Was wohl…?! :-)

Mittwoch, 31.Dezember 2008

Hey Ihr Lieben,

ich wünsche Euch allen einen fröhlichen Jahreswechsel und von Herzen alles Liebe und Gute für das Neue Jahr 2009! Ich hoffe, dass Ihr alle schön feiert, wenn auch sicher auf sehr unterschiedliche Art und Weise, und ich wünsche Euch auch einen Moment der Rückbesinnung auf das vergangene Jahr und auf das, was das Neue Jahr für Euch mit sich bringen wird. Möge das vor allem Freude, Glück, Gesundheit, Liebe und viel Grund zum Lachen sein!

Alles Liebe, Eure Mareike


Ein besonderes Weihnachtsgeschenk

Mittwoch, 31.Dezember 2008

Nun hat uns unsere kleine Tochter bereits zum zweiten Mal ein Weihnachtsgeschenk besonderer Art beschert. Vor zwei Jahren erfuhren wir pünktlich zum Fest, dass sie unterwegs war, und konnten mit dieser schönen Botschaft auch gleich die werdenden Großeltern, Onkel und Tanten erfreuen. In diesem Jahr nun hat Sichtfeldchen genau am 23.12. beschlossen, dass es nun an der Zeit ist, auch ohne Mamas oder Papas Hand zu laufen. Ein bisschen gelaufen ist sie ja bereits seit einigen Monaten, aber eben immer nur an der Hand oder höchstens mal zwei-drei Schritte alleine. Dann hat sie im Oktober entdeckt, wie man sich einigermaßen schmerzlos aus dem Stand auf die Knie fallen lassen kann, und hat sich seitdem am liebsten auf Knien rutschend mit aufgerichtetem Oberkörper fortbewegt. Für einen Erwachsenen wäre das sicher recht schmerzhaft, doch ihre Knie sind ja noch gut gepolstert. Aber jetzt ist es soweit: Sie läuft! Und zwar so sicher, selbstbewusst und unfallfrei, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Das ist typisch für unsere Tochter: Sie macht Dinge erst dann, wenn sie weiß, dass sie es kann – sie ist kein Kind, das auf Teufel komm raus herumprobiert. Wir Eltern sind jetzt natürlich absolut begeistert und stolz und müssen uns nun aber auch ein ganz anderes Tempo angewöhnen, wenn wir hinter ihr her müssen, um sie davon abzuhalten, Blumenerde auszuräumen, den Klodeckel aufzuklappen oder auf unseren Computerkeyboards herumzuklappern…

Es macht einfach unbeschreiblichen Spaß und ist absolut faszinierend, ihr beim Wachsen und Entwickeln zuzusehen!


Florence „Sicht-Feld“ Nightingale

Montag, 29.Dezember 2008

Es ist doch echt wie verhext! Vor etwa vier Wochen wurde Sichtfeldchen krank und blieb es ungefähr zwölf Tage lang. In der Zeit steckte sie ihren Papa an, und der schleppt seinen grippalen Infekt nun in der dritten Woche mit sich herum. Heiligabend mussten wir wegen des besagten Sturzes in die Notaufnahme, was für uns ein Anlass war, die geplante Kurzreise zu meinen Schwiegereltern in Frage zu stellen. Da es Sichtfeldchen aber gut ging, sind wir doch gefahren, und was passiert? Sie wird rückfällig und bekommt Fieber, genau wie ihr Papa. So ist der Sichtfeld´sche Krankentransport also fürher als geplant wieder nach Hause gefahren, und heute ist der Tag der Arztbesuche. Herr Sichtfeld ist schon wieder da, zum Glück mit einer Krankschreibung in der Tasche, und ich fahre heute nachmittag mit Sichtfeldchen zur Kinderarztvertretung. Na, mal sehen. Und während wir noch überlegten, den ab morgen geplanten Silvesterbesuch meiner Eltern abzusagen, haben diese ihrerseits abgesagt, weil sie inklusive meiner Brüder und Familien nun mit Magen-Darm flachliegen (wie übrigens letztes Weihnachten auch). Na toll. Und wer ist als einizge nicht krank, weil sie viel zu viel damit zu tun hat, andere gesund zu pflegen…?


