Uffffff…

Meine Tochter ist seit einer ganzen  Woche krank. Das ist ihr gutes Recht und sie tut mir fürchterlich leid und überhaupt. Aber ich bin froh, dass sie jetzt im Bett ist! Himmel – Darf man sowas eigentlich sagen, ohne gleich als Rabenmutter abgestempelt zu werden? Ich habe ja immer gleich ein kleines schlechtes Gewissen, aber ich bin jetzt auch einfach erleichtert und fix und fertig und froh, wenn sie schläft. Das Problem ist, dass sie einen richtig dicken Schnupfen und ordentlich Husten hat, was sie gerade in den Leichtschlafphasen abends und am frühen Morgen ständig hustend und weinend aufwachen lässt. Zum Glück hat sie so zwischen 23 Uhr und 6 Uhr eine lange Schlafphase, in der auch ich etwas zur Ruhe komme. Aber dafür, dass man sonst zwischen 19 Uhr und 7.30 Uhr wirklich überhaupt nichts von ihr merkt (ja, ich weiß, ich bin verwöhnt…) ist das eine sehr kurze Ruhephase…

Meine Tochter ist wirklich ein Sonnenscheinchen, und ich würde sie nicht anders haben wollen, als sie ist – sie ist einfach unbeschreiblich wundervoll, und ich liebe sie von ganzem Herzen. Sie hat eigentlich auch fast immer gute Laune und schreit nie – außer wenn sie müde ist. Und das ist nun seit einer Woche permanent der Fall: Ich habe sie noch nie so weinerlich, schlecht gelaunt, unzufrieden und LAUT erlebt… Entsprechend gehen Herr Sichtfeld und ich ein bisschen auf dem Zahnfleisch, zumal die Erkältung Herrn Sichtfeld nun auch noch erwischt hat.Ich habe ja für sowas gar keine Zeit, ich komme ja nichtmal zum Plätzchenbacken…

Wie dem auch sei, jetzt schläft sie erstmal, und ich kann mich dem Berg von Bügelwäsche und unseren Fußböden widmen… *seufz*

Ehrlich gesagt frage ich mich in diesen Tagen nur eines: Wie um alles in der Welt machen das Eltern von Schreibabys? Wie machen die das??? Wenn die Kinder den ganzen Tag, Woche für Woche, Monat für Monat so drauf sind wie Sichtfeldchen zurzeit… Wie macht man das? Wie hält man das aus? Diesen Eltern gebührt heute mein gesamter Respekt und meine ganze Anerkennung für das, was sie leisten! Ich verneige mich vor denen, die es geschafft haben! Und das kommt aus tiefster Seele.

Advertisements

12 Responses to Uffffff…

  1. andrea2007 sagt:

    Au wei, liebe Mareike, das klingt sehr anstrengend, für Euch alle Drei. Ich hoffe, Deine beiden Lieblinge erholen sich ganz schnell wieder und Du bleibst resistent gegen diese doofen Bazillen. Eine Freundin von mir hatte ein Schrei-Kind (wie sich nach 2 Jahren erst rausstellte, hatte ihre Tochter sich bei der Geburt etwas verrenkt und einfach immer Schmerzen), sie weiss bis heute nicht, wie sie das ausgehalten hat. Babysitter und Eltern haben aufgegeben, sie musste sich die ganze Zeit IMMER allein kümmern, Horror, sie war ein reines Nervenbündel. Das nur zu Deiner letzten Frage.
    Alles Liebe für Euch. Andrea

  2. Sicht-Feld sagt:

    Liebe Andrea,
    ich glaube, in solchen Situationen entwickelt man als Mutter einfach Kräfte, von denen man bisher niemals geahnt hat. Für Außenstehende ist das kaum nachvollziehbar. Aber wie gut, dass die Natur für solche Kraftreserven gesorgt hat, denn was sollte man sonst machen?! Das Problem erledigt sich ja nicht von selbst…
    In meiner näheren Verwandtschaft gab es einen ähnlichen Fall, da stellte sich später eine Lebensmittelunverträglichkeit heraus. Die armen Eltern – und die armen Kinder! Die schreien ja auch nicht, weil es solchen Spaß macht!
    Danke für Deine Genesungswünsche und liebe Grüße in Deine verschneite Wahlheimat!
    Mareike

  3. Papa sagt:

    Oh man, alles Gute für euch und schnelle Besserung.

