And the winner is…

Montag, 27.Oktober 2008

Er hat den 500sten Kommentar bei mir abgegeben (und zwar zum Thema Namenssünden), und das freut mich ganz besonders, weil ich doch erst durch ihn zum Bloggen gekommen bin und ohne ihn Euch alle niemals kennen gelernt hätte (*sentimental schnief*). Er ist unser aller Liebling, das Comeback des Monats, die Mutter aller Blogger – und er hat diese Laudatio mehr als verdient! Lass Dich umarmen!

Und nun bitte einen kräftigen und nicht enden wollenden Applaus für:

Mein Bruderherz alias SCHONZEIT!

Taddaaaaaa!!!

🙂


Namenssünden

Donnerstag, 23.Oktober 2008

Wo kann man als Eltern eigentlich mehr falsch machen als bei der Namensgebung für den Nachwuchs?! Das ist ja eines meiner Lieblingsthemen, und ich wollte mich darüber schon immer mal so richtig auslassen. Jetzt hat mir meine liebe Schwiegermama von einer Webseite erzählt, die ich Euch auf gar keinen Fall vorenthalten möchte – sie ist einfach zu klasse!

Es geht darin um das krankhafte Erscheinungsbild des „Kevinismus“ oder auch „Chantalismus“, und ich kann Euch nur dringend ans Herz legen, Euch einen kleinen Moment der Muße zu gönnen und Euch den Artikel durchzulesen. Sehr empfehlenswert sind auch die Links am Fuß der Seite. Und hier geht es zu dem Bericht: KEVINISMUS.

Ich möchte dazu allerdings doch noch ein paar Kleinigkeiten anmerken. Ich weiß, dass sich an dieser Stelle wilde Diskussionen entfachen könnten, zumal unter meinen lieben Lesern ja auch der eine oder andere Elternteil ist, der schon mindestens einmal die Qual der Wahl hatte und möglicherweise sogar selbst betroffen ist. Ich oute mich auch mal und gestehe, dass mir sowohl der Name Kevin als auch der Name Chantal eigentlich gut gefällt, obwohl ich meine Kinder aus verschiedenen Gründen nicht so taufen würde. Ich habe allerdings auch während meiner Berufszeit die überraschende Entdeckung gemacht, dass tatsächlich bei vielen Kindern die Namen sozusagen Programm sind. Das lasse ich jedoch mal so stehen – welche Namen besonders negativ auffallen und inwiefern das Ganze auch eine Self-Fullfilling-Prophecy ist, darauf möchte ich hier an dieser Stelle nicht näher eingehen.

Ich muss aber die Öffentlichkeit dieses Artikels nutzen und einen Appell an alle zukünftigen Eltern starten – einen Appell, der mir als Mutter, Lehrerin und Mensch einfach am Herzen liegt.

Ihr lieben früher oder später werdenden Eltern. Überlegt Euch gut, welchen Namen Ihr Eurem Kind gebt! Überlegt Euch gut, was Ihr damit anrichten könnt! Der/die Arme muss damit ein ganzes Leben lang zurechtkommen. Ihr seid auch mit der Namensgebung schon verantwortlich für spätere Blaue Flecke, Berufs- und allgemeine Lebenschancen sowie mögliche Psychotherapien, macht Euch das klar! Könnt Ihr Euch eine Top-Managerin namens Pippilotta vorstellen? Meint Ihr, dass Coca-Carola tasächlich die Charakterstärke besitzen wird, ständig über den Dingen zu stehen, wenn ihr Name diskutiert wird? Und dass Hans Wurst nicht vielleicht doch einen anderen Beruf ergreifen will als in den elterlichen Metzgereibetrieb einzusteigen? Überlegt Euch gut, was Ihr anrichten könnt! Habt Ihr gerne mit vier anderen Julias oder Jans zusammen in der Klasse gesessen, auch wenn das noch so schöne Namen sind? Denkt darüber nach, wenn Ihr nach einem Namen für Eure Kinder sucht, und wenn wir schon dabei sind: Bitte sprecht Vor- und Nachnamen mehrmals zusammen laut aus und horcht mal, ob Florence und Steidlhuber wirklich zusammen passen. Bitte! Nehmt Euch Zeit für eine solche Entscheidung und trefft sie nicht vorschnell oder gar unter Alkoholeinfluss! Denkt an Eure Kinder, versetzt Euch in ihre Lage, als Kinder, Teenager und Erwachsene und meinetwegen auch als Rentner. Passt der Name wirklich, den Ihr gerade für angesagt haltet?