Bloggerdeutschland

Montag, 29.Dezember 2008

Auf unserer obligatorischen Reise zu den Schwiegereltern musste ich an einige von Euch ganz besonders denken, denn ich bin quasi an Eurer (Ex-)Haustür vorbeigefahren. Auf der A2 ging es an der Heimatstadt von Andrea vorbei sowie am Wohnort vom Ecki, und auf der A1 kamen wir an Schloß Burg vorbei, über das Bonafilia vor einiger Zeit mal etwas geschrieben hat… Ich fand es jedenfalls schön, diese mir bisher nichts sagenden Orte nun mit so netten Menschen in Verbindung bringen zu können!

🙂


Frohe Weihnachten!

Mittwoch, 24.Dezember 2008

Ihr Lieben,

nachdem unser Vormittag eher unheilig unheilvoll mit einem Sturz unserer Kleinen und einem Besuch in der Notaufnahme begonnen hat, kehrt nun auch langsam bei uns Ruhe und weihnachtliche Stimmung ein. Sichtfeldchen ist zum Glück nichts passiert, sodass wir alle aufatmen konnten.

Nun wünscht die ganze Familie Sichtfeld Euch allen

SCHÖNE, BESINNLICHE UND FRÖHLICHE WEIHNACHTSFEIERTAGE!!!

Lasst es Euch gutgehen, genießt das Zusammensein mit Euren Lieben und lasst Euch reich beschenken!


Küchenpannen-Contest: DAS VOTING !

Sonntag, 21.Dezember 2008

Ihr Lieben, nun ist es also soweit: Dreizehn Geschichten haben mich erreicht und sind im Küchenpannen-Contest aufgenommen worden. Ich werde sie Euch im Folgenden vorstellen, und unten geht es dann zu Voting. Viel Spaß!

1. DIE KÄSEKUCHENPANNE
Eine Bekannte, die ungern backt, wollte einmal einen Käsekuchen machen. Im Rezept stand, dass man ein Puddingpulver mit in den Teig rühren sollte. Dies konnte sich die Bekannte jedoch nicht vorstellen und kochte zunächst laut Packungsanweisung mit Milch einen Pudding und rührte diesen dann unter den Teig. Das Ganze wanderte in den Backofen und war kurz darauf fertig. Doch als sie die Springform öffnen wollte, passierte es. Kennt Ihr diese Pannenvideos, in denen so ein großer Gartenpool reißt und das ganze Wasser sich in einem Schwall über den Rasen verteilt? Ja? So ungefähr dürfte der viel zu flüssige Käsekuchen über den Esstisch und über den Küchenboden geschwallt sein, als sie den Springformrand hob… Den Rest des Beitrags lesen »


Küchenpannen-Contest: Die Verlängerung

Montag, 15.Dezember 2008

Ihr Lieben, ich verlängere den Küchenpannen-Contest aufgrund leider recht dürftiger Beteiligung bis zum Freitag, 19.12.08 – vorher komme ich aus familiär-gesundheitlichen Gründen eh nicht dazu, Eure Geschichten zusammenzufassen und zur Wahl zu stellen. Am Wochenende geht es aber los, versprochen! Und bis dahin hoffe ich von Herzen, noch ein paar witzige Geschichten zugemailt zu bekommen! Weitere Infos zum Küchenpannen-Contest gibt es hier und hier, für alle, die keine Ahnung haben, wovon ich hier rede. Übrigens: es sind auch Leser ohne eigenen Blog ausdrücklich eingeladen mitzumachen! Also los, Linda, Verena, Kat, hummer1, Erika – fällt Euch nichts ein?!


So macht Aufwachen Spaß!

