Geschafft!

Donnerstag, 5.November 2009

Ich wage mal ganz vorsichtig zu behaupten, dass die blöde Anfangsphase der Schwangerschaft nun vorbei ist. Nachdem mir neun (!) Wochen lang rund um die Uhr schlecht war, geht es mir nun endlich seit einer Woche gut, und ich fühle mich jeden Tag tatkräftiger und energiegeladener. Wie es eben so sein soll im zweiten Schwangerschaftsdrittel! :-)

Unser Knirps scheint übrigens ein kleiner Geheimniskrämer zu werden: Er oder sie wollte heute beim Ultraschall partout nicht preisgeben, ob er oder sie denn nun eigentlich ein Er oder eine Sie ist. So müssen wir unsere Neugier also weitere vier Wochen bis zum nächsten Untersuchungstermin zügeln… :-(


Der Grund für die lange Pause

Sonntag, 4.Oktober 2009

Liebe Freunde,

die meisten von Euch haben es wohl eh schon vermutet – zumindest wurde ich in einigen Emails schon mehr oder weniger direkt darauf angesprochen, deshalb wollen wir es nun nicht länger geheimhalten. Der Grund dafür, dass ich derzeit schon so lange außer Gefecht bin, ist im Moment ungefähr so groß wie mein kleiner Finger, hat es sich in meinem Bauch gemütlich gemacht und wird voraussichtlich im April von dort in unsere weit geöffneten Arme umziehen. :-)

Trotz aller Freude darüber habe ich dennoch mit heftigen Übelkeitsattacken rund um die Uhr (von wegen morgens!) zu kämpfen, sodass mir im Moment nicht nach Bloggen (und auch nach sonst nichts) zumute ist. Ich denke, das könnt ihr mir nachsehen, und ich hoffe einfach, dass das bald vorbei ist, sodass ich hier wieder kräftig mitmischen kann!

Ich denke jedenfalls viel an Euch und freue mich über jedes nette Wort, das ich von oder bei Euch lese!

Liebe Grüße,

Mareike


Sichtfeldchen erzählt

Montag, 17.August 2009

Wenn Du heute bei uns anrufen würdest, dann würde Sichtfeldchen Dir (mit Mamas Hilfe) von ihrem tollen Erlebnis am Samstagnachmittag erzählen, und das würde dann so klingen:

Mama: Erzähl mal, worauf bist Du denn geritten?
Sichtfeldchen würde ihr Geräusch für „Pferd“ machen, das ich hier nicht verschriftlichen kann – sie pustet Luft durch ihre geschlossenen Lippen.
Mama: Genau, Du bist auf einem echten Pferd (Pony) geritten! Und wie hat das Pferd gemacht?
Sichtfeldchen: Hopp – hopp – hopp!
Mama: Und welche Farbe hatte das Pferd?
Sichtfeldchen: Weisssss!
Mama: Und was hast Du hinterher mit dem Pferd gemacht?
Sichtfeldchen: Ei – ei!
Mama: Und war das toll?
Sichtfeldchen: Ja.
Mama: Und sollen wir das bald mal wieder machen?
Sichtfeldchen jubelt: Jaaaaaaa! Meeeeehr… (Sie denkt kurz nach) Bitte!


So schmeckt der Sommer

Freitag, 7.August 2009

Ist der Sommer nicht herrlich? Nicht nur, dass ich bei Sonnenschein grundsätzlich bessere Laune habe und mich ausgeschlafener fühle als an einem grauen Tag (wem geht das nicht so?!) – nein, es ist viel mehr. Ein perfekter Sommervormittag ist es z.B., wenn ich mit Sichtfeldchen im neu erworbenen Fahrradsitz zum Bäcker und zum Obsthof radele, wo sie je einen Keks und eine Aprikose naschen darf, und wenn wir uns dann gemeinsam zu Hause auf der schattigen Terasse über die saftig-süßen Himbeeren hermachen, die wir gerade gekauft haben. Gestern waren es Erdbeeren, vorgestern ein großes Stück Wassermelone, am Tag davor Nektarinen – wir lieben es, da sind wir uns einig! Und mal ganz ehrlich, ist das nicht der Geschmack, der den Sommer ausmacht? Und der den einen oder anderen von Euch an die Sommerferien der eigenen Kindheit zurückdenken lässt…?


