jedenfalls viel an Euch und freue mich über jedes nette Wort, das ich von oder bei Euch lese!

Liebe Grüße,

Mareike


Vorübergehend außer Betrieb…

Freitag, 4.September 2009

… aufgrund gesundheitlicher Unpässlichkeit – sorry!


Tapferes Sichtfeldchen

Dienstag, 4.August 2009

Sichtfeldchen ist zurzeit etwas lädiert, sie ist gestern auf einem Kindergeburtstag unglücklich gestürzt und mit dem Kopf auf einen großen Stein aufgeschlagen. Zum Glück gab es „nur“ eine böse Beule und eine ganz leichte Schürfung und keine bluttriefende Platzwunde. Man konnte aber sofort an ihrem Schreien hören, dass es wirklich ordentlich weh getan haben muss, und wir sind natürlich gleich ins Haus galoppiert, um das Ganze zu kühlen.

Da saß dann mein kleines schluchzendes Häuflein Elend auf meinem Schoß, mit einem Kühlpackage am Kopf und einer Mini-Eiswaffel in der Hand. Aber so ein Eis wirkt doch Wunder: Nachdem sie davon drei (!) Stück verputzt hatte, war das Aua vergessen und sie lief fröhlich weiter rutschen und toben. Das Aua im Bauch blieb trotz der vielen Eis zzgl. der Schokobonbons, des Geburtstagskuchens und der Sma*ties zum Glück auch aus, und heute hat sie das Ganze zum Glück schon vergessen. Mein tapferes kleines Indianermädchen!


Erklärung

Dienstag, 23.Juni 2009

Ihr Lieben,

ich weiß, Ihr seid von mir mehr Präsenz gewöhnt. Mindestens jeden zweiten Tag einen neuen Eintrag und regelmäßige Kommentare auf Euren Blogs, außerdem schnelle Antworten auf Eure Komentare bei mir. Im Moment ist es hier ungewohnt ruhig, und ich fürchte, das wird auch noch ein bisschen so bleiben.

Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem für mich das Bloggen eher zur Verpflichtung als zum Ausgleich geworden ist. Ich glaube, die meisten von Euch kennen solche Phasen – und ich gehe felsenfest davon aus, dass es wirklich nur eine Phase ist. Ich habe gerade das Gefühl, mich selber ein bisschen zu verlieren, hinzu kommen ungeklärte gesundheitliche Probleme – kurz: Ich muss irgendwo ein bisschen kürzer treten. Bitte versteht mich also, wenn ich mich in den nächsten Wochen weiterhin selten sehen lasse. Ich verpreche Euch, ich komme wieder. Auf meinen Lieblingsblogs stöbere ich natürlich weiterhin immer mal herum, und in Gedanken bin ich oft bei Euch! Ich vermisse Euch auch sehr, aber es geht zurzeit eben nicht anders. Hoppla – das klingt jetzt schlimmer, als es ist – macht Euch bloß keine Sorgen um mich! :-)

Liebe Grüße und eine dicke und herzliche Umarmung für Euch alle, meine lieben (Blogger-)Freunde!

Eure Mareike


Zaaaaahnschmerzen…

Dienstag, 9.Juni 2009

… halten mich seit etwa zwei Wochen immer wieder von den Dingen ab, auf die ich Lust habe, so z.B. auch vom Bloggen. Ich muss zurzeit eine eklige Parodontose-Behandlung über mich ergehen lassen, und irgendwie verheilt es nicht ganz wie geplant. Seit gestern nun bin ich komplett mit Schmerzmitteln zugedröhnt, anders geht es nicht mehr. *heul*

Naja, auch das wird vorübergehen… Ich habe nur ein schlechtes Gewissen, dass auch Sichtfeldchen und nicht zuletzt Herr Sichtfeld unweigerlich darunter zu leiden haben, wie es mir gerade geht…


Der Nachtschreck

Samstag, 9.Mai 2009

Normalerweise schläft Sichtfeldchen durch, und zwar von sieben Uhr abends bis morgens um halb acht. In dieser Zeit hört man – sofern sie nicht krank ist – nichts von ihr. Es kommt höchstens mal vor, dass Sie Durst hat. Dann hört man durchs Babyfon so ein leicht genörgeltes „Namm-namm“, und wenn sie dann etwas zu trinken bekommen hat, lässt sie sich problemlos wieder zu ihrem Schlafhasen ins Bett legen und schläft auch meist gleich wieder ein. Ganz anders lief es allerdings vorgestern, denn da kam der Nachtschreck zu uns.