    Ja, man ist in der Tat schnell verwöhnt. Damit meine ich nicht einmal den psychischen Zustand, sondern den physischen. Ich kann schon gar nicht mehr glauben, wie man die ersten Monate durchgehalten hat, als die Nächte alle 3 Stunden unterbrochen wurden. Der Körper passt sich schon ganz gut an die Umstände an … kann man nicht anders sagen.

    Aber dennoch sind auch wir froh, dass wir eine so unkomplizierte Tochter haben wie ihr auch. Auch wenn es Momente gibt, in denen man das mal vergisst 😉

  4. Schaps sagt:

    Ich glaube Eltern von Schreibabys sind generell ziemlich fertig ^^
    Immer müde und häufig gereizt…

  5. agichan sagt:

    Und jeden Tag danken, dass das eigene Kind kein Schreibaby gewesen ist – zum Wohle des Kindes und der Eltern.

  6. Marina sagt:

    Hallo Mareike!

    Ich hoffe, deine Tochter geht es morgen schon wieder besser! Die arme. Eine Woche ist ganz schön lang, und das natürlich – wie Du es auch formuliert hast – nicht nur für sie selbst….
    Ich musste ein wenig gequält schmunzeln, als du das mit dem Schreibaby erwähnt hast. Bei mir ist nämlich gerade mein kleiner, 12 Wochen alter Neffe daheim. Er ist sowas von niedlich und süß, aber wenn er einen schlechten Tag hat, was häufig vorkommt, dann schreit er, und schreit, und schreit… heute war Quadro Nuevo kurz im WDR im Fernsehen zu sehen. Genau da schrie er am lautesten…
    (die drei, Mulo, Didi und Andreas, sahen übrigens alles andere als gut aus. Sie tun mir wirklich Leid. Außerdem war es für eine Band dieses Niveaus eigentlich sowieso eine Beleidigung, auf eine Sendung eingeladen zu werden, in der – und ich übertreibe nicht – grottenschlechte „Musiker“ sich eher blamierten, als dass sie musizierten. Das war eine Katastrophe! Sänger konnten nicht singen, waren furchtbar kitschig (Weihnachtsschlager), mies getextet, nicht im Takt oder einfach nur falsch gesungen. Es war ein Graus! Quadro Neuvo waren da eigentlich völlig fehl am Platze).

  7. Lilo sagt:

    Liebe Mareike,

    da hat es ja dein kleines Mäuschen offenbar auch erwischt. Ich kann gut nachvollziehen, wie es dir gerade geht – Sophie war auch oft krank und ist es auch gerade wieder. Nur, dass sie nicht mehr ganz so klein ist und zwischendurch auch mal alleine spielt, obwohl es ihr nicht so gut geht.
    Ich kann dich aber beruhigen. Auch mir geht es manchmal so, dass ich mir wünsche es wäre endlich Schlafenszeit. Und wenn sie dann im Bett liegen bin ich so froh. Dadurch ist man noch lange keine Rabenmutter. Dann wären vermutlich alle Eltern Rabeneltern. Denn auch Mamas und Papas brauchen mal ein bisschen Zeit und Ruhe für sich.

    Liebe Grüße
    Lilo

  8. Sicht-Feld sagt:

    Lieber „Papa“,
    *grins* – wie wir die ersten Monate überstanden haben, frage ich mich auch manchmal. Und wenn wir so über ein zweites Kind nachdenken, dann weiß man ja nun, was einem so ungefähr bevorsteht… Aber wir werden sicher trotzdem noch mindestens ein Kind dazubekommen, denn ich weiß ja auch, dass man es schafft – irgendwie!
    Liebe Grüße,
    Mareike

    Lieber Schaps,
    die Eltern von anstrengenden Babys, die ich kenne, haben das irgendwie trotzdem ziemlich gut weggesteckt! Da scheint man irgendwelche ungeahnten Kraftreserven zu mobilisieren…
    Liebe Grüße,
    Mareike

    Liebe Agichan,
    willkommen auf meiner Seite! Ja, ich bin immer wieder dankbar dafür, wie „pflegeleicht“ unsere Kleine ist. Dadurch geht es ihr und uns sehr gut!
    Liebe Grüße,
    Mareike