Mir aus der Seele gesungen…

Sonntag, 2.August 2009

Dieses zuckersüße zärtliche und einfach von Herzen wahre Lied habe ich vor einiger Zeit in meinem Lieblingsblog „Wer ist der Chef“ kennen gelernt, und ich möchte es unbedingt an Euch weitergeben. Nehmt Euch einfach mal die paar Minuten Zeit und hört es Euch in Ruhe an…

Was habe ich in all den Jahren ohne Dich eigentlich gemacht,
als Tage noch tagelang waren, wie hab ich sie nur rumgebracht?
Ohne Spielzeug zu reparieren, ohne den Schreck der Nerven zehrt,
ohne mit Dir auf allen Vieren durchs Haus zu traben als dein Pferd?

Keine ruhige Minute ist seitdem mehr für mich drin.
Und das geht so, wie ich vermute, bis ich hundert Jahre bin.

Du machst Dich heut in meinem Leben so breit dass ich vergessen hab,
was hat es eigentlich gegeben, damals als es Dich noch nicht gab ?
Damals glaubt’ ich alles zu wissen, bis du mir die Gewissheit nahmst,
Nie glaubt’ ich etwas zu vermissen, bis an den Tag, an dem du kamst.

Das Haus fing doch erst an zu leben seit Dein Krakeelen es durchdringt,
seit Türen knallen und Flure beben und jemand drin Laterne singt.
Früher hab ich alter Banause Möbel verrückt, verstellt, gedreht,
ein Haus wird doch erst ein Zuhause, wenn eine Wiege darin steht!

Tiefen und Höhen hab ich ermessen, Ängste und Glück waren reich beschert,
das war ein leises Vorspiel dessen, was ich mit Dir erleben werd!
Denn Du kommst und gibst allen Dingen eine ganz neue Dimension,
und was uns nun die Jahre bringen mess ich an Dir, kleine Person!


Mein Lieblingswort

Freitag, 31.Juli 2009

Sichtfeldchen lernt ja zurzeit eifrig das Sprechen und beschert uns damit ständig wieder neue Gründe, sie einfach hinreißend, süß und total witzig zu finden. Während unseres Aufenthalts bei den Sichtfeldschen Großeltern hat sie sich ein Wort angeeignet, welches ich mit Abstand am liebsten höre. Es bezeichnet zwei verschiedene Dinge: Einerseits heißen so die kleinen Häppchen, mit denen Opas Hund belohnt wird, wenn er den Ball apportiert hat, andererseits lobt Sichtfeldchen so ein Essen, das ihr wirklich gut schmeckt.

Mama: „Sichtfeldchen, was möchtest Du denn dem Dada (=Opas Hund) geben?“
Sichtfeldchen: „Geleckerli!“
Mama: „Dann frag mal den Opa, der hat bestimmt ein paar Leckerli, die Du dann dem Dada geben kannst.“
Sichtfeldchen flitzt zu Opa und zupft ihn an der Hand: „Opa… Geleckerli… bitte!“

oder eben

Oma: „Na, Sichtfeldchen, wie schmeckt Dir denn das Essen?“
Sichtfeldchen reibt sich den Bauch: „Geleckerli!“


Nächtlicher Ruf

Samstag, 25.Juli 2009

Sichtfeldchen schläft inzwischen – nachdem sie den Umzug verarbeitet hat – wieder vorbildlich und ruhig und wacht höchsten nachts mal auf, weil sie etwas Trinken möchte. Und jetzt mal ganz ehrlich: Würdet Ihr nicht auch selbst nachts um halb Drei von Herzen gerne aufstehen und zu ihr gehen, wenn durchs Babyfon folgende Worte gehaucht werden:

