Der Traum vom Haus II

Dienstag, 30.September 2008

Ihr Lieben,

nur ein kurzer Eintrag heute, denn ich habe mal wieder „viel umme Ohren“… Aber ich will es mir nicht nehmen lassen, Euch herzlich fürs Daumendrücken zu danken: Es hat gewirkt! Wir sind uns gestern mit den Noch-Besitzern unseres zukünftigen Hauses einig geworden und freuen uns wie verrückt! Nun stehen natürlich die üblichen Behörden- und Bankengänge an, und dann wird so bald wie möglich der Kaufvertrag unterschrieben, damit dann auch wirklich alles unter Dach und Fach ist. Und dann kann das Abenteuer Haus losgehen! 🙂


Auf eigenen Beinen

Freitag, 26.September 2008

Heute habe ich wieder einen kleinen Meilenstein in der Entwicklung meiner Tochter miterlebt. Wir haben ihr heute ihr erstes richtiges paar Schuhe gekauft. Bisher hatte sie nur so ein paar Pseudo-Schuhe, die vor allem ihre Füße warm halten sollten, wenn wir draußen waren, und natürlich die obligatorischen Lauflern-Lederpuschen für die Wohnung oder die Krabbelgruppe.

Doch bei dem herrlichen goldenen Herbstwetter hat es uns nach draußen gezogen, und da ich sie nicht die ganze Zeit an den Buggy fesseln wollte, war es heute also soweit. Mal abgesehen davon, dass ich über den Preis ziemlich entsetzt war, sind die Schuhe einfach hinreißend niedlich. Größe 20, ist das zu fassen? Und vor allem: Ist es zu fassen, dass meine kleine Tochter, die doch eigentlich gerade erst geboren wurde, nun schon ihre ersten Draußen-Schuhe trägt? Sie kann zwar noch nicht alleine laufen, aber dafür sehr gut an zwei Händen oder wenn sie sich an unseren Möbeln entlanghangeln oder ihren Puppenwagen schieben kann. Und sie übt mit Hingabe und Ausdauer, sodass es sicher nicht mehr lange dauert, bis sie tatsächlich in dieser Frühform auf eigenen Beinen steht. Es ist so unbeschreiblich toll, das jeden Tag beobachten zu dürfen!

Wir haben die Schuhe übrigens auch gleich eingeweiht: Wir waren im Park und haben Enten gefüttert und hatten eine Menge Spaß dabei. Ganz nebenbei ist es uns auch gelungen, ein Lächeln auf viele fremde Gesichter zu zaubern…

Ist das Leben nicht schön?!


Ich wollte immer schon mal…

Donnerstag, 25.September 2008

Die liebe Dori hat mir ein Stöckchen zugedacht, welches sie wiederum von Zentao erhalten hat. Es geht darin nur um eine einzige Frage, nämlich die, was man schon immer mal machen wollte. Nachdem auch ich darüber nun ein paar Tage nachgedacht habe, habe ich mich für eine Antwort entschieden. Einmal am Strand übernachten, einmal nach Nepal reisen, einmal eine Sinfonie von Mendelssohn mitspielen, einmal einen Regenwurm essen, einmal ein Buch schreiben, einmal eine Diät durchhalten… Das alles sind Dinge, die ich hätte tun können und aus den verschiedensten Gründen nicht getan habe. Doch um sie soll es hier gar nicht gehen.

Was wolltest Du schon immer einmal machen, Mareike?

Ich wollte schon immer mal im Sommer ganz früh morgens aufstehen, am besten noch vor Sonnenaufgang, und mich dann mit meiner Fotokamera irgendwo in die Natur setzen und versuchen, dieses ganz besondere Dämmerlicht einzufangen. Dieses graubläuliche Lichtgemisch, während dessen die Vögel am intensivsten singen und das sich immer mehr in einen rötlichen Goldton verwandelt, welcher das Erscheinen der Sonne verspricht. Die ersten Sonnenstrahlen, die zwischen zwei Hügeln durchbrechen oder durch das Blattwerk eines Busches blinzeln. Diese ganz besondere Stille und dieses verheißungsvolle Erwachen, vielleicht ein paar Nebelschleier über einer Wiese oder den Tau auf einer Blüte.

