Der Haken beim Haus

Wie meine regelmäßigen Leser wissen, sind wir ja Ende April in die eigenen vier Wände gezogen und verfügen nun u.a. über einen Garten, einen Vorgarten und einen Keller. Warum ich diese Teile des Hauses explizit erwähne, wird sich gleich zeigen. Fakt ist jedenfalls, dass wir bisher nicht ein einziges Mal auch nur ansatzweise daran gezweifelt haben, ob es eine gute Idee war, dieses Haus zu kaufen – wir fühlen uns hier rundum wohl, und es ist wirklich genau das richtige Zuhause für uns. Da hat sich die lange Sucherei gelohnt!

Doch einen Haken hat dieses Haus leider doch. Wir wohnen hier nicht alleine. Und das liegt nicht nur daran, dass es sich um eine Doppelhaushälfte handelt! Nein, die Mitbewohner, von denen ich spreche, sind eher ungebetener und alles andere als menschlicher Art. Was haben wir hier nicht schon alles im Haus gehabt: Wiesenschnaken, Weberknechte, die Hornisse neulich, und vor ein paar Tagen sogar eine Maus, von den Fliegen und Ameisen (zum Glück „nur“ im Garten!) ganz zu schweigen! Aber am ekligsten sind die Spinnen. Dazu zwei Anekdoten.

Vor einigen Tagen kam Herr Sichtfeld abends erst spät von der Arbeit. Sichtfeldchen schlief schon, und ich stand im Wohnzimmer und nahm die Wäsche vom Wäscheständer ab, den ich gerade aus dem Garten hereingeholt hatte. Da saß auf einem T-Shirt von Sichtfeldchen eine winzige Spinne. Da ist ja nicht viel dabei, dachte ich mir, und wollte aus der Küche ein Papier holen und das kleine Biest beseitigen. Bei Spinnen und Mücken kenne ich eben kein Erbarmen. Ich komme also in die dunkle Diele, und was sitzt da vor mir auf dem Boden, so richtig schön im Lichtstrahl, der aus dem Wohnzimmer kommt? Eine riesige haarige Hausspinne (ACHTUNG: Diesen Link wirklich nur mit sehr starken Nerven anklicken!!!). Dagegen war das kleine Ding auf dem Wäscheständer ja richtig niedlich! Und warum tauchen diese Monster immer dann auf, wenn Herr Sichtfeld, mein Held, nicht da ist?!

Und heute Morgen wollte ich, nachdem ich mit Tee und Keksen von meinen beiden Liebsten geweckt worden war, mal schnell unter die Dusche springen, und was sitzt da, mitten in der Duschwanne? Genau. Muss ich es aussprechen? Das wird der große Bruder von dem Viech in der Diele gewesen sein! Brrrrrrr! *schüttel* Ich bestand in dem Moment wirklich nur noch aus Gänsehaut. Es kommt auch nicht oft vor, dass ich kreische, aber bei dem Anblick ließ es sich wirklich nicht unterdrücken! Was bitte haben diese Wiederlinge in meinem Haus zu suchen? Im WOHNBEREICH??? Im Keller kommen die ja ab und zu vor, und das ist schon eklig genug! Aber wie kommen die in meine Dusche? Wenn die dann einfach nur so dasitzen oder womöglich noch auf mich zu laufen, dann bekomme ich von ihrer puren Existenz jedes Mal einen Schrecken, der mich wahrscheinlich Jahre meines Lebens kostet!

Naja, während ich mich angeekelt im Hintergrund hielt, haben Sichtfeldchen und Herr Sichtfeld das Ungetüm mit großem Interesse begutachtet (man soll ja seinem Kind keine Voreingenommenheit vermitteln…), und schließlich hat sich mein Held um das Weitere gekümmert. Aber ganz ehrlich: So wirklich entspannt in ich jetzt nicht mehr!

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12 Responses to Der Haken beim Haus

  1. Papa sagt:

    Ein kleiner Trost: Spinnen halten sich nur gerne in den Häusern auf, in denen ein gutes Wohnklima herrscht, also scheint euer Haus eine gute Substanz zu haben … (meine ich ernst)

  2. Sicht-Feld sagt:

    Lieber Nils,
    ja, das habe ich auch schonmal gehört. Na, wenigstens etwas! Aber ich frage mich trotzdem, wie das Viech in meine Dusche kommen konnte – im 1. OG und trotz Fliegengitter vor dem Fenster. Durch den Abfluss? Wohl kaum! Durch die Haustür? Hmm… und das hieße dann, dass sie unbemerkt durch Diele und Wohnzimmer, die Treppe rauf, durch den Flur und durch unser Schlafzimmer gekommen ist! Gruselig und ziemlich raffiniert!
    Liebe Grüße,
    Mareike

  3. theomix sagt:

    Liebe Mareike,
    was willst du machen? Hat das Haus ein Erdgeschoss, ist die Umgebung etwas ländlicher, dann hast du solche Landbewohner zu Gast. Ob eine Arachnophobie heilbar ist, bezweifle ich. Aber dass sie anerziehbar sei, ebenso. Sonst hätte der eine Sohn keine…
    Liebe Grüße, Jörg

    • Papa sagt:

      Hallo Theomix,
      bei solchen Phobien liegt tatsächlich viel in den Genen. Freunde von uns haben gar nichts gegen Spinnen, deren knapp 3jähriger Sohn aber hat eine Riesenangst davor.
      Liebe Grüße
      Nils

  4. Sicht-Feld sagt:

    Lieber Jörg,
    als Arachnophobie würde ich das bei mir noch gar nicht unbedingt bezeichnen. Draußen habe ich nichts gegen Spinnen, ich bewundere sogar ihre Netzkunstwerke, und sie haben ja auch durchaus einen Nutzen. Ich mag sie nur nicht im Haus haben. Aber da werde ich mich hier wohl dran gewöhnen müssen…
    Liebe Grüße,
    Mareike

  5. Lilo sagt:

    Liebe Mareike,
    das hatte ich hier in der Wohnung auch schon und wir wohnen im ersten Stock. Die Spinne einfach mit dem Staubsauger wegsaugen. Das geht auch ohne Mann 😉
    Eklig ist es schon, aber das liegt bestimmt nicht an Eurem Haus! Das passiert in jedem Haus irgendwann mal. Gestern Abend saß ein Grashüpfer im Wohnzimmer an der Decke und vor einigen Wochen eine riesige Heuschrecke – vor den Viechern fürchte ich mich wirklich. Dagegen sind Spinnen ein Klacks 😉

    Liebe Grüße,
    lilo

  6. Elisabeth sagt:

    Liebste Mareike,
    oh, wie ich das kenne… Letzthin sass so eine große, dicke, fette Spinne unter meinem Duschbad…! Ich wollte sie erst einfach wegspülen, hab sie dann aber doch eingefangen und in den Garten geschüttelt… Aber angenehm ist dieser Anblick nicht… Jetzt weiß ich wenigstens, warum sie ausgerechnet zu MIR bzw. zu EUCH kommen! *lach* Da ists halt soooooooo schön… 🙂
    Allerliebste Grüße zu dir, Elisabeth

  7. Sicht-Feld sagt:

    Liebe Lilo,
    bei Spinnen kommt es immer auf Größe und Haarigkeit an, wie sehr ich mich ekel. Gegen Grashüpfer habe ich gar nichts – ich werde bei Wiesenschnaken panisch. Die schaukeln immer so unkoordiniert durch die Gegend, und man weiß nie, wohin sie als nächstes fliegen. Brrr!
    Liebe Grüße,
    Mareike

  8. Sicht-Feld sagt:

    *lach*
    Liebe Elisabeth,
    das wird es sein! 🙂
    Du hast das Viech in Deinem Duschbad also tatsächlich leben lassen? Das bewundere ich! Bei solchen riesigen Hausspinnen hört meine Gnade irgendwie auf, das muss ich zugeben. Ich wüsste auch gar nicht, wie ich sie lebendig rausbekommen sollte – für diesen Trick mit dem Glas und der Karte müsste ich viel zu nah ran an das Biest…! Ich grusele mich ja immer ohne Ende, wenn Menschen solche Monster in die Hand (!) nehmen und raustragen! Brrr!
    Liebe Grüße,
    Mareike

  9. Anna sagt:

    ich kann Dich beruhigen, mit den Jahren relativiert sich das. Inzwischen ignoriere ich schon alles was kreucht und fleucht unter 12mm durchmesser….

  10. Schaps sagt:

    Aj! Genau sone Spinne hab ich auch mal vor unserer Haustür fotografiert…die hatte aber iwie nur noch 6 Beine. Ich find das Bild nur gerade leider nicht 😦
    Das ist schln eklig ^^

  11. Sonja sagt:

    iiih, und trotz der Warnung hab ich den Spinnenlink geklickt. Ich ekel mich auch vor den Viechern…

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