„Mama… Wassa… Bidde…“

Aber klar, mein herzallerliebstes Kind, und ich nutze auch gleich die Gelegenheit, Dich bettwarm und duftend, wie Du bist, zu knuddeln und zu küssen! :-)


Reiselust

Samstag, 11.Juli 2009

Es ist wieder einmal soweit: In wenigen Stunden werden Sichtfeldchen und ich in Hamburg aus dem Flugzeug steigen, um zwei wundervolle Sommerwochen in meiner Lieblings- und Heimatstadt Rendsburg zu verbringen. Wir freuen uns wie verrückt, und Sichtfeldchen erzählt ständig, dass wir mit einem Flugzeug fliegen werden und dass wir dann bei Oma, Opa und Dada (Opas Hund) sein werden. Sie kann es kaum erwarten, Dada mit Opas Hilfe wieder ein Leckerli geben zu dürfen, und ich bin mir sicher, wir werden eine tolle Zeit haben und viele liebe Menschen wiedersehen. Das einzig Traurige daran ist, dass Herr Sichtfeld nicht mitkommen kann, denn er hat seinen gesamten Urlaub bereits beim Umzug verbraten…


So ist das also…?!

Montag, 6.Juli 2009

Aus aktuellem Anlass hier eine kurze Unterbrechung meiner eigentlich noch immer bestehenden Blogpause:

Nach dem Abendessen. Herr Sichtfeld will gleich Sichtfeldchen ins Bett bringen, und ich sage ihr Gute Nacht.

Mama: Hast Du die Mama lieb?
Sichtfeldchen: Papa!
Mama: Den Papa hast Du lieb? Das ist ja schön. Und wen hast Du noch lieb?
Sichtfeldchen: Opa!
Mama: Den Opa! Toll! Und wen hast Du noch lieb?
Sichtfeldchen überlegt kurz: Dada! (=Opas Hund)
Mama muss grinsen: Ach so, den Dada hast Du lieb. Und wen hast Du noch lieb?
Sichtfeldchen: Oma!
Herr Sichtfeld muss sich schon das Grinsen verkneifen.
Mama: Das ist ganz toll, Sichtfeldchen! Und wen hast Du noch lieb?
Sichtfeldchen denkt angestrengt nach: Moritz! (=Name ihres Freundes, leicht abgeändert)
Mama überrascht: Den Moritz! Super, mein Schatz! Und wen hast Du noch lieb?
Sichtfeldchen: Gretel! (Name ihrer Freundin, stark abgeändert)
Mama: Oh wie schön! Und wen hast Du noch lieb?
Sichtfeldchen sieht sich suchend in der Küche um: Papa!
Mama, langsam ungeduldig: Ja, mein Schatz, und wen hast Du noch lieb?
Sichtfeldchen sieht sich wieder um und denkt sehr angestrengt nach. Mama fängt an zu winken und auf sich selbst zu zeigen.
Sichtfeldchen sieht sie erstaunt an: Maaa-….
Mama will sich schon freuen…
Sichtfelchen: …-ja!

Na toll – sie liebt die Bienengöre auf ihrer Trinktasse… Über das laute Gelächter seitens Herrn Sichtfeld muss ich hier wohl nicht schreiben. *grummel*

Das Ende vom Lied:
Mama: Hast Du denn auch die Mama lieb?
Papa flüstert Sichtfeldchen etwas ins Ohr.
Sichtfeldchen strahlt daraufhin die Mama an: Jaaa!

Der darauffolgende dicke Schmatzer von meiner Tochter, ihr fröhliches „Byebye“ und Winkewinke sowie ihre hinreißend durch die streichkäseverschmierten Finger gehauchte Kusshand für mich versöhnen mich und erfüllen mein Mutterherz einmal mehr mit Stolz und überwältigender Liebe!