Den Nachtschreck gibt es tatsächlich, und er ist wesentlich aufreibender, als es der Name vermuten lässt. Bei uns lief es folgendermaßen ab: Um kurz nach 21 Uhr hörten wir Sichtfeldchen durch das Babyfon weinen und tippten zunächst mal auf Durst. Herr Sichtfeld ging in die Küche, um ein Glas Wasser zu holen, und ich ging zu Sichtfeld, um sie schonmal hochzunehmen und zu beruhigen. Doch daraus wurde nichts. Etwas Derartiges habe ich noch nie erlebt: Sie ließ sich nicht auf den Arm nehmen, wollte aber auch nicht mehr im Bett liegen. Sie hat laut geschrien und krampfartig geatmet, und sie ließ sich absolut nicht von uns beruhigen. Im Gegenteil, sie hat jegliche Annäherungsversuche von uns abgewehrt und schien uns gar nicht zu erkennen. Ich habe sie dann trotzdem auf den Arm genommen, und wir sind mit ihr in unser Schlafzimmer gegangen und haben dort das Licht angemacht. Ich hatte den Eindruck, dass sie gar nicht ganz wach war, sondern irgendwo zwischen Schlaf und Wachsein „gefangen“ war, deshalb wollte ich sie wecken und ihr eine vertraute Umgebung bieten. Doch sie ließ sich weder wecken noch beruhigen, im Gegenteil, es wurde immer schlimmer. Sie hat sich in unserem Schlafzimmer völlig wild und orientierungslos auf dem Teppich herumgerollt, hat geweint und geschrien und unsere Hände weggestoßen, wenn wir sie streicheln und trösten wollten. Sie hat uns tatsächlich nicht erkannt, und ihre Augen blickten verwirrt und waren weit aufgerissen und sie war total panisch. Wir wussten überhaupt nicht, was wir machen sollten. Ihr Schreien klang auch völlig neu für uns, es war kein Wutgebrüll und kein Schmerzensgebrüll, es muss Angst gewesen sein. Ihr kleines Herzchen hämmerte wie wild gegen ihren Brustkorb, und Herr Sichtfeld und ich waren richtig ratlos und verzweifelt, das könnt Ihr Euch sicher vorstellen.

Plötzlich fiel mir ein, dass ich in diesem Buch schonmal was von einem Nachtschreck gelesen hatte, in Abgrenzung zu „normalen“ Alpträumen. Und tatsächlich stimmten alle Symptome überein: Sichtfeldchen hatte wirklich einen Nachtschreck. Es war für uns schon beruhigend, ihren Zustand nun einschätzen und benennen zu können, aber trotzdem war die Situation unglaublich belastend für uns. Schließlich haben wir sie in unser Bett gelegt, und dort kam sie nach über zwanzig Minuten endlich zur Ruhe. Nachdem wir sie noch etwas gestreichelt und ihr etwas vorgesummt hatten, haben wir sie schließlich wieder in ihr eigenes Bettchen gebracht, wo sie auch sofort einschlief, als wäre nichts gewesen.

Natürlich haben wir anschließend sofort im Internet Genaueres über diesen Nachtschreck recherchiert. Von Sichtfeldchen haben wir bis zum nächsten Morgen nichts mehr gehört, und da war sie so wie immer: gut drauf und ein echtes kleines Sonnenscheinchen. Aber ich selber war den ganzen Abend über völlig aufgewühlt und hatte so ein merkwürdiges flaues Nachgefühl im Bauch, dass auch jetzt wiederkommt, wenn ich mir diese Situation noch einmal ins Gedächtnis rufe. Ich hoffe und bete, wir das nicht noch einmal erleben müssen!


