Philosophisches – Return to Innocence

Dienstag, 29.Juli 2008

Eben bin ich bei Stöbern auf Youtube über eines meiner Lieblings-Musikvideos gestolpert, und beim Ansehen dachte ich mir, an den schönen Gedanken, die es mir beschert hat, möchte ich Euch gerne teilhaben lassen.

Mir gefällt, wie in diesem Video das Leben des alten Mannes vom Anfang an ihm vorbeizieht, bis er schließlich wieder ein Säugling ist. Die Szenen strahlen größtenteils so viel Zufriedenheit und Glück aus, dass man sich nur wünschen kann, eines Tages ähnlich auf ein erfülltes Leben zurückblicken zu können.

Und noch etwas ging mir beim Ansehen durch den Kopf: Ist es nicht gut, dass wir die Zeit nicht zurückspulen können, auch wenn wir es uns manchmal wünschen würden…? Denn im Endeffekt ist jedes Detail unserer Gegenwart doch das Ergebnis all der Geschehnisse in unserer Vergangenheit, die wir eben nicht nochmal zurückspulen und anders machen konnten.

(Oder kann sich über sowas nur freuen, wer gegenwärtig so glücklich ist wie ich?)

Advertisements

Die Zitate des Tages

Montag, 28.Juli 2008

Heute gibt es mal mit einem besonders lieben Gruß an Andrea fünf weitere Golden-Girls-Zitate, die ich mir so hier und da aus dem Netz zusammengesammelt habe. Weitere folgen bald! Viel Spaß!

Rose: Sag mal ehrlich, sehe ich mit dieser Brille dumm aus?

Blanche: Sagen wir mal, sie verbirgt es nicht.

Blanche: Wozu trage ich das Ding wenn ich nichts habe um was rein zu tun?

Sophia: Das frage ich mich jeden Morgen, wenn ich mir meinen BH anziehe.

Sophia: Dorothy, du bist ein Genie!

Dorothy: Ma , wovon redest Du eigentlich?

Sophia: Ich komme in unser Wohnzimmer und entdecke eine Toilette vor dem Fernseher. Der Traum einer alten Dame ist endlich wahr geworden.

(Sophia spricht mit einem Boxer.)

Sophia: Okay, Pepe! Beim Ringen musst du drei Punkte beachten! Immer dein Gesicht abdecken, immer den Kopf nach unten und immer in Bewegung bleiben. Und diese Regeln sind die Selben, die du beachten musst, wenn du mal Austern essen willst in Little Italy!

Rose: Ich kann Pepe vielleicht auch helfen!

Sophia: Ja, als wandelndes Mahnmal dafür, was passiert, wenn man ohne Kopfschutz boxt!

Rose: Werdet ihr mir helfen?

Dorothy: Meinetwegen!

Blanche: Sicher tun wir das, Schätzchen!

Sophia: Darum geht’s bei einer guten Freundschaft: Miteinander durch dick und dünn, wenn’s Schwierigkeiten gibt! Eigene Bequemlichkeit zu opfern, den Schlaf opfern und die eigenen Bedürfnisse hinter die des anderen zu stellen ist wunderbar! Sagt mir morgen früh, wie’s gelaufen ist. – Gute Nacht!


Sprechen lernen

Samstag, 26.Juli 2008

Gestern hatte ich ein Erlebnis, das mich zum Nachdenken gebracht hat.

Ich war mit meiner knapp elf Monate alten Tochter in einem Laden. Sie saß im Buggy und plauderte vor sich hin, und ich suchte etwas in einem Regal, als ich plötzlich merkte, dass eine ältere Dame vor meiner Tochter stand und sie ganz fasziniert und mit einem sehr liebevollen Gesichtsausdruck beobachtete. Meine Tochter sah zu ihr hoch, lächelte sie an (mein Vorzeigekind!) und plauderte weiter.

Die Frau sagte zu ihr: „Es ist so schön, dass du mir etwas erzählst, ich kann dich nur leider nicht verstehen.“

Da sagte ich zu meiner Kleinen: „Tja, Sichtfeldchen, dann musst Du eben ganz schnell sprechen lernen.“

Daraufhin erwiderte die Frau: „Oder ich.“

Mir hat diese kurze Unterhaltung sehr gut gefallen, und ich musste noch viel darüber nachdenken. Klar erwarten wir von Kindern, dass sie unsere Sprache übernehmen und erlernen, und das tun sie ja im Allgemeinen auch. Aber der Gedanke, sich auch als Erwachsener auf die Kinder einzustellen, auf ihre Sprache, ihre Gedanken und Empfindungen, hat mir sehr gefallen.