:-)


Was ist das?

Donnerstag, 11.Juni 2009

Bin ja mal gespannt, wer von Euch erkennt, was das hier ist. Ich meine damit, was genau das ist – der Oberbegriff reicht nicht, das wäre dann doch zu einfach! Also:

2009-05 Rätselbild

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Sichtfeldchens großer Auftritt

Freitag, 5.Juni 2009

Morgen sind wir zur Hochzeit von Herrn Sichtfelds Cousine eingeladen. Das im Vorfeld entstandene Kleiderproblem habe ich zum Glück noch lösen können…! ;-)

Was aber viel interessanter ist: Sichtfeldchen soll Blumen streuen! Das haben wir in den letzten Tagen extra mit ihr geübt, und sie hat es auch ganz toll gemacht – ob das nun morgen vor so vielen fremden Menschen auch klappen wird, ist noch eine andere Frage. Aber eines steht fest: Sie wird ein hinreißender Anblick sein – noch mehr als sonst! Ihr Großeltern haben ihr ein wunderschönes Kleidchen besorgt, aus cremefarbenen Organza, in dessen Saum frei bewegliche Blüten eingenäht sind…! Auf den feinen blonden Haaren wird sie einen Blütenkranz tragen, und dazu natürlich das obligatorische Blumenkörbchen. Ich bin total gespannt und glaube, sie wird aussehen wie eine kleine Prinzessin. Mal sehen, wie lange die Sachen überleben! :-)

Zumindest fühlt sie sich darin wohl und benimmt sich wie ein typisches Mädchen – das kennen wir gar nicht von ihr! Sie spreizt die Arme zur Seite, läuft zum Spiegel, dreht sich davor hin und her und bewundert sich mit einem verzückten Lächeln im Gesicht… Und das schon mit Eindreiviertel! Das muss am zweiten X-Chromosom liegen…


Soll ich – oder …?

Freitag, 29.Mai 2009

Ich liebe Musik. Das wissen die meisten meiner aufmerksamen Leser inzwischen. Ich bin mit überwiegend klassischer Musik aufgewachsen und sie war immer ein wichtiger Teil meines Lebens. Schon als Kleinkind habe ich musikalische Früherziehung gemacht, dann die obligatorische Blockflöte erlernt und schließlich auf eigenen Wunsch Geige gelernt. Lange Jahre habe ich im Orchester mitgespielt und bei wunderbaren Konzerten und Auftritten mitgewirkt. Bei uns zu Hause hat ständig irgendjemand Musik gemacht. Mein Vater spielt Horn und Klavier, mein älterer Bruder Gitarre und Bass und mein jüngerer Bruder Klavier, Saxophon und Querflöte. Und im „Grammophon“-spielen waren und sind wir alle gut! :-)

Später habe ich dann noch Gesangsunterricht genommen, während des Studiums Querflöte gelernt und in verschiedenen Chören mitgesungen. Auch jetzt singe ich seit über einem Jahr in einem wunderbaren Bonner Chor mit, und der Probenabend ist immer ein großes Highlight meiner Woche. Ich brauche Musik, ich liebe Musik – es gibt für jede Stimmung, für jede Situation die passende, sie kann alles ausdrücken, vielleicht sogar besser, als Worte es vermögen.

Ich halte es für das größte Versäumnis meines Lebens, dass ich nicht als Jugendliche auch noch Klavier gelernt habe. Die Kapazität und auch das Talent hätte ich gehabt, das will ich hier mal so ganz unbescheiden sagen. Aber ich habe noch viele andere Dinge gemacht (Ballett, Voltigieren, Turniertanz…), und so habe ich das Klavier leider verpasst, wie ich rückblickend feststellen muss. Ich kann zwar verschiedene Stücke spielen, die ich mir autodidaktisch am elterlichen Instrument beigebracht habe, aber „so richtig“ spielen kann ich eben nicht. Inzwischen besitze ich sogar ein eigenes Klavier – sehr zu Sichtfeldchens Vergnügen – aber ich (be-)nutze es kaum. Leider! Ich habe es eben nie gelernt. Und dabei liebe ich Klaviermusik und bewundere alle, die mit den Fingern so über die Tasten huschen und tanzen können. Das Klavier hat der Geigen gegenüber den Vorteil, dass es eben auch alleine gut klingt – was bei der Geige wirklich nur mit sehr viel Talent und jahrelanger Übung der Fall ist. Ein Klavier klingt eben „nach etwas“, und es ist so vielseitig – vielsaitig! Ich würde es zu gerne beherrschen – aber wie gesagt…

