Der Traum vom Haus II

Dienstag, 30.September 2008

Ihr Lieben,

nur ein kurzer Eintrag heute, denn ich habe mal wieder „viel umme Ohren“… Aber ich will es mir nicht nehmen lassen, Euch herzlich fürs Daumendrücken zu danken: Es hat gewirkt! Wir sind uns gestern mit den Noch-Besitzern unseres zukünftigen Hauses einig geworden und freuen uns wie verrückt! Nun stehen natürlich die üblichen Behörden- und Bankengänge an, und dann wird so bald wie möglich der Kaufvertrag unterschrieben, damit dann auch wirklich alles unter Dach und Fach ist. Und dann kann das Abenteuer Haus losgehen! 🙂

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Auf eigenen Beinen

Freitag, 26.September 2008

Heute habe ich wieder einen kleinen Meilenstein in der Entwicklung meiner Tochter miterlebt. Wir haben ihr heute ihr erstes richtiges paar Schuhe gekauft. Bisher hatte sie nur so ein paar Pseudo-Schuhe, die vor allem ihre Füße warm halten sollten, wenn wir draußen waren, und natürlich die obligatorischen Lauflern-Lederpuschen für die Wohnung oder die Krabbelgruppe.

Doch bei dem herrlichen goldenen Herbstwetter hat es uns nach draußen gezogen, und da ich sie nicht die ganze Zeit an den Buggy fesseln wollte, war es heute also soweit. Mal abgesehen davon, dass ich über den Preis ziemlich entsetzt war, sind die Schuhe einfach hinreißend niedlich. Größe 20, ist das zu fassen? Und vor allem: Ist es zu fassen, dass meine kleine Tochter, die doch eigentlich gerade erst geboren wurde, nun schon ihre ersten Draußen-Schuhe trägt? Sie kann zwar noch nicht alleine laufen, aber dafür sehr gut an zwei Händen oder wenn sie sich an unseren Möbeln entlanghangeln oder ihren Puppenwagen schieben kann. Und sie übt mit Hingabe und Ausdauer, sodass es sicher nicht mehr lange dauert, bis sie tatsächlich in dieser Frühform auf eigenen Beinen steht. Es ist so unbeschreiblich toll, das jeden Tag beobachten zu dürfen!

Wir haben die Schuhe übrigens auch gleich eingeweiht: Wir waren im Park und haben Enten gefüttert und hatten eine Menge Spaß dabei. Ganz nebenbei ist es uns auch gelungen, ein Lächeln auf viele fremde Gesichter zu zaubern…

Ist das Leben nicht schön?!


Ich wollte immer schon mal…

Donnerstag, 25.September 2008

Die liebe Dori hat mir ein Stöckchen zugedacht, welches sie wiederum von Zentao erhalten hat. Es geht darin nur um eine einzige Frage, nämlich die, was man schon immer mal machen wollte. Nachdem auch ich darüber nun ein paar Tage nachgedacht habe, habe ich mich für eine Antwort entschieden. Einmal am Strand übernachten, einmal nach Nepal reisen, einmal eine Sinfonie von Mendelssohn mitspielen, einmal einen Regenwurm essen, einmal ein Buch schreiben, einmal eine Diät durchhalten… Das alles sind Dinge, die ich hätte tun können und aus den verschiedensten Gründen nicht getan habe. Doch um sie soll es hier gar nicht gehen.

Was wolltest Du schon immer einmal machen, Mareike?

Ich wollte schon immer mal im Sommer ganz früh morgens aufstehen, am besten noch vor Sonnenaufgang, und mich dann mit meiner Fotokamera irgendwo in die Natur setzen und versuchen, dieses ganz besondere Dämmerlicht einzufangen. Dieses graubläuliche Lichtgemisch, während dessen die Vögel am intensivsten singen und das sich immer mehr in einen rötlichen Goldton verwandelt, welcher das Erscheinen der Sonne verspricht. Die ersten Sonnenstrahlen, die zwischen zwei Hügeln durchbrechen oder durch das Blattwerk eines Busches blinzeln. Diese ganz besondere Stille und dieses verheißungsvolle Erwachen, vielleicht ein paar Nebelschleier über einer Wiese oder den Tau auf einer Blüte.

