Auch wir haben´s gesehen…

Mittwoch, 4.Mai 2011

Klar haben die Große und ich am vergangenen Freitag auch am Fernseher geklebt und uns die Royal Wedding angesehen. Mit einer Tochter, die gerade voll im Prinzessinnen- und Hochzeitsfieber steckt, hat man ja kaum eine andere Möglichkeit. Und sie hat es richtig zelebriert und während der gesamten Hochzeit ihre Tiara aus der Verkleidungskiste getragen…

Wobei ich im nachhinein sagen muss, dass mir das Ganze irgendwie zu steif war – DIESE VERSION HIER gefällt mir deutlich besser:


Alles okay, Mama

Montag, 25.April 2011

Ich habe in der Küche zu tun, während die Mädchen im Wohnzimmer spielen. Plötzlich höre ich Baby Sichtfeld quengeln.

Mama: „Was macht ihr beiden denn da schon wieder?“

Sichtfeldchen: „Gar nichts, Mama. Ich habe Baby Sichtfeld nur ein bisschen piegesackt.“


So geht das eben nicht

Montag, 14.März 2011

Sichtfeldchen macht inzwischen an den meisten Tagen keinen Mittagsschlaf mehr, doch wenn sie sehr früh aufgestanden ist, nötige ich sie manchmal doch noch dazu. So auch letzte Woche. Doch ganz so leicht ist das mit dem Schlafen auch nicht mehr…

Sichtfeldchen: Mama, ich kann einfach nicht einschlafen, es geht nicht. Mir fallen einfach immer wieder die Augen auf…!


Weiterbloggen oder nicht – das ist hier die Frage…

Donnerstag, 24.Februar 2011

Um diesen Blog ist es bedauerlicherweise in letzter Zeit sehr still geworden. Eine lange Zeit lang war ja das Bloggen mein Hobby Nr.1, und irgendwie vermisse ich es auch. Nur habe ich im Moment so viel um die Ohren mit dem Familienalltag, dauerkranken Kindern, OPs usw., dass es für mich in  den letzten Monaten nur zusätzlichen Druck bedeutet hätte, auch noch „bloggen zu müssen“. So soll es natürlich nicht sein. Deshalb habe ich hier eine Pause eingelegt, die sich inzwischen schon ganz schön hingezogen hat…

Jetzt ist die Frage, wie es weitergeht. Ganz ehrlich? Ich weiß es noch nicht. Ein paarmal schon hatte ich den Gedanken, den Blog zu löschen und mich zu verabschieden. Doch dafür hat es mir einfach zu viel bedeutet, hier mit Euch meine Gedanken zu teilen. Und eigentlich denke und hoffe ich, dass ich doch bald die Zeit finde, hier wieder häufiger mitzumischen. Jetzt ist der Winter bald vorbei und somit hoffentlich auch die ständigen Erkältungen, jetzt kann Sichtfeldchen wieder in den Kindergarten gehen und jetzt sind wir einen Haufen Sorgen los, weil Baby Sichtfeld die OPs gut überstanden hat und die Resultate unseren Familienalltag doch um einiges vereinfachen.

Also mal sehen. Ich mag das hier (noch) nicht aufgeben!

Übrigens: Sollte ich weitermachen, dann müsste ich mir für meine beiden Mädchen neue Namen einfallen lassen, denn von einem „Baby“ Sichtfeld kann man nun bald wirklich nicht mehr sprechen, mit ihren 10 Monaten, neun Zähnen und emsigen Selber-Laufen-Versuchen…! Habt Ihr Ideen? Sichtfeldchen 1 und Sichtfeldchen 2 oder Die Große und Die Kleine finde ich persönlich etwas einfallslos…


Warum ist die Banane…?

Sonntag, 7.November 2010

Sichtfeldchen will eine Banane essen. Sie versucht, den Stiel abzubrechen, um die Banane dann schälen zu können – erfolglos.
Sichtfeldchen: Mama, bitte mach mir mal die Banane auf.
Mama versucht es auch, scheitert ebenfalls und nimmt schließlich ein Messer zur Hilfe.
Mama: Boah, die geht aber echt schwer auf.
Sichtfeldchen ganz entrüstet: Wer hat die denn so fest zugemacht?!