Doch ich glaube, es gibt einen Grund dafür, dass ich das noch nicht getan habe: Ich fürchte, ich werde von dem Ergebnis enttäuscht sein. Das, was ich sehe und empfinde, spüre, rieche und höre, wird sich nicht auf einen Digitalchip bannen lassen und auch nicht auf Papier. Was vielleicht sogar gut so ist. Ein Grund mehr, sich mal wieder an einem frühen Sommermorgen hinauszusetzen, ohne Kamera, mitten in eine Wiese, und das Erwachen einfach auf sich wirken zu lassen…

Liebe Dori, ich hoffe, das beantwortet Deine Frage. Es hat mir Spaß gemacht, darüber nachzudenken und meine Gedanken niederzuschreiben.

Ich gebe dieses Stöckchen sehr gerne weiter an

Schonzeit

Andrea (der Du es ja auch bereits zugedacht hast)

Schaps

Ulf

und Bonafilia

und an alle, die es sonst noch gerne aufsammeln möchten.

Und bin gespannt auf Eure Antworten!


Mein Gute-Laune-Song

Donnerstag, 25.September 2008

Seit ein paar Tagen habe ich morgens im Bad mehrmals diesen Song im Radio gehört, und jedes Mal hat er bei mir gute Laune ausgelöst. Hier ist er: Ich + Ich – Nichts bringt mich runter. Der Song klingt nach Gelassenheit, Optimismus und Lebensfreude, und ich finde, das spiegeln auch die Gesichter im Video wider.

Nichts bringt mich runter. Ich schaue einfach, was so kommt, und mache etwas daraus. Es geht mir gut, und ich habe alles, was man sich wünschen kann. Mehr wäre unnötig. Mein Leben ist super so, wie es ist. Ich weiß zwar genau, auf welches Ziel ich zurzeit zufliege, aber ich mag es auch, morgens beim Aufwachen eben nicht zu wissen, was der Tag so bringen wird. Ich fliege einfach drauflos und lasse mich überraschen. Und nichts bringt mich runter. Mit dieser Einstellung im Bauch bin ich auch gleich viel gelassener, komme, was da wolle. Ich habe Sonne im Herzen und ein Lächeln auf den Lippen. Ich fühle mich allem gewachsen.


Der Traum vom Haus I

Dienstag, 23.September 2008

Seit inzwischen gut einem Dreivierteljahr sehen mein Herzallerliebster und ich uns nach einer eigenen Immobilie um. Daran, dass wir das wie gesagt seit Anfang des Jahres tun, kann man sehen, dass es sich nicht ganz einfach gestaltet, hier etwas zu finden, das a) schön ist, b) gut gelegen ist, c) unseren räumlichen Ansprüchen genügt, d) keinen Renovierungsstau hat und vor allem e) erschwinglich ist. Wir hatten uns das zumindest leichter vorgestellt und hatten ursprünglich mal vorgehabt, den Sommer bzw. unsere Geburtstage im September bzw. Weihnachten bzw. Ostern 2009 in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Der Zeitplan verrutschte immer weiter nach hinten, und es gab auch schon Phasen, in denen wir dachten, wir finden nie was zu den o.g. Kriterien. Aber man soll ja nicht aufgeben.

Gerade in der letzten Woche mussten wir wieder feststellen, dass eine Doppelhaushälfte, die wir näher ins Auge gefasst hatten, kurzfristig verkauft worden war, nachdem sie ein halbes Jahr leer gestanden hatte. Vor allem ich war darüber recht enttäuscht. Freunde sagten uns daraufhin, hey, dann sollte es eben nicht sein. Dann kommt noch etwas Besseres. Von einem Tag auf den anderen, ihr werdet sehen. Ich grinste nur halbherzig und hielt das für einen schwachen Trost.