So, das musste ich mir einfach mal von der Seele schreiben. Bin gespannt auf Eure Kommentare!

🙂


Total entspannt…

Montag, 20.Oktober 2008

Seit ein paar Tagen hat mein Herzallerliebster Urlaub, und das wirkt sich nicht nur auf ihn positiv aus. Auch unsere Tochter und ich profitieren davon, und wir alle drei fühlen uns frei, entspannt und richtig gut. Und morgen geht es dann los auf Tour kreuz und quer durch Deutschland, die Familie und gute Freunde besuchen, und darauf freue ich mich schon riesig. Wir werden meine Schwiegerfamilie und meine Familie treffen, und ich werde endlich einmal Zeit haben, meine liebe alte Schulfreundin L. wiederzusehen, meinen guten alten Freund und ehemaligen Tanzpartner H. und last but not least mein Bruderherz Schonzeit – alle Drei sind regelmäßige Konsumenten dieser Seite. Ich kann´s kaum erwarten, sie zu treffen! Und das Schönste daran ist einfach, dass wir endlich einmal wieder zu dritt unterwegs sein werden!

🙂

Aus diesem Grund wird auf dieser Seite in den nächsten zweieinhalb Wochen nicht allzu viel passieren, und ich werde es vermutlich auch nicht allzu oft schaffen, bei Euch vorbeizuschauen. Aber seid Euch sicher: Ich werde an Euch denken und Euch und das Bloggen vermissen! Und Ihr werdet sehen, die Zeit wird wie im Flug vergehen, und spätestens in der zweiten Novemberwoche geht es hier voller Schwung weiter. Und ich melde mich sicher auch mal von unterwegs.

Liebe Grüße in die Runde und alles Liebe, bis bald!

Eure Mareike


Kurz und knapp: Lachen

Sonntag, 19.Oktober 2008

Lachen ist ein Lächeln, das platzt.

– gesehen auf einer Postkarte –

Stimmt irgendwie, oder?

🙂


Schönes und Weises – Farbgestaltung

Samstag, 18.Oktober 2008

Das Herz gibt allem, was der Mensch sieht und hört und weiß, die Farbe.

– Johann Heinrich Pestalozzi –

Ja, das ist wahr. Dinge, die wir nicht mit dem Herzen sehen, übersehen wir leicht, weil sie uns farblos vorkommen würden. Bunt wird die Welt dadurch, dass wir in der Lage sind, sie mit Neugier, Interesse und Liebe zu betrachten – mit dem Herzen eben.

Erst das Herz macht das Gras grün, den Himmel blau, die Blumen bunt, die Haare des Liebsten braun oder die Lippen der Geliebten rot. Erst der Blick mit dem Herzen schafft den direkten Weg auch zur Seele und hinterlässt dort die Farbe und den Klang, den die Dinge für uns haben. Das sind auch nicht immer nur bunte, fröhliche, sondern manchmal eben auch gedeckte, düstere Farben. Das sind nicht immer nur übersprudelnde, lebhafte Melodien, sondern manchmal eben auch traurige, getragene. Doch welcher Art die Farbe und Melodien auch sein mögen, die uns das Herz sehe und hören lässt – es ist gut, dass es sie gibt. Und es ist gut, dass wir in der Lage sind, sie wahrzunehmen.


Schwarzer Oktober

Freitag, 17.Oktober 2008

Im Moment zeigt mir das Leben sehr deutlich, wie nah Glück und Schmerz beieinander liegen können. Beides gehört zum Leben dazu, und beides muss angenommen werden. Uns geht es so gut. Wir sind glücklich und sorgenfrei und erfüllen uns gerade einen lang gehegten Traum. Wir genießen unser Leben als Familie und haben so viel Grund zur Dankbarkeit!