Montag, 15.Dezember 2008

Nach dem Theater der letzten Tage hatten Sichtfeldchen und ich heute einen richtig schönen Start in den Tag. Gegen 5.40 Uhr (*stöhn*) wurde sie wach und ließ sich nicht mehr in ihr Bett zurücklegen. Da mir das jedoch viel zu früh war zum Aufstehen – schlimm genug, wenn Herr Sichtfeld so früh raus muss! – habe ich sie kurzerhand mit in unser großes Bett geholt. Das hat zwar in der Vergangenheit noch nie funktioniert, weil es dort ja viiieeel zu aufregend ist zum Schlafen, aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben. Und siehe da: Sie hat sich ganz niedlich in meinen Arm gekuschelt und ist tatsächlich eingeschlafen! Sie war aber auch echt noch sehr müde, genau wie ihre Mama. Ich bin kurz darauf auch wieder eingeschlafen, und als ich wieder aufwachte, war es halb neun! Sichtfeldchen war auch gerade aufgewacht und sah mich etwas ungläubig an, wieso ich denn hier neben ihr liege… So gemütlich bin ich ja seit Monaten nicht mehr aufgewacht! Und das letzte Mal, dass meine Tochter in meinem Arm geschlafen hat, ist fast ein Jahr her… Hach war das schööön…!


Uffffff…

Sonntag, 14.Dezember 2008

Meine Tochter ist seit einer ganzen  Woche krank. Das ist ihr gutes Recht und sie tut mir fürchterlich leid und überhaupt. Aber ich bin froh, dass sie jetzt im Bett ist! Himmel – Darf man sowas eigentlich sagen, ohne gleich als Rabenmutter abgestempelt zu werden? Ich habe ja immer gleich ein kleines schlechtes Gewissen, aber ich bin jetzt auch einfach erleichtert und fix und fertig und froh, wenn sie schläft. Das Problem ist, dass sie einen richtig dicken Schnupfen und ordentlich Husten hat, was sie gerade in den Leichtschlafphasen abends und am frühen Morgen ständig hustend und weinend aufwachen lässt. Zum Glück hat sie so zwischen 23 Uhr und 6 Uhr eine lange Schlafphase, in der auch ich etwas zur Ruhe komme. Aber dafür, dass man sonst zwischen 19 Uhr und 7.30 Uhr wirklich überhaupt nichts von ihr merkt (ja, ich weiß, ich bin verwöhnt…) ist das eine sehr kurze Ruhephase…

Meine Tochter ist wirklich ein Sonnenscheinchen, und ich würde sie nicht anders haben wollen, als sie ist – sie ist einfach unbeschreiblich wundervoll, und ich liebe sie von ganzem Herzen. Sie hat eigentlich auch fast immer gute Laune und schreit nie – außer wenn sie müde ist. Und das ist nun seit einer Woche permanent der Fall: Ich habe sie noch nie so weinerlich, schlecht gelaunt, unzufrieden und LAUT erlebt… Entsprechend gehen Herr Sichtfeld und ich ein bisschen auf dem Zahnfleisch, zumal die Erkältung Herrn Sichtfeld nun auch noch erwischt hat.Ich habe ja für sowas gar keine Zeit, ich komme ja nichtmal zum Plätzchenbacken…

Wie dem auch sei, jetzt schläft sie erstmal, und ich kann mich dem Berg von Bügelwäsche und unseren Fußböden widmen… *seufz*

Ehrlich gesagt frage ich mich in diesen Tagen nur eines: Wie um alles in der Welt machen das Eltern von Schreibabys? Wie machen die das??? Wenn die Kinder den ganzen Tag, Woche für Woche, Monat für Monat so drauf sind wie Sichtfeldchen zurzeit… Wie macht man das? Wie hält man das aus? Diesen Eltern gebührt heute mein gesamter Respekt und meine ganze Anerkennung für das, was sie leisten! Ich verneige mich vor denen, die es geschafft haben! Und das kommt aus tiefster Seele.