Das Wunder des Hörens

Sonntag, 31.Oktober 2010

Am vergangenen Montag hat unser Baby Sichtfeld mit sechseinhalb Monaten Paukenröhrchen gelegt bekommen.
Baby Sichtfeld hat eine Gaumenspalte, und bereits mit drei Monaten stellten wir in diesem Zusammenhang fest, dass sie nicht so auf akustische Reize reagiert, wie andere Babys in ihrem Alter. Eine HNO-Untersuchung und ein Hörtest ergaben, dass sie beidseitig Paukenergüsse (also Flüssigkeitsansammlungen hinter dem Trommelfell) hatte und kaum etwas hörte.
Diese Diagnose war für mich persönlich fast schlimmer als die Diagnose mit der Gaumenspalte, denn ich stellte mir immer vor, dass die Kleine, sobald sie z.B. im Stubenwagen lag und wir außer Sichtweite waren, völlig isoliert und einsam war, weil sie uns ja eben auch nicht hören konnte. Nur mühsam gewöhnte ich mich an den Gedanken, dass sie kaum hören konnte, und mein Hoffnungsstrohhalm war immer nur der Gedanke an die OP und dass sie danach dann würde hören können, dass ihre Ohrenprobleme also vermutlich zu beheben wären.

Bei der OP-Vorbesprechung wurde dann noch ein Hörtest gemacht, der sehr schlecht ausfiel, und der HNO machte sich bereits Sorgen, ob noch etwas anderes dahintersteckte als nur die Paukenergüsse. Er veranschlagte für die OP auch gleich noch einen weiteren speziellen Hörtest (BERA) unter Vollnarkose, zur Sicherheit.
Die OP selbst hat Baby Sichtfeld sehr gut überstanden, und auch der BERA-Test fiel zum Glück sehr gut aus.

Was für uns aber das größte Glück ist: Baby Sichtfeld ist seitdem wie ausgewechselt! Ein zufriedenes und ruhiges Baby war sie schon immer, doch hat sie immer so ein bisschen „ihr Ding“ gemacht und sich gar nicht so um uns andere geschert, solange wir nicht direkt vor ihrem Gesichtsfeld waren – klar.
Doch jetzt ist sie auf einmal so aufgeschlossen, neugierig und fröhlich, dass wir nur staunen können. Wir hatten befürchtet, sie könne sensibel oder schreckhaft auf all das Neue, Laute reagieren, aber im Gegenteil! Sie wendet sich nun ganz interessiert auch den kleinsten Geräuschquellen zu und freut sich schon, wenn sie uns nur kommen hört. Sie lacht den ganzen Tag, plaudert viel mehr vor sich hin als früher und hat in unseren Augen einen riesigen Entwicklungsschub gemacht, einzig dadurch, dass sie jetzt hören kann!

Wir sind überglücklich über dieses tolle Ergebnis und unendlich dankbar, dass alles so gut geklappt hat!


Also…!

Donnerstag, 14.Oktober 2010

Beim Mittagessen. Es gibt Pesto-Spaghetti, Sichtfeldchens Lieblingsgericht.

Sichtfeldchen: Mama, kannst du mir die bitte klein schneiden?
Mama: So, dass du sie mit dem Löffel essen kannst?
Sichtfeldchen: Nein, mit der Gabel, du alter Quatschkopf!


Suppentaufe

Montag, 20.September 2010

Habe ich da eigentlich wieder irgendein elementares physikalisches Gesetz verschlafen? Das wäre streng genommen auch wieder kein Wunder, denn dem Physikunterricht in der Schule konnte ich – typisch Mädchen?! – tatsächlich nie viel abgewinnen. Aber das hier… Kann mir das bitte mal jemand erklären?!?

Vorgestern war eh schon so ein missratener Tag (darüber schreibe ich später noch), aber das i-Tüpfelchen kam dann abends, als ich Hunger bekam. Baby Sichtfeld schlummerte bereits selig in ihrem Bettchen, Herr Sichtfeld hatte gerade Sichtfeldchen ins Bett gebracht, und ich hatte gerade mehr als eine Stunde mit meinem üblichen Abendprogramm verbracht: Tisch abdecken, Fläschchen auskochen, Fläschchen und Milchpulver für die Nacht vorbebreiten, Spülmaschine einräumen und anmachen und Küche putzen. Nun war mein Tagwerk vollbracht, und ich freute mich auf mein Abendessen, das im Rahmen meines derzeitigen Anti-Babyspeck-Projekts aus einer Diät-Kartoffelsuppe aus der Tüte bestehen sollte. Njam.