Natürlich kenne ich als Mutter meine Tochter sehr gut, und es gelingt mir meistens, ihre Äußerungen richtig zu deuten. Aber wie ist es mit anderen Kindern? Und anderen Erwachsenen? Ich kenne leider genügend Fälle, in denen die Eltern die Aussagen ihrer Kinder vor lauter Konsequenz zu sehr ignorieren und zu viel Anpassung erwarten. Über die Wichtigkeit von Konsequenz in der Erziehung möchte ich hier gar nicht diskutieren, sie steht außer Frage. Doch kann es doch nicht Sinn und Zweck der Erwachsenen-Kind-Beziehung sein, nur auf Anpassung abzuzielen! Und ist es nicht eine Bereicherung, sich auch auf die (eigenen oder fremden) Kinder einzulassen und ihnen anzubieten, sich auch mal an sie anzupassen?

Ich zumindest erfahre diese Bereicherung jeden Tag aufs Neue.


Sophia ist tot.

Donnerstag, 24.Juli 2008

Gerade habe ich voller Bestürzung bei Unten am Hafen lesen müssen, dass Estelle Getty, die Mutter der Golden Girls, gestorben ist.

Und spontan fallen mir die kleinen Zettelchen ein, auf die ich vor Jahren mal Sprüche geschrieben habe, die ich irgendwo aufgeschnappt habe und die mir besonders gut gefallen haben. Sophia Petrillo ist gleich dreimal dabei.

Sophia: „Mit zwei Dingen kennt ein Sizilianer sich aus. Wenn Pasta an der Wand klebt, ist sie gar. Wenn ein Körper am Zement klebt, ist er tot.“

Dorothy: „Ma, du warst jetzt 20 Minuten im Klo. Was hast du denn so lange da drinnen gemacht?“

Sophia: „Ich hab ein Deckenfresko gemalt, was denkst du denn?“

Und mein persönlicher Favourit:

Dorothy: „Du kannst auch an gar nichts etwas Gutes entdecken, oder?“

Sophia: „Nein, aber ich kann ein Lächeln simulieren.“

Mach´s gut, Sophia – Estelle! Du hast mein Leben bereichert!


Was macht einen schönen Tag?

Donnerstag, 24.Juli 2008

Wenn zunächst einmal das Wetter wunderbar ist. Wenn die Tochter – wie immer – gute Laune hat. Wenn dann um 14:49 Uhr eine SMS vom Ehemann kommt, der sonst selten vor 19 Uhr zu Hause ist: „Bin in einer Stunde zu Hause!“. Wenn es dann um 15:32 Uhr an der Wohnungstür klingelt und der Ehemann draußen steht. Wenn man daraufhin spontan zu Dritt ins Ortsteilzentrum fährt und dort gemütlich durch einen schönen schattigen Park schlendert, Arm in Arm und gemeinsam den Buggy schiebend. Wenn man gemeinsam ein Eis essen geht. Wenn die Tochter dabei fröhlich an der Eiswaffel herumnagt und mit den Nachbarn schäkert. Wenn man anschließend weiterschlendert und so richtig Feriengefühle hat. Wenn man ohne jeden Stress nach Hause fährt und dort zu Dritt auf dem Wohnzimmerboden herumtobt. Wenn man einen solch spontanen Familiennachmittag schon seit Ewigkeiten nicht mehr hatte.

So einen herrlichen Tag hatte ich heute!


Update in der Galerie Sicht-Feld

Dienstag, 22.Juli 2008

Nachdem ich heute endlich wieder einmal mit der Kamera unterwegs war, habe ich gerade sechs neue Fotos in der Galeri Sicht-Feld veröffentlicht. Schaut gerne mal rein – ich freue mich auf Euren Besuch!


Schleudertrauma

Montag, 21.Juli 2008

Tja. Karusselfahren ist ja bekanntermaßen nicht jedermanns Sache…

Aber man sollte es doch zumindest mal probiert haben.

„Okay, das hätte ich mir viel fürchterlicher vorgestellt!“

„Huiiiiiiii…“

„Naja, also… wenn ich ehrlich bin…“

„Mir ist schlecht…!“

„Lasst mich doch alle in Ruhe!“

„Also ICH fand´s geil!“