Kühlschrankpoesie – Was du bei mir bewirkst

Donnerstag, 11.Dezember 2008

Dein Lächeln ist

wie Sonnenschein.

Deine Zärtlichkeit geht

durch meine Haut

direkt ins Herz

und immer

wenn du mich küsst

wird es Frühling

im Garten meiner Seele.

– Mareike alias Sicht-Feld –


Küchenpannen-Contest: Der Preis und mehr Info

Samstag, 6.Dezember 2008

So, an dieser Stelle gibt es nun erstmal noch etwas präzisere Info zum Küchenpannen-Contest. Ich habe bereits einige sehr gute, teils amüsante Geschichten zugemailt bekommen, aber dabei ist mir aufgefallen, dass sie nicht unbedingt dem entsprechen, was ich gemeint habe. Ich habe an Pannen gedacht wie z.B. in dem folgenden Beispiel. Einer entfernten Bekannten von mir wird nachgesagt, dass sie einmal für Gäste eine Tzatziki machen wollte und bei der Mengenangabe des Knoblauchs „Knolle“ und „Zehe“ verwechselt hat. So schnippelte sie nicht etwa 3 Knoblauchzehen hinein, sondern 3 Knoblauchknollen… Das war sicher der Hammer!

An sowas in der Art hatte ich eigentlich gedacht, so kleine Gebrauchsmissgeschicke – doch eventuell erweitere ich das Thema einfach, je nachdem, was von Euch so kommt. Die Storys müssen übrigens nicht Euch selber passiert sein. Es reicht, wenn Ihr in Eurem Bekanntenkreis davon gehört habt. Sie sollten allerdings nicht dem Stille-Post-Prinzip entsprechen, sondern trotzdem einigermaßen glaubwürdig sein.

Zu gewinnen gibt es übrigens ein Cookie-Backbuch aus den USA, das „Pillsbury Best Cookies Cookbook“ mit „Favorite Recipes from America´s Most-Trusted Kitchens“. Also viel Spaß und viel Erfolg und nix wie ran ans Schreiben und Mailen!


Küchenpannen-Contest: Der Aufruf

Freitag, 5.Dezember 2008

Ihr Lieben,

heute bitte ich Euch darum, mir via Email (siehe Kontakt) Eure lustigsten Küchenpannen zukommen zu lassen, denn ich veranstalte hier einen Contest. Ich habe schon seit einiger Zeit vor, über dieses schier unerschöpfliche Thema zu schreiben, aber ich selber kenne nur drei Storys dazu, und wenn von Euch noch ein paar mehr kämen, wäre das echt super. Ich würde Eure Geschichten dann gerne anonymisiert hier zur Diskussion stellen, und dann wird abgestimmt. Also: Wer bietet die lustigste Küchenpanne an? Und damit meine ich nicht so eine Alltäglichkeit wie „Salz und Zucker verwechseln“ oder sowas, sondern einen echten Kracher. Ich überlege mir inzwischen, was es Nettes zu gewinnen gibt und poste das hier noch im Verlauf des Wochenendes…

Also dann, sagt mir kurz Eure Meinung und schickt mir Eure Geschichte zu (bitte nicht als Kommentar!), dann stelle ich sie hier zur Wahl – der Fairness halber ohne Eure Namen zu nennen. „Einsendeschluss“ ist der kommende Samstag, der 13.12.2008. Bin sehr gespannt und hoffe auf rege Beteiligung!

🙂


Quadro Nuevo – Erschrockener Nachtrag

Donnerstag, 4.Dezember 2008

Gerade habe ich via Email von einer Leserin (Danke!) erfahren, dass Robert Wolf, der Gitarrist von Quadro Nuevo, am Sonntagnachmittag bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt wurde. Laut der Online-Ausgabe der Augsburger Allgemeinen geriet in einem Baustellenbereich auf der A8 ein Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn und verwickelte zwei Fahrzeuge, darunter den Bandbus von Quadro Nuevo, in dem Robert Wolf mit den Instrumenten unterwegs nach Augsburg zu einem Konzert war, in einen schweren Unfall. Es starben zwei Menschen, Robert Wolf wurde lebensgefährlich verletzt. Mit dem Verdacht auf Querschnittslähmung wurde er mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wo er nun laut Zeitung in Lebensgefahr schwebt. Eine aktuellere Meldung über seinen Gesundheitszustand war leider nicht zu finden.