Und um uns herum bricht das Leben gerade an mehreren Stellen zusammen. In diesem Monat hat es schon so viele schlimme, tragische, unbegreifliche Schicksalsschläge in unserem Umfeld gegeben, dass wir uns schon fast fragen, was wohl noch alles kommt. Und wann es uns direkt erwischt.

Hinzu kommt noch diese schreckliche Hilflosigkeit. Wir sind zu weit weg von allen, um wirklich helfen zu können, und leider gibt es in einigen Fällen auch einfach keine Hilfe und Hoffnung mehr. Wie gerne würden wir anderen von unserem Glück abgeben! Wie gerne würden wir trösten, in die Arme nehmen, über den Kopf streicheln. Wie gerne würden wir einfach alles wieder gut machen! Doch das geht nicht. Und zurück bleibt nur ein bitterer Geschmack von Ungerechtigkeit und ein Echo im Kopf: „Warum ausgerechnet sie? Das haben sie nicht verdient!“

Doch eins lernen wir gerade wieder einmal mehr: Dankbar zu sein. Dankbar für unser Leben, für unsere Gesundheit, für unser Wohlergehen, für Freunde und Familie und für unsere wundervolle Tochter. Es bleibt uns, voller Dank jeden Tag all die Geschenke anzunehmen, die das Leben uns macht, und zu versuchen, das Beste damit anzufangen. Jeden Tag aufs Neue.


Eigentlich keine Worte…

Freitag, 17.Oktober 2008

Kleine Seele

Warum,
Kleine Seele?

Warum
Konntest Du nicht bleiben?
Wir haben
Uns so auf Dich gefreut
Wir hätten
Dich so gerne kennen gelernt
So gern Deine strahlenden Augen gesehen
So gern Dein Lachen gehört
Deine Händchen gehalten
Dich wachsen gesehen
Warum nur?

Zurück bleibt nur
Schmerz
Schwärze
Taubheit
Und eine klaffende Lücke.

Uns bleibt nur
Die Trauer mit Deinen Eltern
Und die Machtlosigkeit,
Hilflosigkeit.
Wir alle waren so bereit, Dich zu lieben,
Haben das schon jetzt getan.

Was hat Dich ferngehalten,
Kleine Seele?

– Sicht-Feld –


Wenn ich das gewusst hätte…!

Dienstag, 14.Oktober 2008

Bei Ulf habe ich soeben einen Link zu einem sehenswerten Kurzfilm entdeckt, der vor allem für die Studies unter Euch sehr informativ und lehrreich sein dürfte. Hier ist er. Achtung: Bitte etwas Zeit einplanen – aber es lohnt sich!

Tja, wenn ich diesen Film früher gesehen hätte, dann hätte ich meinen Abischnitt schon noch ganz gut nach oben korrigieren können… Aber so nehme ich daraus eben eine gewisse Portion Paranoia mit, wenn ich wieder ans Pult zurückkehre… 😉


Hahh… hahhh…. haaaaaaaaaaaaaah…..

Montag, 13.Oktober 2008

…tschi!

Ja, auch mich hat die Erkältungswelle eiskalt erwischt, und ich plage mich mit einem fiesen Schnupfen herum. Vorher gab´s die obligatrischen Halsschmerzen, und Husten und Kopfweh werden noch folgen, ich kenn mich ja… Das ist aber nicht das Problem, denn gegen meine Symptome kann ich ja schließlich was unternehmen – inhalieren, schneuzen, Pillen einwerfen…

Was mich schon jetzt so nervt, ist die Aussicht, dass meine Kleine es spätestens in ein paar Tagen auch haben wird, und ein krankes Kind ist auch für die Eltern ganz schön anstrengend, das werden manche von Euch bestätigen können. Die arme Maus kann ja noch nicht mal die Nase putzen! Und entsprechend schlecht schläft sie dann auch nachts, und wir gleich mit. 😦

Schöne Aussichten! Na, Hauptsache ich bin bis dahin wieder einigermaßen fit und einsatzbereit, um mich auch ausgiebig um sie kümmern zu können! Denn wer kann sich nicht noch daran erinnern, wie schön es war, krank zu sein und von Mama so richtig verwöhnt zu werden…?!