Nachträgliche Diagnose

Montag, 4.Mai 2009

Inzwischen ist auch klar, was Sichtfeldchen hatte, nämlich das „Drei-Tage-Fieber„, ihre erste echte Kinderkrankheit. Sie hatte es allerdings volle fünf Tage lang und dann am Schluss eben diesen typischen Ausschlag. Nun ist es zum Glück vorbei, und sie ist schon fast wieder die Alte. Besonders in den letzten Tagen war sie sehr launisch und quengelig, so wie wir es gar nicht von ihr kennen, und vor allem hat sie seit einer Woche wirklich nur sehr mickerig gegessen. Gestern nachmittag hat sie dann ein ganzes Stück Donauwelle verdrückt und heute zum Frühstück eine ganze Scheibe Toast. Ich glaube, es ist überstanden!

:-)


Oh what a night!

Freitag, 1.Mai 2009

23.52 Uhr. Licht aus. Wir haben eine Folge Ally McBeal mehr gesehen als geplant und sind deshalb spät dran mit dem Schlafengehen.

23.54 Uhr. Sichtfeldchen weint durchs Babyfon. Herr Sichtfeld tapst im Dunkeln in ihr Zimmer und beruhigt sie, kommt dann zurück.

00.27 Uhr. Sichtfeldchen weint wieder durchs Babyfon. Ich tapse zu ihr, gebe ihr im Dunkeln etwas zu Trinken, wiege sie ein bisschen auf dem Arm und lege sie wieder hin. Sie ist völlig verschlafen, fühlt sich aber sehr heiß an. Ich ahne bereits, dass das noch nicht alles war.

01.13 Uhr. Sichtfeldchen weint erneut. Ich stelle fest, dass sie völlig nass geschwitzt ist und wechsle ihren Pyjama. Sie trinkt ein ganzes Glas Wasser. Weil sie so sehr glüht, messe ich Fieber: 39,6°C. Ich wickle sie und gebe ihr ein Zäpfchen, lege sie dann wieder hin.

01.49 Uhr. Sichtfeldchen weint schon wieder. Ich nehme sie hoch, wiege sie und singe ihr etwas vor. Als ich versuche, sie wieder hinzulegen, klammert sie sich ganz doll an mir fest, und ich kann deutlich merken, dass es ihr nicht gut geht, auch wenn sie sich bereits kühler anfühlt als vorhin. Also nehme ich sie mit in unser Elternbett.

01.52 – 3.16 Uhr. Sichtfeldchen findet keine angenehme Schlafposition und wir dementsprechend auch nicht. Sie sucht unsere Nähe und liegt mal quer über Papas Bauch und mal auf meinem Oberarm und Gesicht. Schließlich bringt Herr Sichtfeld sie auf meine Bitte hin wieder in ihr eigenes Bett, was sie ohne Probleme akzeptiert. Wir alle Drei fallen in einen komaähnlichen Schlaf.

04.08 – 04.56 Uhr. Direkt unter unserem Schlafzimmerfenster kommt eine Horde angetrunkener Kerle an und stellt einen Maibaum für die Tochter unserer Nachbarn gegenüber auf. Es wird gesungen, gelacht und mit Bierflaschen gescheppert, und wir machen uns Sorgen um unseren Vorgarten – zum Glück unbegründet! Anschließend nochmals komaähnlicher Schlaf – zum Glück ist Sichtfeldchen nicht aufgewacht!

08.17 Uhr. Ich wache auf und bin völlig gerädert. Beim Blick auf die Uhr bekomme ich einen kleinen Schreck: So lange hat Sichtfeldchen seit Monaten nicht mehr geschlafen! Aber nach der Nacht haben wir es wohl alle Drei nötig gehabt!

08.20 Uhr. Sichtfeldchen ist aufgewacht, sie hat nur noch 38,2°C. Ich hole sie zu uns, während Herr Sichtfeld uns Kaffee bzw. Tee bzw. Milch ans Bett holt, und wir beginnen den Mai mit einem gemütlichen Familienkuscheln im Bett.

Happy End!


Nachwirkungen

Donnerstag, 30.April 2009

Nun ist der Umzug also vorbei, und gestern sind die letzten angereisten Helfer wieder abgereist. Seit gestern sind wir also als Familie allein in unserem neuen Haus, und was soll ich sagen? Wir fühlen uns SAUWOHL! Der Umzug ist super über die Bühne gegangen, dank vieler hilfsbereiter Freunde und Familienmitglieder, die meisten Kartons sind ausgepackt (der Rest ist im Keller außer Sicht ;-) ) und die neue Sofagarnitur ist bereits geliefert. Also steht dem Wohlfühlen nichts mehr im Weg.