Ich bin zutiefst erschüttert über diese Nachricht und wünsche Robert Wolf von Herzen alles Gute und viel Kraft und Willen! Ich hoffe so sehr, dass diese ersten schlimmen Befürchtungen sich nicht bewahrheiten und dass er bald auf dem Weg der Besserung sein wird! In Gedanken bin ich bei seinen Angehörigen, seinen Freunden und den anderen Bandmitgliedern, die sich nun zwischen Bangen und Hoffen bewegen müssen. Ich wünsche auch Euch viel Kraft und alles Gute!


CD-Tipp: Quadro Nuevo – Weihnacht

Mittwoch, 3.Dezember 2008

Seit der Advent offiziell begonnen hat, läuft bei mir immer wieder eine ganz bestimmte CD, nämlich das neue Album „Weihnacht“ von Quadro Nuevo. Vielleicht hat schon der Eine oder Andere von Euch von der Gruppe gehört oder hatte sogar wie wir das Glück, sie mal live spielen zu sehen?!

Es handelt sich um die vier Musiker Mulo Francel (Saxofone, Klarinetten), Robert Wolf (Gitarre, Bouzouki), Andreas Hinterseher (Akkordeon, Vibrandoneon, Xylophon) und D. D. Lowka (Kontrabass, Percussion), die seit 1996 gemeinsam sehr erfolgreich in ganz Europa auftreten und bereits acht CDs und eine DVD herausgebracht haben. „Tango, Valse Musette, Aarabesken, Flamenco, liebevoll entstaubte Filmmusik und ein fast schon verklungenes Italien“, so beschreiben Quadro Nuevo selber ihren Stil auf ihrer Homepage. Über die aktuelle CD „Tango Bitter Sweet“ schreiben sie: „Magnetische Melodien aus Europa – wildes Temperament getrieben zwischen östlichen und westlichen Winden, zwischen verzehrender Sehnsucht und genussvoller Erfüllung – zwischen dem Bitteren und dem Süßen. Das ist die Welt des Tangos, wie ihn Quadro Nuevo spielt. Längst hat das Instrumental-Quartett zu einer ganz eigenen Form der Tonpoesie gefunden, die sich den Genre-Schubladen entzieht. Ausgehend von einem europäisch geprägten Tango bereichert Quadro Nuevo diese Musikrichtung mit Elementen des Flamenco, des Balkan-Swing, waghalsigen Improvisationen und einer unvergleichlichen mediterranen Leichtigkeit.“ (Mehr über das Quartett gibt es hier zu lesen)

Das Album „Weihnacht“ beinhaltet eine wunderbare Auswahl traditioneller Weinachtsmelodien, mit denen ich größtenteils aufgewachsen bin. Diese werden jedoch nicht kirchlich-streng wiedergegeben, sondern erklingen in dem ganz eigenen besonderen Stil der Gruppe und erfüllen den Hörer mit einem Gefühlsmisch aus Nostalgie, heiterer Gemütlichkeit und Besinnlichkeit. „Erinnerungen an die eigene Kindheit. Draußen die Winterluft, drinnen der Kerzenduft. Bratäpfel schmoren im Ofen. Klänge der freudigen Erwartung. Weihnachtslieder. Lieder, welche des Menschen Suche nach Trost, Licht und Liebe wiedergeben. Quadro Nuevo spielt eine sehr persönliche Auswahl weihnachtlicher Melodien.“