Laut Anleitung sollte man also das Pulver mit dem Schneebesen in heißes Wasser einrühren und etwas quellen lassen. Ich dachte mir, ich mach es jetzt mal besonders clever, und füllte das kochend heiße Wasser und das Pulver in so einen Schüttelbecher mit Deckel – kennt Ihr, oder? Tja, es stellte sich im nächsten Moment heraus, dass diese Idee doch nicht ganz so clever war, als ich nämlich den Deckel zumachte und arglos anfing zu schütteln. Noch in der ersten Aufwärtsbewegung gab es ein seeehr lautes „Plopp“, und die gesamte heiße Pampe flog mir nur so um die Ohren. Ich habe vor Schreck so geschrien, dass Herr Sichtfeld in Sekundenschnelle aus dem Dachgeschoss heruntergaloppiert kam. Der Anblick, der sich ihm bot, muss schon… na, sagen wir mal, unerwartet gewesen sein: Seine fassungslose Frau mit einem halben Schüttelbecher in der Hand und – Suppe. Überall Suppe. Aufgrund dessen, dass diese ja noch nicht mal zum Quellen gekommen war, sah es jedoch eher aus wie Erbrochenes – roch zum Glück aber anders! Und alles war voll, ich selber, meine Klamotten, meine Haare, meine Schuhe, die ganze frischgeputzte Küche, alle Schränke, der Toaster, CD-Player, Fläschchenwärmer, Mikrowelle, unser Familientimer, sämtliche Fotos an den Wänden und die Wände selbst, vom Fußbodem ganz zu schweigen. Es ist eigentlich erstaunlich, dass die Decke nichts abbekommen hat!

Naja, das Ende vom Lied war dann, dass mein wunderbarster aller Ehemänner seine aufgelöst heulende Frau unter die Dusche schickte und die Küche so gut es ging reinigte. Ist er nicht ein Schatz?! Und das Ergebnis der ganzen Geschichte: Zum Glück nur einige kleinere Verbrennungen bei mir, eine spätabendliche Dusche und Waschladung und die folgende Erkenntnis, die ich hier unbedingt mit Euch teilen will, damit Euch nicht eines Tages ähnliches widerfährt:

VERSUCHE NIEMALS, WIRKLICH NIEMALS EINE TÜTENSUPPE IN EINEM SCHÜTTELBECHER ZUZUBEREITEN!!!!


Zitat des Tages

Mittwoch, 15.September 2010

Klar bin ich ein romantischer Mensch – Ich komm bloß so selten dazu…!


So schön, schön war die Zeit…

Sonntag, 12.September 2010

Liebes Sichtfeldchen,

nun bist Du schon so groß! Du bist eine große Schwester, bist schon ganze drei Jahre alt, und seit zwei Wochen gehst Du in den Kindergarten. Ich bin so stolz auf Dich, mein kleines großes Mädchen, und jeden Tag staune ich aufs Neue, was für ein selbständiges, redegewandtes, fröhliches und liebenswertes Kind schon aus Dir geworden ist! Jeden Morgen ziehst Du mit Deinem kleinen Rucksack in den Kindergarten ein, und jeden Morgen denke ich erneut, nanu, nun ist die Zeit mit Dir zu Hause auch schon vorbei… Klar bekomme ich als Mama da manchmal einen kleinen Kloß im Hals und bin froh, dass ich wenigstens Deine kleine Schwester bei mir habe. Doch ich freue mich auch jeden Tag aufs Neue, Dich mittags abzuholen, wenn Du mir freudestrahlend auf den Arm hüpfst, mir einen dicken Schmatzer gibst und mir erzählst, wie toll es heute im Kindergarten war.

