Traum-Date

Dienstag, 31.März 2009

Gestern abend habe ich beim Einschlafen ein Date mit Herrn Sichtfeld ausgemacht. Das haben wir früher öfter mal gemacht, dann geriet es irgendwie in Vergessenheit – aber gestern abend war mir plötzlich wieder einmal danach. Das Besondere daran ist, dass es eine Verabredung für den Traum ist. Wir verabreden dann zum Beispiel, uns gleich nach dem Einschlafen an einem besonders schönen Ort zu treffen oder etwas besonders Schönes zu machen. Gestern haben wir uns für einen Barfuß-Strandspaziergang verabredet.

Ob wir uns nun wirklich im Traum getroffen haben, daran kann ich mich heute nicht mehr erinnern, aber darum geht es auch gar nicht. Das Schöne daran ist, dass man einschläft mit dem Gefühl der Sonne auf der Haut, des warmen Windes in den Haaren, des Sandes zwischen den Zehen oder der Wellen, die sanft die Fußknöchel umspielen, und mit der Hand des Liebsten in der eigenen…

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Der Traum vom Haus VIII

Dienstag, 31.März 2009

Gestern ist uns klar geworden, wo bei unserem neuen Haus der Haken ist, nach dem wir schon so lange gesucht haben: Es ist kein DSL verfügbar! Ist das zu fassen??? Uns fehlen vor Entsetzen die Worte…


Der Frust einer Frau

Samstag, 28.März 2009

Da freut man sich tagelang auf ein Paket…

Im Juni sind Herr Sichtfeld und ich auf eine Hochzeit eingeladen, und Sichtfeldchen kommt natürlich auch mit und darf sich am Blumenstreuen versuchen. Nun dachte ich mir, das wäre doch ein prima Anlass, sich mal wieder so richtig aufzubrezeln, und habe den Online-Shop meines Lieblingsladens nach schicken Kleidern durchsucht. Ich bin auch prompt fündig geworden und habe mir drei davon zur Anprobe herbestellt. Das geht bei Espr*t nämlich gratis, inklusive Retoure. Das nenne ich echt mal Kundenservice – vor allem für Mütter sehr zu empfehlen! Nun habe ich also tagelang gewartet und war schon ganz hibbelig wegen der Kleider, und heute kamen sie dann! Also ganz fix Sichtfeldchen ihrem Papa aufs Auge auf den Arm gedrückt und nix wie los vor den Spiegel und anprobieren. Meine gute Laune stieg immer weiter an, während ich das Paket öffnete, die sorgsam verhüllten Kleider herausnahm, sie an den Schrank hängte und die Verpackung vom ersten Kleid löste. Kurz darauf fand meine Stimmung dann ihren Höhepunkt, nämlich ungefähr eine halbe Sekunde bevor ich einen Blick in den Spiegel warf. Das Kleid saß nämlich einfach nicht, es war irgendwie merkwürdig geschnitten. Naja, zwei Versuche hatte ich ja noch. Kleid Nr. 2 war dann aus einem Stoff, der mich dezent an einen Regenschirm erinnerte und fiel dadurch, dass er so steif war, so unvorteilhaft über meinen Ex-Babybauch, dass es zum Heulen aussah. Ich will ja auf der Hochzeit nicht ständig dazu beglückwünscht werden, dass da Sichtfeld Nr.4 unterwegs ist, wenn das noch gar nicht der Fall ist?! Tja, und Kleid Nr. 3 war zwar aus einem zauberhaften Stoff, fiel jedoch auf Brusthöhe so merkwürdig, dass es ungelogen so aussah, als hätte man seitlich mehr Oberweite als vorne! Ja echt, ich kann mir das auch nicht erklären!

Naja, wie dem auch sei – ich habe laut herummaulend alles wieder zurückgeschickt, einschließlich des ebenfalls nicht passenden T-Shirts für alle Fälle, das ich auf jeden Fall behalten wollte um meinen 10-Euro-Gutschein einzulösen, der jetzt fröhlich verfällt… Das ist mir bei diesem Laden noch nie passiert – sonst könnte ich da immer das ganze Sortiment zusammenkaufen! Ich bin richtig, richtig doll frustriert!