Doch jetzt – und damit wären wir bei der Überschrift dieses Textes angekommen – hat sich mir die Chance aufgetan, es doch noch zu erlernen. Über den Chor habe ich eine junge und in my humble opinion sehr talentierte Musikerin kennengelernt, die selber auch Klavierstunden gibt. Mit ihr habe ich mich vorgestern über das musikalische Versäumnis meines Lebens unterhalten, und sie sagte etwas wie „Na und? Dann lern es doch jetzt noch!“. Sie sah überhaupt kein Problem darin, dass ich ja nun schon älter (najaaaa – ist doch so! :-) ) sei und so, zerstreute alle meine Einwände, die ich halbherzig einbrachte und bot an, mich zu unterrichten.

Tja – und was soll ich sagen? Ich habe Feuer gefangen von dieser Idee. Mir jetzt diesen musikalischen Wunsch doch noch zu erfüllen – das wäre das Größte (sofern es wirklich funktioniert)! Am liebsten würde ich sofort anfangen. Nur leider gibt es ein paar praktische Hindernisse. Was mache ich inzwischen mit Sichtfeldchen? Und wie finanziere ich das Ganze? Und wo soll ich überhaupt die Zeit hernehmen – ich will doch auch unbedingt wieder Geige spielen und bräuchte auch da Auffrischungsunterricht…

Und trotzdem, es lässt mich nicht los. Wenn nicht jetzt, wann dann? Mit 50 kann ich das doch nicht mehr machen! Und irgendwie – wo ein Wille ist, ist auch ein Weg – ich hab ihn nur noch nicht so recht gefunden…


Höflich kommt man weiter!

Dienstag, 26.Mai 2009

Nachdem Sichtfeldchen heute beim Abendessen noch eine dicke Portion Pesto von heute Mittag verdrückt hatte, drehte sie sich (wie jeden Abend) in ihrem Hochstühlchen herum und zeigte auf die Obstschale. Es folgte dieser Dialog:

Herr Sichtfeld: Was möchtest Du denn, einen Apfel, eine Birne oder eine Banane?
Sichtfeldchen: Da!
Herr Sichtfeld: Möchtest Du eine Banane?
Sichtfeldchen zappelt aufgeregt: Ba! Ba!
Herr Sichtfeld: Wenn Du Ba-na-ne sagst, dann hole ich sie Dir!
Sichtfeldchen quengelt: Ba! Baaaaaa…!
Frau Sichtfeld versucht es diplomatisch: Sichtfeldchen, sag doch mal „Papa – bitte – Banane“.
Sichtfeldchen: Pappa, biddebidde!
Herr Sichtfeld galoppiert völlig begeistert los, holt die Banane und reicht sie seiner strahlenden Tochter.
Sichtfeldchen: Dang-ke!

Und wieder bin ich verblüfft, was Sichtfeldchen so alles aufschnappt, denn wir haben sie bisher noch nicht bewusst dazu ermuntert, danke und bitte zu sagen!


Ist das klasse!