Doch ich glaube, es gibt einen Grund dafür, dass ich das noch nicht getan habe: Ich fürchte, ich werde von dem Ergebnis enttäuscht sein. Das, was ich sehe und empfinde, spüre, rieche und höre, wird sich nicht auf einen Digitalchip bannen lassen und auch nicht auf Papier. Was vielleicht sogar gut so ist. Ein Grund mehr, sich mal wieder an einem frühen Sommermorgen hinauszusetzen, ohne Kamera, mitten in eine Wiese, und das Erwachen einfach auf sich wirken zu lassen…

Liebe Dori, ich hoffe, das beantwortet Deine Frage. Es hat mir Spaß gemacht, darüber nachzudenken und meine Gedanken niederzuschreiben.

Ich gebe dieses Stöckchen sehr gerne weiter an

Schonzeit

Andrea (der Du es ja auch bereits zugedacht hast)

Schaps

Ulf

und Bonafilia

und an alle, die es sonst noch gerne aufsammeln möchten.

Und bin gespannt auf Eure Antworten!


Mein Gute-Laune-Song

Donnerstag, 25.September 2008

Seit ein paar Tagen habe ich morgens im Bad mehrmals diesen Song im Radio gehört, und jedes Mal hat er bei mir gute Laune ausgelöst. Hier ist er: Ich + Ich – Nichts bringt mich runter. Der Song klingt nach Gelassenheit, Optimismus und Lebensfreude, und ich finde, das spiegeln auch die Gesichter im Video wider.

Nichts bringt mich runter. Ich schaue einfach, was so kommt, und mache etwas daraus. Es geht mir gut, und ich habe alles, was man sich wünschen kann. Mehr wäre unnötig. Mein Leben ist super so, wie es ist. Ich weiß zwar genau, auf welches Ziel ich zurzeit zufliege, aber ich mag es auch, morgens beim Aufwachen eben nicht zu wissen, was der Tag so bringen wird. Ich fliege einfach drauflos und lasse mich überraschen. Und nichts bringt mich runter. Mit dieser Einstellung im Bauch bin ich auch gleich viel gelassener, komme, was da wolle. Ich habe Sonne im Herzen und ein Lächeln auf den Lippen. Ich fühle mich allem gewachsen.


Der Traum vom Haus I

Dienstag, 23.September 2008

Seit inzwischen gut einem Dreivierteljahr sehen mein Herzallerliebster und ich uns nach einer eigenen Immobilie um. Daran, dass wir das wie gesagt seit Anfang des Jahres tun, kann man sehen, dass es sich nicht ganz einfach gestaltet, hier etwas zu finden, das a) schön ist, b) gut gelegen ist, c) unseren räumlichen Ansprüchen genügt, d) keinen Renovierungsstau hat und vor allem e) erschwinglich ist. Wir hatten uns das zumindest leichter vorgestellt und hatten ursprünglich mal vorgehabt, den Sommer bzw. unsere Geburtstage im September bzw. Weihnachten bzw. Ostern 2009 in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Der Zeitplan verrutschte immer weiter nach hinten, und es gab auch schon Phasen, in denen wir dachten, wir finden nie was zu den o.g. Kriterien. Aber man soll ja nicht aufgeben.

Gerade in der letzten Woche mussten wir wieder feststellen, dass eine Doppelhaushälfte, die wir näher ins Auge gefasst hatten, kurzfristig verkauft worden war, nachdem sie ein halbes Jahr leer gestanden hatte. Vor allem ich war darüber recht enttäuscht. Freunde sagten uns daraufhin, hey, dann sollte es eben nicht sein. Dann kommt noch etwas Besseres. Von einem Tag auf den anderen, ihr werdet sehen. Ich grinste nur halbherzig und hielt das für einen schwachen Trost.

Doch dann…

Gleich am nächsten Tag, am Sonntag nämlich, hatte ich einen weiteren Besichtigungstermin. Da ich grundsätzlich mehr zu meckern auszusetzen habe als mein Mann und da ich gleichzeitig mehr Zeit für so etwas habe, sehe ich mir die Häuser neuerdings erst einmal alleine an. Wenn etwas näher in Frage kommt, schicke ich dann meinen Mann nochmal hin. Tja, und was soll ich sagen? Ich sah mir also dieses Haus an, und je mehr ich davon sah, umso mehr wurde mir klar, dass es das ist! Das Haus passt perfekt in unsere Kriterien, bietet alle Möglichkeiten für unsere weiteren familiären und beruflichen Pläne, liegt gut, ist groß und schön, und was das wichtigste ist: Ich kann mir richtig vorstellen, darin zu leben. Mein Bauch sagt vorbehaltslos ja, und das hat er bisher nie getan!