Leider hat es Sichtfeldchen nun erwischt, sie hat seit vorgestern ziemlich hohes Fieber (um die 39,5°C). Wir führen das auf all die Unruhe und Umgewöhnung der letzten Wochen zurück, und haben das Gefühl, dass sie nun einfach mal wieder Ruhe, einen geordneten Alltag und gaaanz viel Mama und Papa braucht. Das tut uns allen Dreien gut, denn in der heißen Phase des Umzugs haben wir uns fast gar nicht zu Gesicht bekommen, da Sichtfeldchen fast immer mit den verschiedenen Großeltern unterwegs war. Nun kehrt wieder Ruhe und Gelassenheit ein, und wir genießen die letzten freien Tage von Herrn Sichtfeld, bevor er am Montag wieder zur Arbeit muss.

To-Do´s fürs Wochenende sind übrigens das Aufbauen der von Opa Sichtfeld gestifteten Sandkiste und natürlich das Angrillen im neuen Garten! :-)


Nun also doch noch…

Freitag, 2.Januar 2009

Herr Sichtfeld und Sichtfeldchen sind wieder fit. Juhuu, endlich, es hat ja lang genug gedauert! Soweit die guten Neuigkeiten. Nun zu den schlechten: jetzt bin ich an der Reihe. Seit gestern abend habe ich einen fiesen Husten und fühle mich hundeelend. Und das pünktlich dann, wenn Herr Sichtfeld wieder arbeiten gehen muss… Naja, ich hatte ja schon fast damit gerechnet. Und deshalb haue ich mich jetzt, da Sichtfeldchen friedlich durchs Babyfon schnarcht, mit einer Tasse Kanne Spitzwegerichtee (Danke, Frau Zimtapfel!) aufs Sofa und hoffe einfach mal, dass es nicht schlimmer wird. Positiv denken, Mareike…! Und sobald ich mich danach fühle, nähe ich dann an meinem neuen Outfit weiter, ich hab da schon ein paar Ideen…


Florence „Sicht-Feld“ Nightingale

Montag, 29.Dezember 2008

Es ist doch echt wie verhext! Vor etwa vier Wochen wurde Sichtfeldchen krank und blieb es ungefähr zwölf Tage lang. In der Zeit steckte sie ihren Papa an, und der schleppt seinen grippalen Infekt nun in der dritten Woche mit sich herum. Heiligabend mussten wir wegen des besagten Sturzes in die Notaufnahme, was für uns ein Anlass war, die geplante Kurzreise zu meinen Schwiegereltern in Frage zu stellen. Da es Sichtfeldchen aber gut ging, sind wir doch gefahren, und was passiert? Sie wird rückfällig und bekommt Fieber, genau wie ihr Papa. So ist der Sichtfeld´sche Krankentransport also fürher als geplant wieder nach Hause gefahren, und heute ist der Tag der Arztbesuche. Herr Sichtfeld ist schon wieder da, zum Glück mit einer Krankschreibung in der Tasche, und ich fahre heute nachmittag mit Sichtfeldchen zur Kinderarztvertretung. Na, mal sehen. Und während wir noch überlegten, den ab morgen geplanten Silvesterbesuch meiner Eltern abzusagen, haben diese ihrerseits abgesagt, weil sie inklusive meiner Brüder und Familien nun mit Magen-Darm flachliegen (wie übrigens letztes Weihnachten auch). Na toll. Und wer ist als einizge nicht krank, weil sie viel zu viel damit zu tun hat, andere gesund zu pflegen…?


Uffffff…

Sonntag, 14.Dezember 2008

Meine Tochter ist seit einer ganzen  Woche krank. Das ist ihr gutes Recht und sie tut mir fürchterlich leid und überhaupt. Aber ich bin froh, dass sie jetzt im Bett ist! Himmel – Darf man sowas eigentlich sagen, ohne gleich als Rabenmutter abgestempelt zu werden? Ich habe ja immer gleich ein kleines schlechtes Gewissen, aber ich bin jetzt auch einfach erleichtert und fix und fertig und froh, wenn sie schläft. Das Problem ist, dass sie einen richtig dicken Schnupfen und ordentlich Husten hat, was sie gerade in den Leichtschlafphasen abends und am frühen Morgen ständig hustend und weinend aufwachen lässt. Zum Glück hat sie so zwischen 23 Uhr und 6 Uhr eine lange Schlafphase, in der auch ich etwas zur Ruhe komme. Aber dafür, dass man sonst zwischen 19 Uhr und 7.30 Uhr wirklich überhaupt nichts von ihr merkt (ja, ich weiß, ich bin verwöhnt…) ist das eine sehr kurze Ruhephase…

