Viel umme Ohren…

Samstag, 30.August 2008

Ihr lieben treuen LeserInnen,

bitte wundert Euch nicht, wenn ich mich in den nächsten 10 Tagen ein bisschen rar mache. Der Grund ist dann nicht, dass ich schon wieder die Nase voll hätte vom Bloggen, im Gegenteil! Ich werde es bzw. Euch ordentlich vermissen.

Ich habe allerdings in den nächsten Tagen einiges an Programm, welches mich mit all seinen notwendigen Vorbereitungen vom Computer fernhalten wird. Meine Tochter wird in ein paar Tagen ein Jahr alt, und die Verwandtschaft rauscht zum Feiern an, und anschließend fahren wir selber für ein verlängertes Wochenende mit zu den Schwiegereltern, um in deren Wohnort eine Silberhochzeit zu feiern. Es steht also putzen, kochen, aufräumen, backen, Geschenke einpacken, Koffer packen, einkaufen usw. an…

Ich melde mich wieder zurück, wenn das Chaos wieder etwas beseitigt ist – dann stehen ja „nur noch“ die anderen Familiengeburtstage an… Jaja, der September hat´s in sich!

Ich denk an Euch! Alles Liebe,

Mareike


Nun auch bei mir: Das indiskrete Stöckchen

Samstag, 30.August 2008

Ich habe von Ulf ein Stöckchen zugeworfen bekommen, der es wiederum von Dori hat, welche es von Ray erhalten hat usw…

Dieses Stöckchen besteht nur aus einer einzigen Frage, dafür aber aus umso mehr Regeln. Hier sind sie:

  • Aussuchen, wen man aushorchen möchte.
  • Eine Frage überlegen zu etwas, was man von dem Jeweiligen schon immer mal wissen wollte – und sei es noch so indiskret.
  • Das Stöckchen mit einem Trackback dort ablegen.
  • Und natürlich die Frage, die man selbst gestellt bekommen hat, beantworten – in welcher Ausführlichkeit, bleibt jedem selbst überlassen.

Ulf hat mir folgende Frage gestellt:

Wenn Du ein Musikinstrument wärst, als welches würdest Du am liebsten Musik machen?

Tja, lieber Ulf, nach reiflichem Überlegen bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass ich am liebsten als das Instrument erklingen würde, welches ich auch selber spiele, nämlich als Geige. Das hat mehrere Gründe. Ich finde, die Geige ist ein so vielseitiges (viersaitiges) Instrument, und von daher passt sie sehr gut zu mir. Sie kann laut und leise sein, klassisch und modern, traurig und lustig, Menschen zum Tanzen oder zum Träumen bringen, sie kann alleine wunderbar klingen und ebenso mit vielen anderen gemeinsam, sie fügt sich ein oder sticht hervor, sie ist leicht zu halten und manchmal schwer zu spielen, doch wer sie richtig spielt, der kann ihr die wunderbarsten Melodien entlocken. Wer es auf die falsche Art versucht, kann sich jedoch auch die Zähne an ihr ausbeißen. Hat man sich einmal mit ihr angefreundet, so ist einem die Zuneigung sicher ein Leben lang.

Mehr kann ich jetzt nicht dazu schreiben, denn es juckt mich in den Fingerspitzen: Sie sehnen sich nach den Saiten und dem Bogen!

Hier kommen nun meine Fragen andere Blogger:

Malte/Schonzeit/Bruderherz: Wie sähe Dein Traumleben in 20 Jahren aus?

Christoph/Schaps: Wie warst Du mit sechs Jahren?

Bonafilia: Hand auf´s Herz: Wenn beim Schulsport Teams gewählt wurden, wie schnell wurdest Du aufgerufen?

Ecki: Was ist für Dich das Schönste am Papa-Sein?

Ich bin schon sehr gespannt auf Eure Antworten!