Am Montagabend habe ich also meinen Mann und einen befreundeten Bauingenieur hingeschickt, und auch die beiden waren sich einig: das sollten wir nehmen! Unglaublich! Da das Haus erst seit wenigen Tagen zum Verkauf steht und wir bisher die einzigen sind, die es angesehen haben, rechnen wir uns naiverweise auch gute Chancen aus, es zu bekommen. Wir werden heute nachmittag den Makler anrufen und das Haus reservieren, und dann…

Ihr Lieben, drückt uns ganz doll die Daumen, dass wir nun endlich Glück haben! Es würde sich ein Herzenswunsch von uns erfüllen und eine lang gehegte Sehnsucht wahr werden! Ihr merkt ja, wie aufgeregt ich bin! Es fühlt sich einfach RICHTIG an!

Ich halte Euch auf dem Laufenden!


Entgegenkommen

Montag, 22.September 2008

Zu Beginn meiner Bloggerkarriere habe ich einen… nun, sagen wir, einen etwas kritischen Artikel über Grünflächenpfleger und insbesondere über deren Arbeitsgerät gepostet. Heute nun ist es mal wieder soweit. Die motorbetriebenen Heckenstutzer toben wieder rund um unsere Wohnanlage. Meine nervliche Anspannung wurde auch nicht gerade dadurch besser, dass sie etwa um 11.55 Uhr begannen, also gerade kurz vor der offiziellen Mittags(-ruhe-!)zeit und etwa zehn Minuten, nachdem ich meine Tochter zum Mittagsschlaf hingelegt hatte.

Doch – ich kann es selbst kaum glauben! – dies soll dennoch ein lobender und durchaus positiver Artikel werden. Zunächst wurde an der Seite des Hauses und hinter dem Haus gearbeitet, also dort, wo das Kinderzimmer nicht liegt. Nach kurzer Zeit machte man sogar etwa zwanzig Minuten Pause (ich frage mich von was). Doch dann ging es weiter, genau unter dem Fenster, hinter dem meine Kleine noch mindestens eine Stunde schlummern sollte. Nun bin ich eigentlich ein eher genügsamer und in solchen Fällen tatsächlich eher schüchterner Mensch, der solche Dinge vielleicht auch viel zu oft hinnimmt. Aber wenn es um meine Tochter geht, werde ich ja zur Löwin mutig.

Ich bin also demonstrativ das Babyfon in der Hand haltenderweise zu dem jungen Mann mit der Geräuschquelle hinuntergestiefelt und habe ihn freundlich gebeten, doch erst woanders weiterzuarbeiten, da meine Tochter keine fünf Meter entfernt schlafe. Und siehe da: er lächelte freundlich und sagte, das sei überhaupt kein Problem. Boah! Ich habe mich richtig gefreut und war sehr dankbar über dieses Entgegenkommen – ich habe tatsächlich zum ersten Mal in meinem Leben einen Grünflächenpfleger angelächelt! Und das will etwas heißen.

Ich merke gerade, dass dieser Artikel leicht ironisch klingt. Das soll er jedoch in seiner Grundaussage bitte nicht, denn damit ist es mir ernst. Ich habe wieder einmal erfahren, dass man mit Freundlichkeit sehr gut weiterkommen kann – vermutlich weiter als mit Schimpfen und Drohen. Ich habe eine Bestätigung bekommen dafür, dass ich über meinen Schatten gesprungen bin und einen Mitmenschen um Rücksicht gebeten habe. Und ich habe gelernt, dass ich so etwas wohl in Zukunft öfter mal probieren sollte. Und – nicht zuletzt – ich habe eine entspannte Mittagspause, meine Tochter schläft seit zwei Stunden, und ich hatte sogar noch Zeit, die Dankbarkeit über das Entgegenkommen des Grünflächenpflegers hier mit Euch zu teilen. 🙂

PS: Unten ist schon wieder Ruhe, machen die schon wieder Pause…?!?


Kuckuck, Schonzeit…?!

Sonntag, 21.September 2008

Hier nur eine kleine Info an alle, die sich wie ich schon gewundert haben, wo mein Bruderherz Schonzeit steckt: Es geht ihm gut – er hat es wohl nur irgendwie geschafft, seinen PC vorübergehend außer Gefecht zu setzen. Ich habe jedoch seine Zusage, dass er bald wieder mitmischt und auch schon viel zu erzählen hat.

Bruderherz, Du hast unser aller Mitgefühl. Ein Leben ohne Internet können sich vermutlich die wenigsten von uns noch vorstellen… 🙂