Jetzt muss ich echt dringend mal in die Bonner Innenstadt und dort ausgiebig suchen gehen – es kann doch wohl nicht angehen, dass meine liebe Schwiegermama (!) es schon wieder schafft, auf so einer Feier sexyer auszusehen als ich…!


Wie macht eigentlich…?

Dienstag, 24.März 2009

Ich stehe vor einem Problem. Ist denjenigen unter Euch, die öfter mal mit kleinen Kindern zu tun haben, das folgende Dilemma auch schon aufgefallen? Die meisten Bücher für Ein- bis Zweijährige quillen förmlich über vor lauter Tieren, ja, sie platzen schier aus allen Nähten, weil so viele Tiere sich darin drängen. Das ist ja sehr erfreulich, denn zumindest Sichtfeldchen interessiert sich zurzeit brennend für Tiere. Da kommen dann auch die fröhlichsten und possierlichsten Arten vor, von der Katze über das Lämmchen bis hin zum Löwen oder Affen. So weit, so gut. Nun ist mein Problem aber, dass Sichtfeldchen die Tiere nicht nur anschaut, sondern sie auch zu gerne nachahmt. Aber wie zum Geier macht eigentlich ein Pinguin? Eine Giraffe? Ein Känguruh??? Die Null-Acht-Fuffzehn-Tiere bekomme ich ja ganz gut hin, und Sichtfeldchen immitiert seit heute einen prima Esel (beim „iii“ atmet sie sogar ein!), aber ich werde immer noch ganz nervös, wenn ich weiß, dass nach dem nächsten Umblättern ein Kamel, ein Eichhörnchen oder ein Zebra kommt… Und ganz wohl fühle ich mich beim typischen „Törrööö!“ von Benjamin Blümchens nächsten Verwandten irgendwie auch nicht.

Probleme, die man vermutlich auch nur als Eltern ohne zoologische Grundausbildung hat, gell? 😉


West und Ost – damals und heute und immer wieder aktuell…

Freitag, 20.März 2009

Den folgenden Text habe ich am 5. Oktober 2008 geschrieben, nachdem ich den Film „Das Leben der Anderen“ zum ersten Mal gesehen hatte. Gestern abend habe ich ihn zum dritten Mal gesehen, gemeinsam mit Herrn Sichtfeld, der ihn noch nicht kannte – und die Wirkung war wiederum genau die selbe wie beim ersten Ansehen. Deshalb hole ich diesen damals leider kaum gelesenen Artikel noch einmal hervor. Es ist keine Filmrezension, sondern vielmehr ein sehr persönlicher Blick auf diese umfangreiche Thematik.

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Lügnerin!

Donnerstag, 19.März 2009

Neulich hat er bei mir geklingelt. Er, von dem ich nicht gedacht hätte, dass es ihn überhaupt gibt. Er, den ich bisher immer für ein Phantom aus der Werbung gehalten habe: der Herr von der G.E.Z. Und ganz ehrlich? Ich hatte schon lange keinen so unangenehmen Gegenüber mehr! Vorab: Herr Sichtfeld ist sehr akkurat und genau, wenn es um solche Dinge wie Versicherungen, Anschlüsse und Gebühren geht, und ich weiß genau, dass wir angemeldet sind. Trotzdem fragte mich dieser Mensch sehr frostig aus bezüglich unserer Daten und Geräte und ließ mich sehr deutlich merken, dass er sich ganz sicher war, dass ich log. Er hat es nicht wörtlich gesagt, aber trotzdem war diese Unterstellung da. Schließlich stellte sich dann nach einem Telefonat heraus, dass wir wirklich angemeldet sind und dass der Fehler bei der G.E.Z. lag, die uns unter einer falschen Postleitzahl führte und unseren Straßennahmen mit Z vorne statt mit K geschrieben hat. Ts-ts-ts… Ich bin jetzt noch richtig empört und fühle mich persönlich beleidigt von dieser Unterstellung, ich würde lügen. Und das Schlimmste ist, dass dieser Mensch es noch nicht einmal für nötig gehalten hat, sich zu entschuldigen! Ich kann mir vorstellen, dass man in diesem Job oft Menschen begegnet, die versuchen, sich rauszureden, und dass man dann irgendwie abstumpft. Aber das ist für mich keine Entschuldigung! Hätte er sich mal lieber gefreut, dass da wirklich mal jemand ehrlich ist und zahlt…!