Der Traum vom Haus III

Sonntag, 12.Oktober 2008

Und es geht voran. Heute vormittag waren wir in unserem zukünftigen Haus und haben mit den Noch-Besitzern die Übernahme von Kleinigkeiten wie Lampen, Vorhängen und Badezimmerschränken durchgesprochen, und ich fühle mich nur noch mehr bestätigt, dass es das ist, worauf wir so lange gewartet haben. Selbst an einem nebelverhangenen Vormittag ist das Haus superschön und gemütlich, und auch das Viertel, in dem es liegt, wirkt freundlich und hinziehenswert. Sogar unsere kleine Tochter hat sich dort sofort wohl gefühlt und sich ganz neugierig und frei in den fremden Räumen bewegt!

Nun warten wir darauf, dass der Vertrag aufgestellt wird und durchgesprochen und unterschrieben werden kann. Ich hatte den Eindruck, dass wir uns alle, also beide Parteien, darauf freuen, und dass hier nichts mehr schief gehen kann. Das hat mir übrigens auch der Makler versichert. Und mein Bauchgefühl, auf das ich mich in solchen Fällen immer verlassen kann, sagt mir das auch. Von daher können wir unserem bevorstehenden Urlaub ganz gelassen entgegenblicken und nach unserer Rückkehr dann den Vertrag unterschreiben.

Wir freuen uns so!!!


Liebesheirat

Samstag, 11.Oktober 2008

Gestern bin ich auf einer Hochzeit gewesen, von der ich hier erzählen möchte, weil sie mir im wahrsten Sinne des Wortes auf eine sehr schöne Art und Weise die Sprache verschlagen hat.

P., ein Bassist aus dem wunderbaren Chor, in dem ich seit Mai mitsinge, hat seine Freundin L. geheiratet, und der Chor durfte im Standesamt anwesend sein und die Trauung musikalisch begleiten. Für P. und L. ist es soweit ich weiß jeweils die zweite Ehe, beide sind so um die fünfzig Jahre alt und haben bereits erwachsene Kinder. Das erwähne ich hier nur, damit Ihr Euch ein Bild von der ganzen Sache machen könnt.

Was diese Trauung und die Beziehung der beiden aber für mich – die ich sie eigentlich kaum kenne – so besonders macht, ist, wie natürlich und ehrlich die beiden ihre Verliebtheit und Vertrautheit leben und zeigen können. Vor einigen Wochen hatten wir ein Grillfest vom Chor aus, zu dem P. seine L. mitbrachte, und ich musste den ganzen Abend über immer mal wieder zu den beiden hinschielen, weil ich so schön fand, wie sie miteinander umgegangen sind. Von ihren Hochzeitsplänen zu hören, hat mich sehr gerührt, und ich habe mich schon lange darauf gefreut, die Trauung miterleben zu dürfen.

Und dann war es soweit. Man versammelte sich im Trauzimmer, und der Chor stimmte das erste Lied an. Mit diesem Lied, das wohl für die Beiden eine ganz besondere Bedeutung hat, hat P. L. überrascht. Ich hatte das große Glück, von meinem Platz aus das Brautpaar von Vorne sehen zu können. Und kaum waren die ersten Töne erklungen, breitete sich ein so gerührtes, glückliches Strahlen im Gesicht der Braut aus! Ich bekam einen solchen Rührungskloß im Hals, dass ich kaum weitersingen konnte. P. erwiderte dieses glückliche Lächeln, und während des ganzen Liedes sahen die beiden einander in die Augen. Und in diesem Blick lag so viel Liebe und Zärtlichkeit, so viel Innigkeit, Einverständnis und stilles Glück, dass ich es gar nicht in Worte zu fassen vermag. Ein Blick, der so vieles sagte, der dem anderen von ganzem Herzen und aus ganzer Seele Ja zu sagen schien… Es war einfach so wunderschön anzusehen, und mir ging es nicht allein so: Viele Anwesende waren zutiefst bewegt angesichts dieser Liebesheirat. Ich selber bekomme jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich nur daran denke!