    Liebe Marina,
    Tja, da steht man manchmal etwas hilflos dabei. Die Eltern wissen ja meist noch, was helfen könnte, aber wenn man mal auf ein „fremdes“ Kind aufpassen soll, das die ganze Zeit nur Schreit, da kann man schon ganz schön ins Schwitzen geraten!
    Schade, ich habe Quadro Nuevo im Fernsehen verpasst. Auch wenn das Drumherum so furchtbar war, hätte ich sie doch gerne gesehen! Was haben sie gespielt?
    Liebe Grüße,
    Mareike

    Liebe Lilo,
    danke für Deine aufmunternden Worte. Heute geht es uns schon viel besser, und im Moment macht die Kleine ihren Mittagsschlaf. Meine Mutter sagt immer, sie war jeden Abend froh, wenn wir drei in den Betten waren und Ruhe einkehrte – aber sie hat sich auch jeden Morgen gefreut, wenn sie uns wiedergesehen hat. Ich finde, das ist wahr und eine gute Mischung. Man ist ja als Eltern schon stark genug eingespannt, vor allem, wenn man zu Hause bleibt, da braucht man eben auch noch etwas Zeit für sich, und die ist dann auch heilig! Es ist ja keinem gedient, wenn man sich nur noch aufopfert und dabei selber keinen Ausgleich mehr hat, nicht wahr?
    Liebe Grüße,
    Mareike

  9. Marina sagt:

    Liebe Mareike,

    das Drumherum war wirklich furchtbar, nur vermochte es meinen Neffen kurzzeitig zu beruhigen. Somit war es kurz still, sodass die schräg gesungenen Schlager das Wohnzimmer ausfüllten. Die Ansage von Quadro Nuevo ging aber im Babybrüllen unter. Es wurde glaube ich gesagt, dass sie 2003 den Jazz-Award erhalten haben und seit 12 Jahren zusammen touren. Gestern spielten sie „Oh Little Town Of Bethlehem“, was sehr schön war, wenn auch die Gitarre wirklich, wirklich fehlte.
    Zudem ist mir aufgefallen, dass Dietmar Lowka zum ersten Mal einen anderen Bass dabei hatte. Hoffentlich ist der alte nicht kaputt!

  10. Sicht-Feld sagt:

    Liebe Marina,
    ja, um die Instrumente habe ich mir ehrlich gesagt auch schon so meine Gedanken gemacht. Es sind ja sehr viele besondere, wertvolle, exotische Instrumente in der Sammlung von Quadro Nuevo, und ich kann mir vorstellen, dass jedes Instrumente seine eigene Geschichte für die Gruppe hat und somit auch eine sehr persönliche Bedeutung. So geht es mir zumindest mit meinen Musikinstrumenten. Das wäre ein weiterer trauriger Nebeneffekt des Unfalls, wenn dabei auch noch allzu viele Instrumente kaputt gegangen wären…
    Liebe Grüße,
    Mareike

  11. Marina sagt:

    Liebe Mareike,
    die meisten Instrumente sind glaube ich heil geblieben. Das alte, wertvolle Saxophon zum Beispiel, das Akkordeon, die Sansula (dieses eiförmige, kleine Instrument) Aber der Bass ist eventuell kaputt, und zur Gitarre kann man ja nichts sagen.
    Dennoch, es wäre noch ein Glück im Unglück gewesen, wenn sie „nur“ die Instrumente verloren hätten. Denn was macht man mit lauter unversehrten Instrumenten, wenn ein lebendiges Mitglied dafür fehlt. Unfassbar, wie manchen Menschen ein solches Unglück widerfahren kann.
    Ich habe gestern die Geschichte von Hendrik gelesen, und sie hat mich sehr traurig gemacht. Dies ist auch ein Beispiel dafür, dass das Schicksal nicht nach menschlichem Gerechtigkeitssinn über uns entscheidet. Wer weiß, vielleicht hat alles einen höheren Sinn, den wir nicht verstehen können, aber das kann nur bedingt tröstlich sein.

  12. Schaps sagt:

    Die Kraftreserven kommen dann sicher aus der Freude und der Liebe

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: