Soll ich – oder …?

Freitag, 29.Mai 2009

Ich liebe Musik. Das wissen die meisten meiner aufmerksamen Leser inzwischen. Ich bin mit überwiegend klassischer Musik aufgewachsen und sie war immer ein wichtiger Teil meines Lebens. Schon als Kleinkind habe ich musikalische Früherziehung gemacht, dann die obligatorische Blockflöte erlernt und schließlich auf eigenen Wunsch Geige gelernt. Lange Jahre habe ich im Orchester mitgespielt und bei wunderbaren Konzerten und Auftritten mitgewirkt. Bei uns zu Hause hat ständig irgendjemand Musik gemacht. Mein Vater spielt Horn und Klavier, mein älterer Bruder Gitarre und Bass und mein jüngerer Bruder Klavier, Saxophon und Querflöte. Und im „Grammophon“-spielen waren und sind wir alle gut! 🙂

Später habe ich dann noch Gesangsunterricht genommen, während des Studiums Querflöte gelernt und in verschiedenen Chören mitgesungen. Auch jetzt singe ich seit über einem Jahr in einem wunderbaren Bonner Chor mit, und der Probenabend ist immer ein großes Highlight meiner Woche. Ich brauche Musik, ich liebe Musik – es gibt für jede Stimmung, für jede Situation die passende, sie kann alles ausdrücken, vielleicht sogar besser, als Worte es vermögen.

Ich halte es für das größte Versäumnis meines Lebens, dass ich nicht als Jugendliche auch noch Klavier gelernt habe. Die Kapazität und auch das Talent hätte ich gehabt, das will ich hier mal so ganz unbescheiden sagen. Aber ich habe noch viele andere Dinge gemacht (Ballett, Voltigieren, Turniertanz…), und so habe ich das Klavier leider verpasst, wie ich rückblickend feststellen muss. Ich kann zwar verschiedene Stücke spielen, die ich mir autodidaktisch am elterlichen Instrument beigebracht habe, aber „so richtig“ spielen kann ich eben nicht. Inzwischen besitze ich sogar ein eigenes Klavier – sehr zu Sichtfeldchens Vergnügen – aber ich (be-)nutze es kaum. Leider! Ich habe es eben nie gelernt. Und dabei liebe ich Klaviermusik und bewundere alle, die mit den Fingern so über die Tasten huschen und tanzen können. Das Klavier hat der Geigen gegenüber den Vorteil, dass es eben auch alleine gut klingt – was bei der Geige wirklich nur mit sehr viel Talent und jahrelanger Übung der Fall ist. Ein Klavier klingt eben „nach etwas“, und es ist so vielseitig – vielsaitig! Ich würde es zu gerne beherrschen – aber wie gesagt…

Doch jetzt – und damit wären wir bei der Überschrift dieses Textes angekommen – hat sich mir die Chance aufgetan, es doch noch zu erlernen. Über den Chor habe ich eine junge und in my humble opinion sehr talentierte Musikerin kennengelernt, die selber auch Klavierstunden gibt. Mit ihr habe ich mich vorgestern über das musikalische Versäumnis meines Lebens unterhalten, und sie sagte etwas wie „Na und? Dann lern es doch jetzt noch!“. Sie sah überhaupt kein Problem darin, dass ich ja nun schon älter (najaaaa – ist doch so! 🙂 ) sei und so, zerstreute alle meine Einwände, die ich halbherzig einbrachte und bot an, mich zu unterrichten.

Tja – und was soll ich sagen? Ich habe Feuer gefangen von dieser Idee. Mir jetzt diesen musikalischen Wunsch doch noch zu erfüllen – das wäre das Größte (sofern es wirklich funktioniert)! Am liebsten würde ich sofort anfangen. Nur leider gibt es ein paar praktische Hindernisse. Was mache ich inzwischen mit Sichtfeldchen? Und wie finanziere ich das Ganze? Und wo soll ich überhaupt die Zeit hernehmen – ich will doch auch unbedingt wieder Geige spielen und bräuchte auch da Auffrischungsunterricht…

Und trotzdem, es lässt mich nicht los. Wenn nicht jetzt, wann dann? Mit 50 kann ich das doch nicht mehr machen! Und irgendwie – wo ein Wille ist, ist auch ein Weg – ich hab ihn nur noch nicht so recht gefunden…

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Höflich kommt man weiter!

Dienstag, 26.Mai 2009

Nachdem Sichtfeldchen heute beim Abendessen noch eine dicke Portion Pesto von heute Mittag verdrückt hatte, drehte sie sich (wie jeden Abend) in ihrem Hochstühlchen herum und zeigte auf die Obstschale. Es folgte dieser Dialog:

Herr Sichtfeld: Was möchtest Du denn, einen Apfel, eine Birne oder eine Banane?
Sichtfeldchen: Da!
Herr Sichtfeld: Möchtest Du eine Banane?
Sichtfeldchen zappelt aufgeregt: Ba! Ba!
Herr Sichtfeld: Wenn Du Ba-na-ne sagst, dann hole ich sie Dir!
Sichtfeldchen quengelt: Ba! Baaaaaa…!
Frau Sichtfeld versucht es diplomatisch: Sichtfeldchen, sag doch mal „Papa – bitte – Banane“.
Sichtfeldchen: Pappa, biddebidde!
Herr Sichtfeld galoppiert völlig begeistert los, holt die Banane und reicht sie seiner strahlenden Tochter.
Sichtfeldchen: Dang-ke!

Und wieder bin ich verblüfft, was Sichtfeldchen so alles aufschnappt, denn wir haben sie bisher noch nicht bewusst dazu ermuntert, danke und bitte zu sagen!


Wenn Frauen klettern

Montag, 25.Mai 2009

Die letzten Worte der Kletternden: „Iiiih, ein Viech!“

(Anmerkung: Das waren zwar meine Worte angesichts einer Assel, als ich am vergangenen Wochenende zum ersten Mal an einer Kletterwand in etwa 3 m Höhe hing, aber es waren zum Glück nicht meine letzten!)


Zivilcourage? Oder selbstverständlich?

Mittwoch, 20.Mai 2009

Heute ist mir etwas passiert, von dem ich dachte (hoffte!), das gäbe es nur im Fernsehen. Ich bin jetzt noch völlig aufgewühlt und fassungslos. Ich habe miterlebt, wie eine Mutter ihr Baby in der prallen Sonne im Auto allein gelassen hat!

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Fiiiiigaro… :-(

Dienstag, 19.Mai 2009

Über Himmelfahrt ist wieder einmal ein großes Familientreffen angesagt, auf das ich mich schon seit dem letzten Mal vor zwei Jahren freue. Damals war ich mit Sichtfeldchen schwanger, und nun kann ich sie endlich präsentieren mit der Großfamilie (ca. 80 Personen) bekannt machen. Aus diesem Anlass war ich heute extra schnell noch mit ihr beim Friseur (und zwar bei dem, zu dem Herr Sichtfeld auch geht), denn der hat ihre Haare beim letzten Mal richtig toll geschnitten. Tja – und heute hatte er irgendwie keinen guten Tag: Sichtfeldchens Haare sind total verschnitten! Am schlimmsten ist der Pony, der ist viel zu kurz geworden und bildet so eine gerade Linie, die zu allem Überfluss auch noch ein wenig diagonal über die Stirn verläuft…! Da hat auch das Nacharbeiten mit der Ausdünnungsschere nichts mehr geholfen. Wie viel ich dafür gezahlt habe, daran will ich gar nicht mehr denken. Ich weiß nicht, ob ich da noch etwas retten kann, oder ob ich es nur noch schlimmer mache – auf jeden Fall bereue ich diesen Friesurbesuch zutiefst! Beim nächsten Mal nehme ich sie mit zu meinem Friseur nach Bonn – dem vertraue ich blind! 😦


Ist das klasse!

Montag, 18.Mai 2009

…wenn ich nämlich etwas gestresst nach Hause komme und durch die lange Warteschlange im Supermarkt schon das Abendessen verpasst habe, und wenn ich dann die Treppe raufgehe und aus dem Schlafzimmer schon das laute Gelächter von Herrn Sichtfeld und Sichtfeldchen höre. Wenn ich dann „Hallo“ rufe und ein begeistertes „Mama!“ zurückgekräht wird, und wenn dann gleich darauf Herr Sichtfeld sagt: „Oh, Sichtfeldchen ist ja verschwunden!“, und wenn ich dann sage „Mäuslein piep einmal“ und unter einem Berg von Kissen ein kleines hohes „Piep“ hervorkommt, wenn der Kissenberg dann anfängt zu wackeln und darunter ein völlig verstrubbeltes und nur mit einer Windel bekleidetes Nackidei-Sichtfeldchen hervorkommt, das bis zu beiden Ohren strahlt und sich mir lachend in die Arme schmeißt. Gibt es eigentlich etwas Besseres für Herz und Seele?!


Geschichts-um-schreibung

Montag, 11.Mai 2009

Was mache ich, wenn mir das Wort „Floh“ noch zu schwer auszusprechen ist, ich aber unbedingt mit meiner Babysitterin das tolle neue Lied singen will? Na klar, ich setze einfach ein Alternativwort ein!

Babysitterin singt: „Der Cowboy Jim aus Texas, der stets auf seinem Pferd saß, hat einen Hut aus Stroh und darauf saß ein…“

Sichtfeldchen: „Ei!“