Wenn ich selber beim Hören der CD die Augen schließe, dann sehe ich mich und meine Lieben an einem verschneiten Weihnachtsabend vor einem wunderschönen Weihnachtsbaum, im Kamin flackert ein wärmendes Feuer, die Herzen sind geöffnet, und im Bauch hat man dieses herrliche Weihnachtskribbeln, dass man als Kind immer hatte… Eben so richtig romantisch und gleichzeitig aber auch den Anlass würdigend. Denn die Stücke sind eine Auswahl der verschiedensten, größtenteils christlichen Weihnachtslieder, wie z.B. „Maria durch ein´ Dornwald ging“, „Kommet ihr Hirten“ und „Oh Heiland, reiß die Himmel auf“. Und auch die Evergreens „Stille Nacht“ und „Vom Himmel hoch“ fehlen nicht, erstrahlen jedoch in neuem Glanz und werden wieder gerne gehört. Hinzu kommen einige wenige nicht-deutsche Melodien wie „Away in a Manger“ und „Santa Lucia“ – es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und das Album ist nicht zuletzt ein schöner Ausgleich zu all dem Christmas-Pop, der derzeit aus dem Radio tönt, und ein heilsamer, wohltuender Ohrenschmeichler im Vergleich zum aktuellen Weihnachtsmarkt-Gedudel. Ich kann Euch das Album nur wärmstens empfehlen! Der einzige Nachteil der CD ist, dass sie sich nicht zu Weihnachten verschenken lässt, da man sie dann ja erst elf Monate später wieder genießen könnte… Deshalb bekommen einige meiner Lieben ihre Geschenke in diesem Jahr auch schon etwas früher!

cd-quadronuevo-weihnacht Weitere Informationen zu der CD sowie Hörbeispiele und die Möglichkeit, sie gleich online zu bestellen, findet Ihr hier. Dort werden auch die anderen CDs und die DVD der Gruppe vorgestellt – stöbert ruhig mal ein bisschen herum, es lohnt sich, die Gruppe kennen zu lernen!

Ich wünsche Euch viel Freude dabei!

Ach ja, und wer einfach mal ein ganzes Stück hören möchte, für den habe ich mein Lieblingsstück von der Quadro Nuevo-CD „Canzone Della Strada“ ausgegraben: La Luna Si Veste D´Argento. Einfach anhören, Augen zum träumen und genießen…

PS: Heute Abend tritt Quadro Nuevo mit genau diesem Weihnachtsalbum in Bonn in der Kreuzkirche auf, also quasi vor meiner Haustür – und ich kann nicht hingehen, weil ich selber eine Probe für ein Konzert nächste Woche habe… *schnief*


Welt-AIDS-Tag, Hendrik und ich.

Montag, 1.Dezember 2008

Ich habe Dich kennen gelernt, als wir im Jahr 1997 gemeinsam mithalfen bei der Ausrichtung eines Gottesdienstes zum Welt-Aids-Tag. Ich weiß es noch wie heute: Du standest da vor der Kirche mit einigen anderen, es war dämmrig, und ich kam auf Euch zu. Du drehtest Dich zu mir um, strahltest mich an und sagtest, „Du bist Barbaras Tochter!“ Du kanntest meine Mutter, deren Platz ich in der Vorbereitung einnahm, weil sie spontan verreist war. Ich war total verblüfft über diese einfache und herzliche Begegnung, und das Eis war gebrochen, bevor es überhaupt entstanden war.

Wir wurden Freunde, Du und ich. Haben uns oft getroffen, mal auf einen Kaffee in der Stadt, mal bei einem von uns zu Hause. Haben über Gott und die Welt geredet. Haben zusammen gelacht und geweint, gesprochen und geschwiegen. Ich habe Dir mal eine Schwarzwälder-Kirsch-Torte zum Geburtstag mitgebracht, weißt Du noch? Und Du hast mal auf meinem Anrufbeantworter eine Nachricht auf Platt hinterlassen, über die wir uns beide kringelig gelacht haben. Ja, Dein Lachen und diese Nachricht habe ich noch immer im Ohr, obwohl es zehn Jahre her ist. Die Möwe Jonathan war Dein Lieblingsbuch, und Du liebtest den kleinen Prinzen. Auf dem letzten Foto, das ich von Dir habe, sieht man Dich von hinten, denn Du gehst gerade zur Türe hinaus. Das war das letzte Mal, dass wir uns gesehen haben.