Übrigens, wie Ihr seht, bin ich auf Maltes Kritik eingegangen und habe dieses Stöckchen auf meiner regulären Seite und nicht in dem Extra-Blog für Stöckchen veröffentlicht. Besser so, Bruderherz? 🙂


Manche mögen´s heiß – Ich zumindest!

Freitag, 29.August 2008

Einer der in meinen Augen wirklich besten Filme, die jemals gedreht wurden, ist und bleibt der Schwarzweiß-Klassiker „Manche mögen´s heiß“ (Originaltitel: Some like it hot) aus dem Jahr 1959. Regie führte Billy Wilder, die Hauptrollen wurden unvergesslich gespielt von Marilyn Monroe, Jack Lemmon und Tony Curtis.

Für alle, die den Film tatsächlich nicht kennen, hier ein ganz kurzer Handlungsabriss. Die beiden Musiker Joe (Curtis) und Jerry (Lemmon) werden zufällig im Chicago der späten 20er Jahre Zeuge eines Mordes unter verfeindeten Gangs. Sie können zwar fliehen, werden dabei jedoch bemerkt und müssen sich daher verstecken. Dies gelingt ihnen, indem sie als Frauen verkleidet in einer Damenband untertauchen und mit dieser nach Florida reisen. In eben dieser Band begegnen sie der naiven Ukulele-Spielerin und Sängerin Sugar (Monroe), in die sich Josephine alias Joe sofort verliebt. Um mit ihr anzubändeln, schlüpft er in eine weitere Rolle, nämlich die des Öl-Millionärs Junior. Währenddessen bekommt Jerry alias Daphne von dem echten Millionär Osgood Fielding III den Hof gemacht. Zu allem Überfluss erscheinen auch noch die Chicagoer Gansterbanden zu einem Treffen im selben Hotel, sodass es zu einem turbulenten Finale kommt…

Der Film lebt von seinen witzigen Dialogen, skurrilen Begebenheiten, der schauspielerisch-komödiantischen Höchstleistung der Darsteller und nicht zuletzt einem wunderbaren Soundtrack, zu dem auch Marilyn Monroe zwei ihrer Klassiker beisteuerte. Während sie in einem zugegebenermaßen recht gewagten Kleid „I Wanna Be Loved By You“ singt, muss Daphne (=Jerry, Bass) sich auf einen Flirt mit Osgood einlassen, während Josephine (=Joe, Saxophon) von einem Hotelpagen angebaggert wird.

Gegen Ende singt Sugar, nachdem sie von Junior (=Joe) verlassen wurde, „I´m Through With Love“ und wird dabei von Josephine beobachtet, die/der wiederum auf der Flucht vor den Gangstern ist…

„Manche mögen´s heiß“ ist in meinen Augen trotz oder gerade wegen seines Alters einer der sehenswertesten, zeitlosesten und auf eine clevere Art lustigsten Filme aller Zeiten, und ich kann nur jedem, der ihn noch nicht kennt, ans Herz legen, ihn zu sehen. Du verpasst sonst echt etwas! Und jedem, der ihn kennt, empfehle ich, ihn sich mal wieder anzusehen. Ich werde das heute abend auch tun, gemütlich mit meinem Süßen auf dem Sofa – darauf freue ich mich schon jetzt!

In diesem Sinne:


Oooooooooaahhhhh…

Dienstag, 26.August 2008

Das ist so ungefähr das Geräusch, was ich allabendlich von mir gebe, wenn ich mich nach einem langen Tag endlich auf meine Matratze legen darf. Naja, ich gebe es nicht immer laut von mir, aber zumindest denke und fühle ich es.

Das ist für mich einer der köstlichsten Momente des Tages. Ich habe mein Tagwerk vollbracht und die nötige Bettschwere, war kurz zuvor nochmal bei meiner Lütten im Zimmer und habe sie zugedeckt und ihr eine Weile beim Schlafen zugesehen und zugehört, und nun bin ich an der Reihe. Ich genieße diesen Moment immer vollkommen, und mein Mann weiß genau, dass er mich in dieser ersten halben Minute, die ich in der Waagerechten verbringe, nicht ansprechen sollte.