Es wurde noch eine sehr schöne Trauzeremonie, und auch abends wurde noch fröhlich gemeinsam gefeiert, getanzt und gesungen. Im Rahmen eines Andenkens an die Hochzeit für das Brautpaar wurden die Gäste zwischendurch gefragt, welche Wünsche und Gedanken sie den Beiden mit auf den gemeinsamen Weg geben wollten. Für mich gab es nur eine Antwort:

Liebe L., lieber P., ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr einander immer wieder so in die Augen blicken könnt und werdet, wie Ihr es während Eurer Trauung getan habt. Dann wird alles gut bleiben.

Danke für diese bewegenden Momente!


Kühlschrankpoesie – Küssen wollen

Donnerstag, 9.Oktober 2008

Ich könnt Dich den ganzen Tag küssen

Auf Nase, Hals, Lippen und mehr.

Wie doof alles ohne Dich wär –

Ich dachte, das solltest Du wissen!

– Sicht-Feld –


Schönes und Weises – Herzschlag

Donnerstag, 9.Oktober 2008

Du, deren zarte Augen mich befragen, –

Der dich mir gab, gesegnet sei der Tag!

Lass nun dein Herz an meinem Herzen schlagen

Und zage nicht! Es ist derselbe Schlag.

– Theodor Storm –

Was kann es schöneres geben, als das Herz gefunden zu haben, das im selben Takt schlägt, wie das eigene?! Wenn die Rhythmen zweier Herzen einander ergänzen und zusammen erklingen können… Und wie dankbar zeigt sich jemand, der sagt, gesegnet sei der Tag, an dem wir einander begegnet sind! Ich lebe mit den beiden wunderbarste Menschen der Welt unter einem Dach, und dafür bin ich jeden Tag aufs Neue unendlich dankbar.


Shöner Shoppen

Dienstag, 7.Oktober 2008

Ja, ich bin eine Frau. Ja, ich bediene so manches Klischee außer dem Schuhtick. Ja, ich gehe gerne shoppen. Ja, ich tue das viel zu selten. Ja, Shoppen kann für mich sehr entspannend sein. Und ja, wenn (m)ein Mann dabei ist, dann ist das so eine Sache mit dem Entspannen beim Shoppen…

Aber zur Sache. Mit die tollsten Shopping-Erlebnisse hatte ich in meiner Zeit in den USA – man lese und staune: mit meinem Mann zusammen! Diese überdimensionalen Shopping-Malls (in deutschen Synchronisationen immer ziemlich unzureichend mit „Einkaufszentrum“ übersetzt, aber weit mehr als das!) sind einfach der Hammer! Nicht nur, dass es dort alles gibt, nein, es gibt sogar alles unter einem Dach! Das ist dann so eine Art Passage wie z.B. der Kieler Sophienhof (liebste Grüße an Schonzeit, Schaps und Zimtapfel!), nur eben viel mehr und größer und überhaupt. Das hat im texanischen Sommer den Vorteil der Klimaanlage und im Washingtoner Winter den der Heizung und des Regenschutzes. Und alle paar hundert Meter gibt es für den temporär ausgelaugten Shoppenden dann auch noch so eine Fast-Food-Fressmeile mit allen wichtigen Ketten des Kontinents: TaccoGlocke, Kentucky Fried Hühnchen, Dunkin´ Teigkringel, Burger König und noch irgendwelche No-Name-Chinesen und Italiener. Ungesund, ich weiß, aber njam!

Aber diese Malls haben noch einen weiteren Vorteil: Hier kann man wirklich entspannt shoppen. Und das ist jetzt nicht nur so daher gesagt! In den meisten Malls gibt es nämlich an mehreren Stellen diese wunderbaren Massagesessel, in die Du eine Münze wirfst und die Dir dann ein paar Minuten Deinen vom Tütenschleppen ganz verspannten Rücken durchboxen – und wenn Du Glück hast, ist es die Deluxe-Variante, in der die Beine gleich mit massiert werden. Das sieht zwar besonders in Shorts immer etwas albern aus, fühlt sich aber saugut an, und wenn´s eh alle machen, stört sich auch keiner dran. Und manchmal gibt es sogar diese Massagebänke, in die man sich hineinlegt, dann schließt sich ein Deckel mit einer Gummimembran über einem, und über diesen Gummi toben dann die Wasserfluten… Man wird quasi mit Wasser massiert, ohne nass zu werden. Vielleicht kennt Ihr diese Dinger von irgendwelchen Promo-Aktionen. Sie sind wirklich toll und auf jeden Fall einen Versuch Wert!