Fremdsprachenkenntnisse

Donnerstag, 19.März 2009

Dass Sichtfeldchen sich ganz nach ihrem eigenen Rhythmus entwickelt wissen ja inzwischen die meisten von Euch. Und das ist auch gut so. Warum soll ich mir (und ihr) Stress machen? Sie lernt es (also z.B. in diesem Fall das Sprechen) schon noch, wahrscheinlich geht es dann wieder von einem Tag auf den anderen los, wie immer bei ihr – und ich habe den Verdacht, dass sie dann gleich „in ganzen Sätzen“ sprechen wird. Ich bin mir sogar sicher, dass sie jetzt schon sehr viel sagen könnte, wenn sie wollte, aber aus irgendeinem Grund hält sie die Zeit noch nicht für reif. Dafür versteht und weiß sie aber unglaublich viel. Fast alles, was wir sagen, setzt sie hervorragend um. Wenn wir z.B. fragen, wo das Buch mit dem „Mann, der lacht“ ist, dann läuft sie los und holt es und schlägt sogar die richtige Seite auf und zeigt auf den lachenden Mann. Dann zeigt sie uns, dass er Schuhe anhat und das auf dem gleichen Wimmelbild aber auch zwei Frauen ohne Schuhe sind. Auf ihre Art erklärt sie ganz genau, was sie uns sagen will. Ich bin davon immer wieder fasziniert!

Der neuste Hit ist es, Tierstimmen nachzumachen, und ich bin immer ganz überrascht, welche Tiere sie dabei so sehr interessieren, dass sie sie nachzumachen versucht. Der Eisbär ist am süßesten, da stößt sie ein richtig tiefes, kehliges Knurren aus, einfach zum Knuddeln! Raben (bzw. Krähen) liebt sie auch sehr, die machen „Kaaaaa – kaaaaaa!“, bei Katzen macht sie das höchste Geräusch, das ihre Stimme zu Stande bringt, und Schafe und Kühe sind einfach „Mmmmmmmmm“. Alles andere macht bei ihr „Da-da“, mit Betonung auf dem zweiten da. Sie liebt Tiere sehr, und da bewährt es sich, dass wir auf dem Land leben und es in Fußgehreichweite Schafe und Lämmer, Hühner, Kühe, Pferde und Ziegen gibt. Und ganz lady-un-like macht sie auch zu gerne die Geräusche von Autos und vom Staubsauger nach, außerdem das „Bong“ von der Kirchturmuhr. Alles wird genauestens kommentiert, nur eben nicht mit „richtigen“ Worten.

Ach ja, und der letzte Schrei bei ihr sind Körperteile. Sie kennt schon sehr viele und kann sie bei sich und bei anderen zeigen. Ganz neu ist jetzt der Popo, den sie uns immer zeigt, wenn sie mal pupsen musste oder wenn die Windel so richtig voll ist. Außerdem hat sie ein kleines süßes Schweinchen namens Piggeldi bekommen – ein absolutes Ausnahmestofftier, denn es hat nicht nur Augenbrauen, sondern sogar einen Bauchnabel! Natürlich hat es auch alles andere wichtige, aber diese beiden Körperteile zeigt Sichtfeldchen eben besonders gerne.

Ich bin gespannt und neugierig, wie es weitergeht mit ihr und ihrer Sprachentwicklung. Ein bisschen verschaukelt komme ich mir ja immer noch vor – sie sagt den ganzen Tag „Papa“ und weiß, wie ein Eisbär macht – aber von „Mama“ noch immer keine Spur… 🙂