Doch dann…

Gleich am nächsten Tag, am Sonntag nämlich, hatte ich einen weiteren Besichtigungstermin. Da ich grundsätzlich mehr zu meckern auszusetzen habe als mein Mann und da ich gleichzeitig mehr Zeit für so etwas habe, sehe ich mir die Häuser neuerdings erst einmal alleine an. Wenn etwas näher in Frage kommt, schicke ich dann meinen Mann nochmal hin. Tja, und was soll ich sagen? Ich sah mir also dieses Haus an, und je mehr ich davon sah, umso mehr wurde mir klar, dass es das ist! Das Haus passt perfekt in unsere Kriterien, bietet alle Möglichkeiten für unsere weiteren familiären und beruflichen Pläne, liegt gut, ist groß und schön, und was das wichtigste ist: Ich kann mir richtig vorstellen, darin zu leben. Mein Bauch sagt vorbehaltslos ja, und das hat er bisher nie getan!

Am Montagabend habe ich also meinen Mann und einen befreundeten Bauingenieur hingeschickt, und auch die beiden waren sich einig: das sollten wir nehmen! Unglaublich! Da das Haus erst seit wenigen Tagen zum Verkauf steht und wir bisher die einzigen sind, die es angesehen haben, rechnen wir uns naiverweise auch gute Chancen aus, es zu bekommen. Wir werden heute nachmittag den Makler anrufen und das Haus reservieren, und dann…

Ihr Lieben, drückt uns ganz doll die Daumen, dass wir nun endlich Glück haben! Es würde sich ein Herzenswunsch von uns erfüllen und eine lang gehegte Sehnsucht wahr werden! Ihr merkt ja, wie aufgeregt ich bin! Es fühlt sich einfach RICHTIG an!

Ich halte Euch auf dem Laufenden!


Entgegenkommen

Montag, 22.September 2008

Zu Beginn meiner Bloggerkarriere habe ich einen… nun, sagen wir, einen etwas kritischen Artikel über Grünflächenpfleger und insbesondere über deren Arbeitsgerät gepostet. Heute nun ist es mal wieder soweit. Die motorbetriebenen Heckenstutzer toben wieder rund um unsere Wohnanlage. Meine nervliche Anspannung wurde auch nicht gerade dadurch besser, dass sie etwa um 11.55 Uhr begannen, also gerade kurz vor der offiziellen Mittags(-ruhe-!)zeit und etwa zehn Minuten, nachdem ich meine Tochter zum Mittagsschlaf hingelegt hatte.

Doch – ich kann es selbst kaum glauben! – dies soll dennoch ein lobender und durchaus positiver Artikel werden. Zunächst wurde an der Seite des Hauses und hinter dem Haus gearbeitet, also dort, wo das Kinderzimmer nicht liegt. Nach kurzer Zeit machte man sogar etwa zwanzig Minuten Pause (ich frage mich von was). Doch dann ging es weiter, genau unter dem Fenster, hinter dem meine Kleine noch mindestens eine Stunde schlummern sollte. Nun bin ich eigentlich ein eher genügsamer und in solchen Fällen tatsächlich eher schüchterner Mensch, der solche Dinge vielleicht auch viel zu oft hinnimmt. Aber wenn es um meine Tochter geht, werde ich ja zur Löwin mutig.

Ich bin also demonstrativ das Babyfon in der Hand haltenderweise zu dem jungen Mann mit der Geräuschquelle hinuntergestiefelt und habe ihn freundlich gebeten, doch erst woanders weiterzuarbeiten, da meine Tochter keine fünf Meter entfernt schlafe. Und siehe da: er lächelte freundlich und sagte, das sei überhaupt kein Problem. Boah! Ich habe mich richtig gefreut und war sehr dankbar über dieses Entgegenkommen – ich habe tatsächlich zum ersten Mal in meinem Leben einen Grünflächenpfleger angelächelt! Und das will etwas heißen.