Montag, 18.Mai 2009

…wenn ich nämlich etwas gestresst nach Hause komme und durch die lange Warteschlange im Supermarkt schon das Abendessen verpasst habe, und wenn ich dann die Treppe raufgehe und aus dem Schlafzimmer schon das laute Gelächter von Herrn Sichtfeld und Sichtfeldchen höre. Wenn ich dann „Hallo“ rufe und ein begeistertes „Mama!“ zurückgekräht wird, und wenn dann gleich darauf Herr Sichtfeld sagt: „Oh, Sichtfeldchen ist ja verschwunden!“, und wenn ich dann sage „Mäuslein piep einmal“ und unter einem Berg von Kissen ein kleines hohes „Piep“ hervorkommt, wenn der Kissenberg dann anfängt zu wackeln und darunter ein völlig verstrubbeltes und nur mit einer Windel bekleidetes Nackidei-Sichtfeldchen hervorkommt, das bis zu beiden Ohren strahlt und sich mir lachend in die Arme schmeißt. Gibt es eigentlich etwas Besseres für Herz und Seele?!


Der „Mai“ ist gekommen

Sonntag, 10.Mai 2009

Bisher hat sich Sichtfeldchen auf sprachlicher Ebene ja eher zurückgehalten. Zunächst dauerte es ewig, bis sie überhaupt etwas sagte, und dann sagte sie lange Zeit nur „Papa“ oder ahmte verschiedene Tiergeräusche nach – Ihr erinnert Euch? Inzwischen sagt sie auch ganz hervorragend „Mama“, und ich schmelze noch immer jedes Mal dahin, wenn sie das tut. Doch auch bei dieser zweiten Äußerung blieb es dann einige Wochen – bis jetzt. In dieser Woche hat sie plötzlich mehrere neue Worte aufgeschnappt, die sie auch eifrig benutzt.

Sie sagt nun zum Beispiel gerne das Wort „Baj“ und wirft dabei ihren kleinen roten Ball mit dem Marienkäfer darauf durch die Luft. Auch „Eier“ haben es ihr irgendwie angetan, auch wenn Ostern längst vorbei ist – das sind durchaus noch Nachwirkungen, die sie da jetzt in Worte fasst! Vor einigen Tagen waren wir in der Stadt unterwegs, und immer wenn sie irgendwo einen Kinderwagen sah, rief sie ganz aufgeregt „Baby!“ und zeigte ganz ungeniert darauf. „Oma“ und „Opa“ werden seit vorgestern auch benannt und freuen sich am Telefon wie die Schneekönige darüber. Und gestern sind wiederum vier neue Wörter hinzugekommen – mir scheint, der Groschen ist gefallen.

Wir saßen also gestern beim Mittagessen – es gab Schnitzel, Kartoffelpürree und Erbsen-Möhren-Mais-Gemüse, ganz unpädagogisch mit Ketchup. Zunächst wurde also alles voller Begeisterung in den „Betepp“ getunkt, doch dann fesselte etwas anderes ihr Interesse, nämlich der Mais. Vor lauter Aufregung hüpfte sie uns fast aus dem Hochstuhl und rief immer wieder „Mai! Mai!“ – und das obwohl sie dieses Wort von uns noch nicht so allzu oft gehört hat. Ich finde es faszinierend, welche Worte ein lernendes Kind so beeindrucken, dass es sie von sich aus wiedergeben will! Vom „Mai“ hat sie uns dann bis abends noch vorgeschwärmt. Außerdem sagt sie jetzt ganz brav „Aam“, wenn es die Treppe hinuntergeht und sie nicht selber laufen möchte, und zu guter Letzt hat sie noch das Wort „Babich“ aufgeschnappt. Das bezeichnet das kleine gelbe Babixfläschchen mit dem ätherischen Öl, das wir ihr zurzeit wegen eines heftigen Schnupfens vor dem Schlafengehen auf den Pyjama träufeln. Ich frage mich echt, warum sie das nun bezeichnet, aber zum Beispiel ihren heißgeliebten Schnuller, ihren Schlafhasen oder ihre Badewannentiere nicht…! Ach ja, „A-a“ kann sie auch schon sagen – ich denke, ich muss hier nicht erläutern, was damit gemeint ist, oder?!

:-)