Du warst HIV positiv. Du hattest Dich infiziert, weil Du bei einem Unfall erste Hilfe geleistet hast und selbst eine kleine Wunde am Finger hattest. Diese Ungerechtigkeit habe ich nie verstanden. Noch heute macht sie mich wütend. Doch über Jahre hinweg hast Du tapfer und gelassen mit Deiner Krankheit gelebt, hast soviel Freude ausgestrahlt und andere damit angesteckt. Du hast Dein Schicksal getragen und dennoch anderen Menschen Trost und Wärme gespendet, Kraft gegeben.

Als ich auszog, weit fort von zu Hause, verloren wir den Kontakt. Es war Januar 1999, und auf meiner Abschiedsfeier entstand das Foto. Hätte ich gewusst, dass es in Wirklichkeit Dein, unser Abschied war…

Im Sommer kam ich nach Hause, hatte gehört, dass Du umgezogen warst, und forschte nach Deiner neuen Bleibe. Und dann erfuhr ich das Furchtbare. Zwei Monate zuvor hattest Du Deinem Leben ein Ende gesetzt. Hast Dich vor einen Zug fallen lassen. Es gab Dich nicht mehr.

Ich war wie gelähmt. Stundenlang lief ich über den Friedhof, bis ich Dein Grab gefunden hatte. Ich hatte Blumen dabei und den kleinen Prinzen. Lange bin ich bei Dir geblieben, habe mit Dir gesprochen und endlich meine Tränen gefunden…

Es folgte eine schlimme Zeit für mich, denn ich war gefangen in meiner Trauer, Hilflosigkeit und Schuldgefühlen, wollte niemandem glauben, der sagte, es war nicht Deine Schuld, Mareike. Doch dann, einige Wochen später, träumte ich von Dir. Du standest vor meiner Haustür, und als ich Dich sah, wurde ich wütend. Laut schluchzend warf ich Dir vor, dass Du einfach so gegangen warst und mich allein gelassen hattest mit all meinen Schuldgefühlen. Du hörtest mich ruhig an und nahmst mich dann in den Arm. Du hast mir über den Kopf gestrichen und mir gesagt, dass alles gut so ist, wie es ist. Dass es so Dein Wunsch gewesen war. Und da endlich, in diesem Traum, konnte ich Dich verstehen und Dich loslassen. Ich weinte noch beim Aufwachen, weil ich Dich einfach schrecklich vermisste, aber gleichzeitig war ich auch ein bisschen getröstet. Ich musste wieder nach Vorne sehen und leben, das hattest Du mir gesagt.

Seitdem bin ich oft an Deinem Grab gewesen. Der kleine Prinz hat noch lange dort gelegen. Und immer wieder bricht auch jetzt noch die Traurigkeit durch, auch wenn Dein Tod mehr als neun Jahre her ist. Ich brauche nur „Tears In Heaven“ von Eric Clapton zu hören, und sofort schnürt sich mir die Kehle zu und die Tränen laufen mir über die Wangen. Doch ich konnte Dich loslassen, konnte Dich gehen lassen. Denn ich weiß, dass Du dennoch immer irgendwie da bist, in meinem Herzen, in meiner Seele, in meinem Leben.

Dir, lieber Hendrik, widme ich dieses Video, denn ich weiß, wie viel Dir dieses Lied bedeutete und dadurch bedeutet es auch mir sehr viel. Ich wünsch Dir von Herzen alles Gute, da, wo Du jetzt bist.

Hendrik.

1972-1999.

Du fehlst mir.