Meine liebe große Tochter, ich finde Dich einfach super, und Du machst Deine Sache echt toll! Ich weiß auch, dass Du es zurzeit manchmal nicht ganz leicht hast – glaube mir, das geht vorbei, das kennt jedes Kind. Aber Du lässt Dich nicht entmutigen, trägst nichts nach und begegnest Deiner Welt immer wieder von Neuem mit Schwung, Neugier und Wohlwollen. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du weiterhin ein glücklicher Mensch bleibst, und wann immer Du es brauchst, werde ich gerne versuchen, dazu beizutragen.

Ich hab niemanden auf der Welt mehr lieb als Dich!

Deine Mama


Veraltete Technik

Montag, 6.September 2010

Der Alptraum eines jeden Bloggers: Mein PC ist im Eimer! Und zwar schon seit Wochen, und irreparabel. Daher ärgere ich mich – ebenfalls schon seit Wochen – wieder mit meinem alten Trödellaptop herum, der inzwischen schon Veteran im hohen Alter von neun Jahren ist. Er tut´s zwar immer noch, aber er ist ja sooo langsam! Und alles, was nicht im Internet passiert, brauche ich gar nicht erst zu versuchen.

Na, wie gut, dass ich bald Geburtstag habe! Und wie gut, dass ich einen begabten Ehemann habe, der meinen neuen „Rolls Royce“ gerade für mich einrichtet. Dann macht das Bloggen ja erst recht wieder Spaß!


So geht das, Herr Zahnarzt!

Freitag, 27.August 2010

Heute war Herr Sichtfeld nach der Arbeit beim Zahnarzt, und ich wollte ihn mit den beiden Mädchen hinterher dort abholen. Beim Jackeanziehen entwickelte sich dann folgender Dialog:

Mama: So, wir holen gleich den Papa ab, der ist nämlich gerade beim Zahnarzt.
Sichtfeldchen: Der arme Papa!
Mama: Ja, der hat ein Aua am Zahn, aber der Zahnarzt macht das wieder heil, und wenn wir den Papa abholen, dann freut er sich!.
Sichtfeldchen: Was hat er denn gemacht mit seinem Zahn?
Mama: Vielleicht hat er zu viel Süßes gegessen…?
Sichtfeldchen: Dann nehme ich einen Faden und wickel den um seinen Zahn rum, und dann ziehe ich ihm den Zahn raus, und dann hole ich einen neuen Zahn aus dem Schrank und drücke ihn in Papas Mund, und dann gehts ihm wieder gut!


Gesunde Ernährung

Dienstag, 17.August 2010

Vor gar nicht allzu langer Zeit…

Mama: „Darf ich bitte noch eins von Deinen Bonbons abhaben?“

Sichtfeldchen: „Nein, Mama, Du hast doch schon genug.“

Mama: „Ach bittebitte gib mir noch eins von Deinen Bonbons ab.“

Sichtfeldchen: „Nein, Mama, Du kannst doch gleich ein Brot essen!“


Neulich im Werksverkauf

Dienstag, 20.Juli 2010

Er kommt freudestrahlend mit seinem Einkaufswagen angerollt: „Guck mal, Schatz, ich habe für Dich schonmal einen Maometer* eingepackt!“

Sie: „Ich will gar keinen Maometer!“

Er: „Ich aber!“

(* Beim Maometer handelt es sich um eine ratet-mal-wie-lange Stange Maoam, unter anderem erhältlich im Haribo-Werksverkauf. Es hat durchaus Vorteile, im Großraum Bonn zu leben – ist aber auch ganz schön gefährlich!)


Fußballjunkie

Freitag, 16.Juli 2010

Sichtfeldchen war ja schon während der WM im absoluten Fußballfieber. Ihre Lieblingskleidung war ihr Deutschland-Trikot, ihr Lieblingslied die „Nationalhünde“ und zum Frühstück gab es immer ein „Deutschlandbrot“: oben Schokoladencreme, in der Mitte rote Marmelade und unten Karamellsirup. Wenn sie irgendwo eine Deutschlandfahne entdeckte (und das war nicht selten!) gab es immer großen Jubel, und wenn etwas Rundes dieses charakteristische schwarz-weiße Muster aufwies, hieß es gleich: „Guck mal, Mama, ein Fußballball!“

Dass das große Fußballfieber nun wieder vorbei ist, ist für sie etwas schwierig zu begreifen. Gestern erst sagte sie folgendes zu mir:

„Mama, mach mal das an, wo die Männer immer alle hinfallen!“