Ich lege mich also auf den Rücken, genauer gesagt lasse ich mich irgendwie auf den Rücken fallen, und mit einem ausgiebigen Ausatmen lasse ich alles von mir abfallen. Ich spüre und bin immer wieder erstaunt, wie schlagartig alle meine Glieder ganz schwer werden. Tagsüber fühle ich mich immer leicht wie eine Feder. Es zieht die ganze Wirbelsäule hinauf, der Kopf liegt ganz schwer da, ich habe die Augen geschlossen und entspanne mich. Das tue ich nichtmal bewusst wie beim Yoga oder so, sondern es kommt zum Glück einfach von ganz alleine. Ebenso wie dieses in der Überschrift beschriebene Geräusch, das ich eben manchmal nicht unterdrücken kann will. Zu wissen, man darf nun liegen bleiben, die Augen schließen, sich an den Liebsten ankuscheln und schlafen, ist einfach so ein wunderbarer Gedanke! Aber am besten ist und bleibt dieses Gefühl direkt nach dem Hinlegen, diese Schwere, dieses Ausatmen, eben dieses Oooooooooooooaahhhhh…


Schönes und Weises – Sehnsucht nach Vollkommenheit

Montag, 25.August 2008

Männer und Weiber dürfen nicht gleich sein. Denn woher sonst Liebe? Liebe ist ein Verlangen, das, was uns fehlt, ersetzt zu sehen – aus beidem wird ein Mensch.

– Sophie Mereau –

Dieses Zitat fand ich heute zufällig, und es erinnerte mich an das Zitat von Luciano Crescenzo. Und natürlich an den Spruch, dass Gegensätze sich anziehen.

Für mich persönlich trifft das zumindest zu. Ich brauche jemanden, der anders ist als ich, von dem ich lernen kann und der mich ergänzt. Sicher geht es auch nicht ganz ohne Gemeinsamkeiten, das wissen wir alle. Und ich kenne auch genügend Paare, auf die eher der Spruch „Gleich und Gleich gesellt sich gern“ zutrifft. Wie ist das bei Euch, welche Erfahrung habt Ihr gemacht?

Zu dem letzten Satz möchte ich jedoch noch anmerken, dass ich nicht finde, dass ein Mensch, der keinen Partner hat, kein vollkommener Mensch ist. Denn egal ob freiwillig oder unfreiwillig allein oder liiert oder verheiratet oder getrennt oder was auch immer – jeder für sich ist wertvoll und liebenswert, und das Prädikat Single sollte keinerlei Bewertung (positiv oder negativ) über einen Menschen abgeben!


Die Arme eines Mannes

Samstag, 23.August 2008

Gestern abend saß ich gemütlich vor dem Fernseher und sah mir ein paar Folgen der Golden Girls an, als ich plötzlich über einen Satz stolperte, der für mich viel Wahres enthält. Überraschenderweise stammt er von Rose und ist absolut nicht komisch oder dumm oder so, sondern einfach… tja, wahr eben. Sie sagte:

„Ich finde, dass die Art, wie dich ein Mann in den Armen hält, viel Aufschluss über ihn gibt.“

Ich wurde in meinem knapp 30jährigen Leben schon von dem einen oder anderen paar Arme gehalten, in den verschiedensten Situationen und mit den verschiedensten Hintergründen. Ich kenne viele unterschiedliche Umarmungen. Starke und schwache, ehrliche und geheuchelte, schmerzende und wohltuende, tröstende, schlappe, Kraft spendende oder solche, bei denen ich das Gefühl hatte, hier selber stützen zu müssen… Manche wollten deutlich mehr als nur umarmen, manche lösten bei mir den Wunsch nach mehr aus, manche waren ein Ausdruck der Freude, manche einer des Abschieds, manche machten glücklich, manche eher beklommen, und manche hielten nicht das, was ich mir vorher von ihnen versprochen hatte. Ich denke, diese Umarmungen kennt ihr alle irgendwie. Ich umarme gerne und viel und jeden, den ich irgendwie mag, Männlein und Weiblein.

