Buch- und Kinotipp: Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen

Gestern abend war es endlich soweit: Ich war mit einer Freundin im Kino und habe mir „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ angesehen, wie ich es hier bereits angekündigt hatte. Und um ehrlich zu sein: Ich war begeistert! Selten hat mich ein Film so in seinen Bann gezogen, und selten hat das Verhältnis der Bilder des Films zu den Bildern, die beim Lesen des Buches in meinem Kopf entstanden sind, so sehr gestimmt.

Der Film folgt, bis auf einige wenige Ausnahmen, sehr genau der Romanvorlage von Stephenie Meyer. Die Schauplätze, Szenerie und Räume sind geschickt gewählt, und die Besetzung bis in die Nebenrollen sehr gut gecastet. Spätestens nach ein paar Minuten wirft man alle Skepsis über Bord und lässt sich von dem Film einfach mitreißen, man fühlt und verliebt sich mit Bella und Edward und zittert mit, wenn es spannend wird. Für mich war es ein unglaubliches und intensives Erlebnis, all das, was ich zuvor im Buch gelesen, nein: verschlungen hatte, nun in bewegten Bildern zu sehen. Es passte einfach!

Die Kleinigkeiten, die ich mir anders vorgestellt hatte, sind für den Verlauf des Films kaum von Bedeutung. So fehlte z.B. Edwards deutscher Synchronstimme das Samtweiche, Einzigartige, das im Buch immer wieder betont wird, und der Schauspieler, der Bellas Schulkameraden Eric spielt, entspricht überhaupt nicht der Beschreibung im Roman. Anders, aber nicht ungeschickt war auch der erste Auftritt der Cullen-Geschwister in der Schule: Sie wirkten wie etwas abgehobene High-School-Stars und nicht rätselhaft, unnahbar und abwesend wie in der literarischen Vorlage. Dies ist jedoch alles, worüber ich wirklich gestolpert bin.

Viel kritischer wird es vermutlich für einen Zuschauer sein, der die Romanvorlage nicht kennt, denn viele Eigenheiten der Vampire und Details, die im Buch ausführlich erläutert werden, werden im Film nur gestreift, wie z.B. die Baseball-Szene während des Unwetters oder der Vorgang der Verwandlung eines Menschen in einen Vampir. Auch die Intensität der Gefühle zwischen Bella und Edward und vor allem das Dilemma des Vampirs, sich in das potentielle Opfer zu verlieben, welches er am meisten auf der Welt begehrt, leidet objektiv betrachtet in der Verfilmung. Hat man jedoch das Buch noch vor Augen und vor allem im Gefühl, dann wirken die Bilder des Films sehr intensiv und eindringlich. Ich bin absolut hingerissen davon und kann es kaum erwarten, Twilight auf DVD ein zweites, drittes, viertes Mal zu sehen.

Fazit: Eine stimmige, gut umgesetzte und hervorragend besetzte Romanadaption, über deren Schwächen man als begeisterter Leser gut hinwegsehen kann. Es ist jedoch m.E. für einen größtmöglichen Genuss des Filmes unerlässlich, vorher das Buch gelesen zu haben – erst dann wirkt der Film richtig.

Und hier für alle Neugierigen noch ein Cinetipp zu Twilight:

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8 Responses to Buch- und Kinotipp: Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen

  1. Wortman sagt:

    Ich kenne das Buch gar nicht. Mal sehen, wie mir dann der Film gefällt.
    Tintenherz hab ich auch geguckt, ohne das Buch zu kennen. Den fand ich, mit ein paar Ausnahmen, auch sehr gut 😉

  2. Lilo sagt:

    Das Buch Biss zum Morgengrauen hab ich noch nicht gelesen und den Film auch noch nicht geschaut. Und Tintenherz auch noch nicht. Aber das Buch „Tintenherz“ kenne ich zumindest – dank meiner Schwester 🙂 Immerhin etwas!

  3. Sicht-Feld sagt:

    Lieber Torsten,
    da bin ich auch neugierig, ob Dir der Film gefällt. Es ist eben eher ein Liebesfilm als alles andere. 🙂
    Der Tintenherz-Film war ganz gut, allerdings finde ich, dass man das Buch in wesentlichen Dingen zu sehr verändert hat. Ich frage mich, inwiefern das Teil 2 und 3 beeinflussen wird, sofern die überhaupt noch verfilmt werden…
    Liebe Grüße,
    Mareike

  4. Sicht-Feld sagt:

    Liebe Lilo,
    also die Biss-Reihe (das sind ja vier Bücher) hat mir noch deutlich besser gefallen als Tintenherz – es war besser geschrieben und eindeutig fesselnder. Ich finde, bei den drei Tintenwelt-Romanen dauert es recht lange, bis man wirklich in der Geschichte ist und sich Spannung aufbaut. Sie haben einfach viele Längen. Deine Meinung würde mich sehr interessieren, vor allem wenn Du Biss… gelesen hast.
    Ich habe die Tintenwelt-Trilogie als Hörbücher (ungekürzt) gehört und fand sie recht gut, vor allem den dritten Band, aber sie sind ganz etwas anderes als die Biss-Bücher. Da lese ich inzwischen den dritten Band.
    Liebe Grüße,
    Mareike

  5. Wortman sagt:

    Da ich im Moment eh nicht dazu komme ins Kino zu gehen, muss ich auf die DVDs warten 😉
    Ich sag dann Bescheid, wie mir Twilight gefallen hat und ob ich die Story kapiert habe ohne Buch. 🙂

  6. Denny sagt:

    hallo leute, ich habe den film geschaut aber das buch fand ich ´´persönlich´´ besser. ich denke da werden sehr viele sachen detailierter erzählt, so das ich mir das sogar bildlich vorstellen konnte. aber für die leute die das buch nicht gelesen haben müsste der gut sein.
    nun zu meiner frage ich verstehe die szene nicht, wo sie baseball spielen, vor allem warum sie genau wo ein gewitter kommt baseball spielen ?
    könnte mir das bitte jemand erklären??
    DANKE 🙂

  7. Sicht-Feld sagt:

    Lieber Torsten,
    na, dann bin ich mal gespannt, die DVD kommt irgendwann im Juni raus. 🙂
    Liebe Grüße,
    Mareike

  8. Sicht-Feld sagt:

    Hallo Denny,
    willkommen bei mir und danke für Deinen Kommentar.
    Warum die Vampire nur bei Gewitter Baseball spielen können, kommt tatsächlich in dem Film nicht besonders gut rüber, aber im Buch wird es gut erklärt. Es wird ja immer wieder beschrieben, dass Edward einen kalten, glatten Körper wie aus Marmor hat, und das gilt auch für die anderen Vampire. Wenn sie nun beim Baseball gegeneinanderprallen, dann klingt es, als ob zwei Felsbrocken gegeneinanderkrachen, es ist also sehr laut und weithin hörbar. Damit die Menschen dies nicht hören, spielen sie eben nur bei Gewitter. Im Film scheint es eher so, als ob sie die Bälle mit so einer Geschwindigkeit werfen, dass der Luftzug einen Lärm verursacht. Das ist eine der Szenen, die ich im Film gegenüber dem Buch eindeutig kritisiere.
    Liebe Grüße,
    Mareike

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