Meine Tochter ist wirklich ein Sonnenscheinchen, und ich würde sie nicht anders haben wollen, als sie ist – sie ist einfach unbeschreiblich wundervoll, und ich liebe sie von ganzem Herzen. Sie hat eigentlich auch fast immer gute Laune und schreit nie – außer wenn sie müde ist. Und das ist nun seit einer Woche permanent der Fall: Ich habe sie noch nie so weinerlich, schlecht gelaunt, unzufrieden und LAUT erlebt… Entsprechend gehen Herr Sichtfeld und ich ein bisschen auf dem Zahnfleisch, zumal die Erkältung Herrn Sichtfeld nun auch noch erwischt hat.Ich habe ja für sowas gar keine Zeit, ich komme ja nichtmal zum Plätzchenbacken…

Wie dem auch sei, jetzt schläft sie erstmal, und ich kann mich dem Berg von Bügelwäsche und unseren Fußböden widmen… *seufz*

Ehrlich gesagt frage ich mich in diesen Tagen nur eines: Wie um alles in der Welt machen das Eltern von Schreibabys? Wie machen die das??? Wenn die Kinder den ganzen Tag, Woche für Woche, Monat für Monat so drauf sind wie Sichtfeldchen zurzeit… Wie macht man das? Wie hält man das aus? Diesen Eltern gebührt heute mein gesamter Respekt und meine ganze Anerkennung für das, was sie leisten! Ich verneige mich vor denen, die es geschafft haben! Und das kommt aus tiefster Seele.


Welt-AIDS-Tag, Hendrik und ich.

Montag, 1.Dezember 2008

Ich habe Dich kennen gelernt, als wir im Jahr 1997 gemeinsam mithalfen bei der Ausrichtung eines Gottesdienstes zum Welt-Aids-Tag. Ich weiß es noch wie heute: Du standest da vor der Kirche mit einigen anderen, es war dämmrig, und ich kam auf Euch zu. Du drehtest Dich zu mir um, strahltest mich an und sagtest, „Du bist Barbaras Tochter!“ Du kanntest meine Mutter, deren Platz ich in der Vorbereitung einnahm, weil sie spontan verreist war. Ich war total verblüfft über diese einfache und herzliche Begegnung, und das Eis war gebrochen, bevor es überhaupt entstanden war.

Wir wurden Freunde, Du und ich. Haben uns oft getroffen, mal auf einen Kaffee in der Stadt, mal bei einem von uns zu Hause. Haben über Gott und die Welt geredet. Haben zusammen gelacht und geweint, gesprochen und geschwiegen. Ich habe Dir mal eine Schwarzwälder-Kirsch-Torte zum Geburtstag mitgebracht, weißt Du noch? Und Du hast mal auf meinem Anrufbeantworter eine Nachricht auf Platt hinterlassen, über die wir uns beide kringelig gelacht haben. Ja, Dein Lachen und diese Nachricht habe ich noch immer im Ohr, obwohl es zehn Jahre her ist. Die Möwe Jonathan war Dein Lieblingsbuch, und Du liebtest den kleinen Prinzen. Auf dem letzten Foto, das ich von Dir habe, sieht man Dich von hinten, denn Du gehst gerade zur Türe hinaus. Das war das letzte Mal, dass wir uns gesehen haben.

Du warst HIV positiv. Du hattest Dich infiziert, weil Du bei einem Unfall erste Hilfe geleistet hast und selbst eine kleine Wunde am Finger hattest. Diese Ungerechtigkeit habe ich nie verstanden. Noch heute macht sie mich wütend. Doch über Jahre hinweg hast Du tapfer und gelassen mit Deiner Krankheit gelebt, hast soviel Freude ausgestrahlt und andere damit angesteckt. Du hast Dein Schicksal getragen und dennoch anderen Menschen Trost und Wärme gespendet, Kraft gegeben.

Als ich auszog, weit fort von zu Hause, verloren wir den Kontakt. Es war Januar 1999, und auf meiner Abschiedsfeier entstand das Foto. Hätte ich gewusst, dass es in Wirklichkeit Dein, unser Abschied war…

Im Sommer kam ich nach Hause, hatte gehört, dass Du umgezogen warst, und forschte nach Deiner neuen Bleibe. Und dann erfuhr ich das Furchtbare. Zwei Monate zuvor hattest Du Deinem Leben ein Ende gesetzt. Hast Dich vor einen Zug fallen lassen. Es gab Dich nicht mehr.

Ich war wie gelähmt. Stundenlang lief ich über den Friedhof, bis ich Dein Grab gefunden hatte. Ich hatte Blumen dabei und den kleinen Prinzen. Lange bin ich bei Dir geblieben, habe mit Dir gesprochen und endlich meine Tränen gefunden…

Es folgte eine schlimme Zeit für mich, denn ich war gefangen in meiner Trauer, Hilflosigkeit und Schuldgefühlen, wollte niemandem glauben, der sagte, es war nicht Deine Schuld, Mareike. Doch dann, einige Wochen später, träumte ich von Dir. Du standest vor meiner Haustür, und als ich Dich sah, wurde ich wütend. Laut schluchzend warf ich Dir vor, dass Du einfach so gegangen warst und mich allein gelassen hattest mit all meinen Schuldgefühlen. Du hörtest mich ruhig an und nahmst mich dann in den Arm. Du hast mir über den Kopf gestrichen und mir gesagt, dass alles gut so ist, wie es ist. Dass es so Dein Wunsch gewesen war. Und da endlich, in diesem Traum, konnte ich Dich verstehen und Dich loslassen. Ich weinte noch beim Aufwachen, weil ich Dich einfach schrecklich vermisste, aber gleichzeitig war ich auch ein bisschen getröstet. Ich musste wieder nach Vorne sehen und leben, das hattest Du mir gesagt.

Seitdem bin ich oft an Deinem Grab gewesen. Der kleine Prinz hat noch lange dort gelegen. Und immer wieder bricht auch jetzt noch die Traurigkeit durch, auch wenn Dein Tod mehr als neun Jahre her ist. Ich brauche nur „Tears In Heaven“ von Eric Clapton zu hören, und sofort schnürt sich mir die Kehle zu und die Tränen laufen mir über die Wangen. Doch ich konnte Dich loslassen, konnte Dich gehen lassen. Denn ich weiß, dass Du dennoch immer irgendwie da bist, in meinem Herzen, in meiner Seele, in meinem Leben.

Dir, lieber Hendrik, widme ich dieses Video, denn ich weiß, wie viel Dir dieses Lied bedeutete und dadurch bedeutet es auch mir sehr viel. Ich wünsch Dir von Herzen alles Gute, da, wo Du jetzt bist.

Hendrik.

1972-1999.

Du fehlst mir.


Hahh… hahhh…. haaaaaaaaaaaaaah…..

Montag, 13.Oktober 2008

…tschi!

Ja, auch mich hat die Erkältungswelle eiskalt erwischt, und ich plage mich mit einem fiesen Schnupfen herum. Vorher gab´s die obligatrischen Halsschmerzen, und Husten und Kopfweh werden noch folgen, ich kenn mich ja… Das ist aber nicht das Problem, denn gegen meine Symptome kann ich ja schließlich was unternehmen – inhalieren, schneuzen, Pillen einwerfen…

Was mich schon jetzt so nervt, ist die Aussicht, dass meine Kleine es spätestens in ein paar Tagen auch haben wird, und ein krankes Kind ist auch für die Eltern ganz schön anstrengend, das werden manche von Euch bestätigen können. Die arme Maus kann ja noch nicht mal die Nase putzen! Und entsprechend schlecht schläft sie dann auch nachts, und wir gleich mit. :-(

Schöne Aussichten! Na, Hauptsache ich bin bis dahin wieder einigermaßen fit und einsatzbereit, um mich auch ausgiebig um sie kümmern zu können! Denn wer kann sich nicht noch daran erinnern, wie schön es war, krank zu sein und von Mama so richtig verwöhnt zu werden…?!