So geht das, Herr Zahnarzt!

Freitag, 27.August 2010

Heute war Herr Sichtfeld nach der Arbeit beim Zahnarzt, und ich wollte ihn mit den beiden Mädchen hinterher dort abholen. Beim Jackeanziehen entwickelte sich dann folgender Dialog:

Mama: So, wir holen gleich den Papa ab, der ist nämlich gerade beim Zahnarzt.
Sichtfeldchen: Der arme Papa!
Mama: Ja, der hat ein Aua am Zahn, aber der Zahnarzt macht das wieder heil, und wenn wir den Papa abholen, dann freut er sich!.
Sichtfeldchen: Was hat er denn gemacht mit seinem Zahn?
Mama: Vielleicht hat er zu viel Süßes gegessen…?
Sichtfeldchen: Dann nehme ich einen Faden und wickel den um seinen Zahn rum, und dann ziehe ich ihm den Zahn raus, und dann hole ich einen neuen Zahn aus dem Schrank und drücke ihn in Papas Mund, und dann gehts ihm wieder gut!

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Gesunde Ernährung

Dienstag, 17.August 2010

Vor gar nicht allzu langer Zeit…

Mama: „Darf ich bitte noch eins von Deinen Bonbons abhaben?“

Sichtfeldchen: „Nein, Mama, Du hast doch schon genug.“

Mama: „Ach bittebitte gib mir noch eins von Deinen Bonbons ab.“

Sichtfeldchen: „Nein, Mama, Du kannst doch gleich ein Brot essen!“


Neulich im Werksverkauf

Dienstag, 20.Juli 2010

Er kommt freudestrahlend mit seinem Einkaufswagen angerollt: „Guck mal, Schatz, ich habe für Dich schonmal einen Maometer* eingepackt!“

Sie: „Ich will gar keinen Maometer!“

Er: „Ich aber!“

(* Beim Maometer handelt es sich um eine ratet-mal-wie-lange Stange Maoam, unter anderem erhältlich im Haribo-Werksverkauf. Es hat durchaus Vorteile, im Großraum Bonn zu leben – ist aber auch ganz schön gefährlich!)


Erkenntnis des Tages

Samstag, 25.Juli 2009

Sonnencreme verhält sich zu Sand wie Teer zu Hühnerfedern.


Geschichts-um-schreibung

Montag, 11.Mai 2009

Was mache ich, wenn mir das Wort „Floh“ noch zu schwer auszusprechen ist, ich aber unbedingt mit meiner Babysitterin das tolle neue Lied singen will? Na klar, ich setze einfach ein Alternativwort ein!

Babysitterin singt: „Der Cowboy Jim aus Texas, der stets auf seinem Pferd saß, hat einen Hut aus Stroh und darauf saß ein…“

Sichtfeldchen: „Ei!“


Hoch hinaus

Freitag, 3.April 2009

In den letzten Tagen war das Wetter hier so schön, sonnig und warm, dass ich immer schon vormittags mit Sichtfeldchen raus auf den Spielplatz im Innenhof unserer Noch-Wohnanlage gegangen bin. Dieser Spielplatz ist eigentlich nichts Großartiges, eine sehr große Sandkiste und eine etwa 1,60 m hohe Rutsche. Sichtfeldchen und ich fühlen uns hier aber immer sehr wohl, zumal wir vormittags den gesamten Innenhof für uns haben und ihn nicht mit frühpubertären Randalierern des Nachmittags teilen müssen.

Heute saßen wir also wieder so in der Sandkiste, Sichtfeldchen schaufelte hochkonzentriert Sand in ihren kleinen Eimer und ich habe mir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Dann stand Sichtfeldchen auf und lieg schnurstracks zu Rutsche. Sie rutscht unheimlich gern und traut sich auch schon, alleine von ganz oben zu rutschen. Diese auf dem Popo nach vorn zum Abwärtsrutschen wackelnde Bewegung muss dem Menschen angeboren sein, sie beherrschte sie von Anfang an. Aber heute habe ich wirklich nicht schlecht gestaunt: Meine Tochter, die gestern 19 Monate alt geworden ist, kommt völlig allein und ohne Hilfe die Leiter der Rutsche hinauf! Und das sind immerhin sechs Sprossen mit einem ordentlichen Abstand dazwischen! In den letzten Tagen habe ich es sie immer mehr selber versuchen lassen, aber meistens hat sie sich dann doch in meinen Sicherungsgriff fallen bzw. hängen lassen und hat dann „nur mit den Füßen“ die Leiter erklommen. Heute schüttelte sie meine Hände vehement ab und kletterte los. Ich stand sprungbereit daneben und war jederzeit darauf gefasst, sie auffzufangen, aber das war gar nicht nötig: Blitzschnell war sie oben, setzte sich hin, wurschtelte ihre Füße nach vorne, wackelte auf dem Popo an die Kante und schaute mich ganz stolz an. Dann gab es sogar noch eines der seltenen Küsschen für mich, und wuschschsch! – war sie auch schon unten.

Ich bin jetzt noch völlig platt, und Herr Sichtfeld wollte mir dieses Kunstwerk gar nicht so recht glauben. Unsere Tochter bringt uns immer wieder zum Staunen!


Erneute Begegnung – oder Erscheinung?

Samstag, 31.Januar 2009

Heute vormittag waren Herr Sichtfeld, Sichtfeldchen und ich mit dem Auto unterwegs und wollten gerade in ein Parkhaus hineinfahren, als ich plötzlich etwas – nein, jemanden sah. „Das ist er! Das ist meine Begegnung!“ platzte es aus mir heraus, und ich war plötzlich ganz aufgeregt. Da war er tatsächlich, der alte Herr im grünen Lodenmantel, genau so, wie ich ihn ihn Erinnerung hatte. Er ging an seiner Krücke, und es sah aus, als fiele ihm das recht schwer. Wir fuhren im Auto an ihm vorbei und konnten nirgends anhalten, sonst hätte ich das sicher getan. Und kaum hatt ich ihn gesehen, war alles wieder da – diese wunderschöne halbe Stunde des Gesprächs mit ihm und vor allem dieses unendlich gute Gefühl im Bauch. Ist das nicht seltsam? Ich habe ihn nur für wenige Sekunden wiedergesehen, nur im Vorbeifahren, und trotzdem fühlte ich mich sofort wieder glücklich, leicht und warm in meinem Inneren, wie an jenem Abend…

Als wir aus dem Parkhaus herauskamen und unsere Besorgungen erledigten, habe ich mich immer wieder nach dem alten Herrn umgesehen, ihn jedoch nirgends mehr entdecken können. Und dennoch lief ich den ganzen Vormittag über mit einem versonnenen Lächeln auf dem Gesicht herum, weil er mir immer wieder im Kopf herumspukte. Was hat dieser Mensch nur für eine Ausstrahlung, für eine Wirkung auf mich, dass es mir so unglaublich gut geht, nur weil ich ihn sehe?! Ich habe mich einfach unglaublich gefreut!