Doch zurück zum Zitat von Rose. Ich habe es schon erlebt, dass ich mich bei einem Mann sehr wohl gefühlt habe und es auch ziemlich geknistert hat. Ich sehnte mich nach einer Umarmung und versprach mir sehr viel davon. Und dann war diese Umarmung nur… schlapp, kraftlos, wie mit Weichspüler behandelt. Damit kann ich persönlich nichts anfangen. Es ist genau so wie mit diesem Waschlappen-Händedruck. Ich mag lieber einen festen, ehrlichen Händedruck (und zwar von Frauen und von Männern!) und nicht dieses Gefühl, oha, jetzt hätte ich fast was kaputt gemacht…! Und das Gleiche gilt eben auch für Umarmungen. Ich möchte fest gehalten werden, mich geborgen und als Frau fühlen, und zwar nicht als zarte, zerbrechliche Frau, die man(n) um Himmels Willen nicht zu fest anfassen darf, sondern als Frau, die festzuhalten sich lohnt.

Für mich ist die Art und Weise, wie mich ein Mann in seinen Armen hält, sehr vielsagend und wichtig – wie wichtig, dass habe ich erst gemerkt, als ich meinen Mann kennen gelernt habe. An dieser Stelle muss ich zum tausendsten Mal oder so meiner lieben Schwiegermama all meinen Dank sagen, denn eigentlich ist sie „Schuld“ daran, dass mir ihr Sohn so imponiert hat. Sie hat ihm nämlich beigebracht, dass man(n) eine Frau eben fest im Arm halten sollte und nicht weich-waschlappig. Das gilt für Umarmungen ebenso wie (vielleicht vor allem) für das Arm-in-Arm-gehen. Von Anfang an habe ich es geliebt, mich in den Armen meines Mannes (der damals noch nicht einmal mein Freund war) zu befinden. Ich habe mich dort immer geborgen und sicher und gleichzeitig respektiert und geliebt gefühlt und tue das immer noch – für mich die perfekte Mischung und die perfekte Umarmung. Und ich wünschte, mehr Mütter würden ihren Söhnen sagen, wie man eine Frau in den Armen hält (vom Händedruck ganz zu schweigen), denn das würde sicher in Zukunft vielen Frauen inklusive meiner Tochter irgendwann in tausend Jahren gefallen. Ich jedenfalls habe mir das für meine Kinder fest vorgenommen – sofern sie es nicht eh schon von ihrem Vater lernen.


Schönes und Weises – Interesse am Anderen

Donnerstag, 21.August 2008

Interessiere Dich für andre, wenn Du willst, dass andre sich für Dich interessieren sollen! Wer unteilnehmend, ohne Sinn für Freundschaft, Wohlwollen und Liebe, nur sich selber lebt, der bleibt verlassen, wenn er sich nach fremdem Beistande sehnt.

– Adolpf Freiherr von Knigge –

Der gute Knigge hat ja bekanntlich nicht nur über gutes Benehmen geschrieben, sondern allgemein „Über den Umgang mit Menschen“. Mir fiel dieses so wahre Zitat heute zufällig in die Hände, und ich wusste sofort, dass ich es hier posten muss. Seit ich blogge und in Eure liebe große Blogfamilie aufgenommen wurde, ist mir so viel Interesse und liebevolle Freundschaft (ja, auch über das Internet!) entgegengebracht worden, dass ich mir ein Leben „ohne“ grade gar nicht mehr vorstellen kann!

Aber auch ich schlendere täglich mit großem Interesse und voller Vorfreude über Eure Seiten und nehme daraus viele gute Gedanken und Gefühle mit, und ich lerne auch viel von Euch.

Deshalb will ich Euch allen einfach mal sagen:

Schön, dass es Euch gibt!

🙂