Ich merke gerade, dass dieser Artikel leicht ironisch klingt. Das soll er jedoch in seiner Grundaussage bitte nicht, denn damit ist es mir ernst. Ich habe wieder einmal erfahren, dass man mit Freundlichkeit sehr gut weiterkommen kann – vermutlich weiter als mit Schimpfen und Drohen. Ich habe eine Bestätigung bekommen dafür, dass ich über meinen Schatten gesprungen bin und einen Mitmenschen um Rücksicht gebeten habe. Und ich habe gelernt, dass ich so etwas wohl in Zukunft öfter mal probieren sollte. Und – nicht zuletzt – ich habe eine entspannte Mittagspause, meine Tochter schläft seit zwei Stunden, und ich hatte sogar noch Zeit, die Dankbarkeit über das Entgegenkommen des Grünflächenpflegers hier mit Euch zu teilen. 🙂

PS: Unten ist schon wieder Ruhe, machen die schon wieder Pause…?!?


Kuckuck, Schonzeit…?!

Sonntag, 21.September 2008

Hier nur eine kleine Info an alle, die sich wie ich schon gewundert haben, wo mein Bruderherz Schonzeit steckt: Es geht ihm gut – er hat es wohl nur irgendwie geschafft, seinen PC vorübergehend außer Gefecht zu setzen. Ich habe jedoch seine Zusage, dass er bald wieder mitmischt und auch schon viel zu erzählen hat.

Bruderherz, Du hast unser aller Mitgefühl. Ein Leben ohne Internet können sich vermutlich die wenigsten von uns noch vorstellen… 🙂


Schönes und Weises – Wie ich dich liebe

Freitag, 19.September 2008

„Ich liebe Dich so, wie die Flüsse den Regen lieben, wie die Blumen die Sonne und wie die Küsten das Meer. (…) So wie das Meer den Sand der Küste mit sich nimmt, so möchte ich, dass Du immer bei mir bist. So wie die Sonne die Blumen zum Strahlen bringt, macht es mich glücklich, dass ich Dich zum Lächeln bringen kann, wenn Du mich siehst. So wie der Regen den Fluss begehrt, sehnt sich mein Herz nach Dir. Du erst machst mich vollkommen. Ohne Dich kann ich nicht der sein, der ich bin.“

aus: „So lieb hab ich dich“ – einem süßen kleinen Büchlein von Felicia Rose Querido

Dazu kann ich beim besten Willen nichts mehr ergänzen. Erfreut Euch einfach an diesen liebevollen Worten und nehmt sie mit durch den Tag!


Erkenntnis des Tages

Mittwoch, 17.September 2008

Es ist nicht möglich, Lasagne sauber aus der Auflaufform zu heben und dann nett und ordentlich auf einem Teller anzurichten. Es ist einfach nicht möglich.


Abitreffen – Nachtrag

Mittwoch, 17.September 2008

Im Rahmen unseres 10jährigen Abi-Treffens hatten wir Gelegenheit, dass Allerheiligste Lehrerzimmer unserer alten Schule zu betreten und unsere Abiklausuren von Anno Dazumal einzusehen. Wow! Das war ja vielleicht ein Erlebnis! Und bei jeder der drei Klausuren wurde mir etwas Anderes klar.

Mathe. Hey, genausogut hätte man mir auch chinesische Schriftzeichen vorlegen können – ich habe so gut wie nichts mehr verstanden von dem, was ich damals geschrieben habe. Cosinus, Tangens, f(x) und lauter so Zeug… gruselig, echt! Und vor allem: Ich konnte das mal! Mit einer schwerwiegenden Betonung auf konnte.