Zurück in Deutschland habe ich immer wieder vergebens in der Öffentlichkeit nach solchen Sesseln gesucht, und ich habe mich auch oft auf den Internetseiten von irgendwelchen Kaffee-Ketten herumgetrieben, wo diese Sessel regelmäßig wieder angeboten werden – und es dann aus Kostengründen immer wieder gelassen. Warum, so habe ich mich gefragt, wird nicht die Kauflust der Deutschen ein bisschen unterstützt, indem man einfach in solcher Art für ein entspannteres Shopping-Erlebnis sorgt?

Und dann – ich hatte schon lange vor, einen tobenden Artikel über den Mangel an Massagesesseln in deutschen Einkaufszonen zu schreiben – kam die Entdeckung. Ausgerechnet, und wer hätte das gedacht? in Hildesheim! Ja, in der dortigen Galeria steht ein solcher Massagesessel, unscheinbar, kaum benutzt, weil eben doch exotisch, aber er steht da. Um mir selbst das zu beweisen, habe ich mich natürlich gleich eine Münze einwerfenderweise hineingefläzt (O-Ton: „Ooooooooaaaaaaaahhhhh…“), und um Euch das zu beweisen, habe ich noch schnell ein Foto mit meinem Handy gemacht. Voilà:

Und wo steht das gute Stück? Natürlich in der Herrenabteilung…

🙂


Richtige, echte und dauerhafte Freundschaft

Samstag, 4.Oktober 2008

Vorhin klingelte das Telefon. Das ist in unserem Haushalt nicht unbedingt etwas Ungewöhnliches. Ich erwähne es aber trotzdem an dieser Stelle, da der Anrufer oder vielmehr: die Anruferin etwas ganz Besonderes ist. Es war nämlich eine meiner allerliebsten Freundinnen (ja, Du, V. aus V.!), die ich kenne, seit wir beide sieben Jahre alt waren und mit der mich immer eine tiefe Freundschaft und sehr enge Vertrautheit verbunden hat, auch wenn wir uns nur selten sehen, da uns rund tausend Kilometer trennen.

Wir lernten uns im Urlaub kennen, ihren Eltern gehört die Pension, in der ich mit meinen Eltern damals regelmäßig die Ferien verbachte. Und stets haben wir immer auf einer Wellenlänge gefunkt, hatten den gleichen Humor, ähnliche Interessen, spielten sogar das gleiche Musikinstrument, verstanden uns immer blendend – und dass, obwohl wir in doch recht unterschiedlichen Welten aufgewachsen sind. Inzwischen sind wir beide erwachsen und haben unsere eigenen Familien…

Leider hören und vor allem sehen wir uns viel zu selten. Zuletzt kam sie spontan im vergangenen November für ein paar Tage zu uns geflogen, um unsere damals 2 1/2 Monate alte Tochter kennen zu lernen, und die Zeit verging wie immer viel zu schnell und wie im Flug. Und dennoch ist es immer großartig zu merken, wie gut wir uns einfach nach all der Zeit und trotz all der Kilometer verstehen. Da ist nie ein Fremdheitsgefühl oder eine Phase, in der man sich erst wieder kennen lernen muss – nein, es ist immer so, als hätte man sich erst gestern gesehen.

Und jetzt kommt´s: Sie kommt! Juhuu, sie hat gesagt, dass sie uns wieder besuchen kommen will, wieder im November, und dieses Mal mit ihrem jüngeren Sohn. Ich freue mich riesig und kann es kaum erwarten, bis es soweit ist! Sie fehlt mir nämlich oft ganz ganz furchtbar, und ich hoffe, dass sie viiiiiiiiieeeeeel Zeit mitbringt und dass diese Zeit nur gaaaaaaaaaanz langsam vergeht, denn ich werde jede Sekunde davon genießen. Ich freu mich einfach!!!

🙂