Oooooooooaahhhhh…

Das ist so ungefähr das Geräusch, was ich allabendlich von mir gebe, wenn ich mich nach einem langen Tag endlich auf meine Matratze legen darf. Naja, ich gebe es nicht immer laut von mir, aber zumindest denke und fühle ich es.

Das ist für mich einer der köstlichsten Momente des Tages. Ich habe mein Tagwerk vollbracht und die nötige Bettschwere, war kurz zuvor nochmal bei meiner Lütten im Zimmer und habe sie zugedeckt und ihr eine Weile beim Schlafen zugesehen und zugehört, und nun bin ich an der Reihe. Ich genieße diesen Moment immer vollkommen, und mein Mann weiß genau, dass er mich in dieser ersten halben Minute, die ich in der Waagerechten verbringe, nicht ansprechen sollte.

Ich lege mich also auf den Rücken, genauer gesagt lasse ich mich irgendwie auf den Rücken fallen, und mit einem ausgiebigen Ausatmen lasse ich alles von mir abfallen. Ich spüre und bin immer wieder erstaunt, wie schlagartig alle meine Glieder ganz schwer werden. Tagsüber fühle ich mich immer leicht wie eine Feder. Es zieht die ganze Wirbelsäule hinauf, der Kopf liegt ganz schwer da, ich habe die Augen geschlossen und entspanne mich. Das tue ich nichtmal bewusst wie beim Yoga oder so, sondern es kommt zum Glück einfach von ganz alleine. Ebenso wie dieses in der Überschrift beschriebene Geräusch, das ich eben manchmal nicht unterdrücken kann will. Zu wissen, man darf nun liegen bleiben, die Augen schließen, sich an den Liebsten ankuscheln und schlafen, ist einfach so ein wunderbarer Gedanke! Aber am besten ist und bleibt dieses Gefühl direkt nach dem Hinlegen, diese Schwere, dieses Ausatmen, eben dieses Oooooooooooooaahhhhh…

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7 Responses to Oooooooooaahhhhh…

  1. Ecki sagt:

    Kuscheln wie herrlich! Ich gestehe, ich mag das auch verdammt gerne. Und dieses in die Waagerechte legen ist einfach Entspannung pur. Da ich körperlich schwer arbeite ist das wie Urlaub für den Körper… jeden Abend!

  2. Ulf Runge sagt:

    Liebe Mareike,

    WO hast Du diesen Beitrag geschrieben?
    Es klingt alles so „direkt in die Tastatur“ geschrieben 🙂

    Liebe Grüße,
    Ulf

  3. Schonzeit sagt:

    ich glaube das geht ganz vielen leuten auf der Welt so. Ich bin auch froh, wenn ich abends endlich im Bett liege. 10 Minuten vorher kann ch noch irgendwas anderes gemacht haben und plötzlich fühlt sich Bett einfach so richtig an.

  4. Sicht-Feld sagt:

    @ Ecki
    Ich bin ein absoluter Kuschel-Schläfer. Zumindest beim Einschlafen brauche ich ganz viel Nähe – später in der Nacht habe ich lieber mehr Platz, denn ich bewege mich viel im Schlaf.

    @ Ulf
    Wie meinst Du das? Ich schreibe die meisten meiner Texte sofort, wenn mir die Idee dazu kommt. Ich setze mich dann einfach hin und schreibe drauf los. Es kommt selten vor, dass ich einen Text nochmal überarbeite – da muss es schon ein besonders wichtiger oder guter Text sein. Ich schreibe lieber so, wie mir der Schnabel (bzw. die Finger) gewachsen ist (sind)…

    @ Schonzeit
    Stimmt, manchmal spürt man einfach, dass es an der Zeit ist. Und dann gibt es nichts besseres! 🙂

    Liebe Grüße an Euch Drei!

  5. andrea2007 sagt:

    Liebe Mareike, ich glaube Ulf meinte, der Artikel klingt, als wenn Du ihn im Bett geschrieben hättest, so echt, so überzeugend, so aus dem Moment, so ooooooaahhh…:-) Und das finde ich auch, ich hab beim ersten lesen erstmal herzhaft und total entspannt gegähnt, nicht weil es so langweilig ist, sondern so ansteckend, ich will mich jetzt sofort hinlegen…ooooooaahhhh…
    entspannte Grüsse andrea

  6. Ulf Runge sagt:

    Liebe Andrea,

    danke, Du kennst mich schon sehr lange 😉

    Liebe Mareike,

    ich wollte damit sagen, das KANNST DU NUR IM BETT geschrieben haben,
    so überzeugend kam das rüber.

    Liebe Grüße allen hier und einen schönen Abend noch…
    Ulf

  7. Schaps sagt:

    Ich kenne das auch, dass sich alle Körperteile erst so richtig schwer anfühlen wenn man im Bett ist.

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