Englisch. Die Kurzgeschichte, über die wir geschrieben haben, habe ich noch nie gesehen, ich schwöre! Wenn mich jemand gefragt hääte, hätte ich vermutlich geantwortet, wir hätten über Macbeth oder sowas geschrieben, aber die Wahrheit ist: Ich habe einen totalen Blackout, was diese Klausur betrifft! Zum Glück hatte ich den damals nicht…

Deutsch. Okay, meine Klausur war zumindest von der Wortzahl her wie immer so ziemlich die längste des ganzen Kurses. Ich neige eben dazu, viele Worte zu gebrauchen. Sonst gäbe es auch diese Seite nicht. Nur frage ich mich manchmal, wer um Himmels Willen liest das Zeug??? Zumindest bei meiner Deutschklausur habe ich mich das gefragt. Wie kann man nur freiwillig Deutsch in der Oberstufe unterrichten, wenn man dann hunderte solcher Klausuren nicht nur lesen, sondern auch noch bewerten muss? Die Zeit hätte ich gar nicht…! Aber meine liebe Deutsch-LK-Lehrerin hat wenigstens Geld dafür bekommen – ganz regulär, versteht sich, nicht etwa dafür, dass sie mich hat bestehen lassen… 😉


Zehn Jahre Abi…

Montag, 15.September 2008

Am vergangenen Wochenende war es auch bei mir soweit: das Bestehen des Abiturs jährte sich 2008 zum zehnten Mal, und so wurde bereits vor Monaten ein großes Jahrgangstreffen geplant.

Kaum stand endlich der endgültige Termin fest, da hatte ich auch schon einen Flug in die alte Heimat gebucht – nachdem mein Liebster mir großzügig erlaubt hatte zu fahren, obwohl er am Sonntag (meinem Rückreisetag) Geburtstag hatte. Er durfte sich dafür zum ersten Mal ein Wochenende alleine mit unserer Tochter machen und hat dies auch in vollen Zügen genossen. Und ich war also das erste Mal seit Beginn meiner Schwangerschaft für ganze 29 Stunden mal etwas weiter entfernt von meiner Kleinen… Aber auch ich habe das gut überstanden, um das gleich mal vorwegzunehmen.

Ursprünglich sollte das Ganze sehr groß aufgezogen werden, mit den knapp 90 Ehemaligen unseres Jahrganges, mit Lehrern, gemietetem Saal und Catering-Buffet usw. Schlussendlich fiel es dann deutlich kleiner aus als erwartet, wobei mir nicht recht klar ist, warum. Doch obwohl es schade war, dass nur etwa 25 Leute und ein ganzer Lehrer (!) anwesend waren, dass der Saal durch ein Behelfs-Klassenzimmer ersetzt wurde und das Buffet eher fade schmeckte – ich hatte trotzdem einen tollen Abend!

Die meisten Mitschüler von damals habe ich tatsächlich seit Jahren nicht mehr gesehen, und auf dem Flug von Bonn nach Hamburg am Samstag habe ich mit Hilfe der alten Abizeitung erst noch einmal Namen gebüffelt. Trotzdem musste ich bei einigen schon mehrmals hinsehen, um sie identifizieren zu können. Andere wiederum haben sich absolut überhaupt nicht verändert. Es war auch alles vertreten: vom Langzeit-Studi über den zweifachen Familienvater bis hin zur Karrierefrau. Und das bei nur 25 Leuten!

Insbesondere die Nachwuchsfreudigkeit unseres Jahrganges hat mich sehr verblüfft. Bei unserem letzten Treffen vor fünf Jahren war ich die einzige, die bereits verheiratet war. Inzwischen haben mich doch eine ganze Menge „überholt“ und haben nicht nur geheiratet, sondern sogar zwei Kinder. Das freut mich sehr, und so gab es gleich eine Menge Gesprächsthemen mit Leuten, mit denen ich damals fast nie etwas zu tun hatte…!

Am meisten jedoch habe ich mich mit gefreut… Nein, Moment, ich muss das anders beginnen. Das Treffen wurde anhand von Rundmails geplant, und in der Verteilerliste fanden sich viele altbekannte sowie auch neue (Nach-)namen. So erfuhr ich nur anhand der Emailadresse im Verteiler, dass eine liebe Freundin von mir, die ihren damaligen Freund vor 15 Jahren im Tanzkurs, an dem auch ich teilnahm, kennen gelernt hatte, diesen inzwischen geheiratet hatten. Schon als ich das las, freute ich mich unheimlich mit, denn die beiden waren irgendwie immer das perfekte Paar gewesen. Und als ich diese Freundin dann vorgestern vor der Schule wiedersah, war nicht zu übersehen, dass auch sich auch bei ihnen Nachwuchs angekündigt hat! Sie strahlte so von innen heraus und wirkte so glücklich – das hat mich einfach auch glücklich gemacht!

Leider war von meinen richtig engen Freunden von damals tatsächlich niemand anwesend, sodass ich zunächst schon befürchtete, dass es für mich ein sehr kurzer Abend werden würde. Doch dann kam ich mit vielen Leuten ins Gespräch, die damals zu anderen Cliquen oder in andere LKs gehört hatten, und ich lernte richtig tolle, interessante Menschen kennen! Das habe ich sehr genossen, und ich bin bis weit nach Mitternacht geblieben. Wie man sich einen solchen nostalgischen Abend entgehen lassen kann, ist mir schleierhaft! (Allerdings bin ich auch immer richtig gerne zur Schule gegangen – das kann ja leider nicht jeder von sich sagen…)

Wie dem auch sei – ich freue mich jetzt schon auf das nächste Abitreffen und hoffe, dass es nicht nochmal zehn Jahre dauert! Bis dahin werde ich jedenfalls die neu geknüpften Verbindungen pflegen und zusehen, dass ich ein paar verschüttete Verbindungen wieder ausgraben kann. Man muss sein Heimweh ja schließlich pflegen…

😉


Schönes und Weises – Der Liebe Zeichen

Freitag, 12.September 2008

Der Liebe Zeichen sind sechs:

sie schenkt und lässt sich beschenken,

sie erzählt und erfragt Geheimnisse,

sie genießt und gewährt Genuss.

– Indische Lebensweisheit –

In diesen kurzen Zeilen steckt wahrhaftig alles, was die Liebe ausmacht. Zu lieben bedeutet natürlich, jede Menge zu geben, aber es bedeutet auch, annehmen zu können. Liebe bedeutet, dem anderen zu vertrauen und sich ihm anzuvertrauen, aber sie bedeutet auch, sich für den anderen zu interessieren und ihn kennen zu wollen. Und was den Genuss betrifft…

Sicherlich gilt diese Lebensweisheit zunächst in besonderem Maße für die Liebe zwischen zwei Lebenspartnern, doch in meinen Augen ist sie ausdehnbar auf alle Beziehungen zu Menschen, die uns etwas bedeuten. Kinder, Eltern, Geschwister, Freunde, Verwandte, Kollegen oder vielleicht sogar unsere Zahnärztin. Wie intensiv diese sechs Zeichen der Liebe dann im Einzelfall umgesetzt werden, kommt immer auf die Konstellation an – aber als Basis müssen sie schon irgendwie alle da sein. Geben und Nehmen, Preisgeben und Interessieren, gemeinsam Freude erleben.

Was für eine schöne Formel, und wie einfach eigentlich…!


Gimme Five – Das 5×5-Musik-Stöckchen

Mittwoch, 10.September 2008

Mein allerliebstes Bruderherz Schonzeit hat ein Stöckchen kreiert und damit wild in der Gegend herumgeworfen. Freudig kläffend habe auch ich es aufgefangen. O-Ton: „Es geht um die jeweiligen Highlights aus den jeweiligen Gebieten. Die herausragenden Beispiele und vielleicht auch um die Gründe, warum sie so herausragend sind.“ Also los.

Die 5 Interpreten

  • Depeche Mode. Ich liebe diesen Sound, besonders die älteren Sachen.
  • Sting. Ich mag am meisten seine Balladen. Eingängig, aber nie gewöhnlich.
  • Phil Collins / Genesis. Immer wieder klasse.
  • Take That. Ein bisschen Nostalgie. Die hingen immerhin jahrelang in meinem Zimmer rum…
  • Michael Jackson. In seinen jungen Jahren, vor seiner Mutation.

Die 5 Alben

  • Billy Joel – An Innocent Man. Alt, aber toll! Lässt sich super mitsingen!
  • René Aubry – Plaisirs d´Amour. Zauberhaft und zum Träumen einladend.
  • Depeche Mode – Singles 86-98. Sorry, konnte mich für kein Album entscheiden.
  • Simon and Garfunkel – Bridge Over Troubled Water. Eines der ersten Alben, die ich auf Kassette (!) hatte…
  • Joni Mitchell – Both Sides Now. Dieses Album erzählt eine Geschichte.

Die 5 Singles

  • Van Halen – Jump. Der ewige Gute-Laune-Song. Habe ich selber schon gespielt. Laaange her…
  • Depeche Mode – Walking In My Shoes. Liegt vielleicht an der Stimmung während des Konzerts (s.u.).
  • Elton John – Your Song. Unser Lied.
  • Daniel Powter – Bad Day. Meine „Hymne“ während des Refs. Liebe Grüße an Ulf!
  • Wham! – Last Christmas. Ja, ich oute mich. Ich brauche es alle Jahre wieder!

Die 5 Konzerte

  • Depeche Mode 2006 in Düsseldorf. Mit Abstand das beste und erotischste Konzert meiner kleinen Konzertgängerkarriere!
  • Grönemeyer 2003 in Wolfsburg. Kalt und zugig, aber Bombenstimmung.
  • 10 Jahre RSH – Open Air auf der Rader Insel. Das ist inzwischen tausend Jahre her (dürfte 1996 gewesen sein), war aber einfach klasse. Alles, was Rang und Namen hatte, war dabei, von vormittags bis spät in die Nacht.
  • Alle Konzerte des RockEsters Rendsburg. Es ist einfach am geilsten, selber auf der Bühne zu stehen.
  • Tja, um auf 5 zu kommen, muss ich wohl noch Marius Müller-Westerhagen erwähnen, obwohl ich daran kaum Erinnerungen habe. Es war soweit ich mich erinnere die Affentour, dürfte so um 1996 gewesen sein…

Die 5 Soundtracks

  • Die fabelhafte Welt der Amélie. Yann Tiersen entführt den Hörer in ein verzaubertes Stück Frankreich.
  • Der Pate. Die Musik passt perfekt zu den Filmen, und wenn man sie hört, hat man die Bilder direkt vor Augen.
  • Das Parfum. Ein hevorragender Soundtrack zu einer hervorragenden Literaturverfilmung. Auch hier versetzt einen die Musik sofort in die Stimmung des Films.
  • O Brother, Where Art Thou? Erinnert mich an 20 supertolle Wochen in Texas…
  • Mary Poppins. Wunderbare Gute-Laune-Evergreens zum Immer-Wieder-Hören. Chim-Chim-Cheree war außerdem unser Hochzeitswalzer…

Wow, das war gar nicht so einfach! Ich habe jetzt fast eine Stunde lang daran gesessen, und irgendwie rumort es in meinem Gewissen. Warum hast du Die genommen und nicht Die oder Die, die sind doch auch gut… Aber ich habe meine Wahl getroffen, gemäß meiner derzeitigen Verfassung. Vielleicht würde ich morgen ganz anders antworten.

Ich lege dieses Stöckchen einfach mal hier ab und biete es allen an, die es gerne aufsammeln möchten. Wie sieht´s aus, Ulf und Bonafilia, habt Ihr nicht Lust?

🙂