Traurige Nachrichten

Dienstag, 21.Juli 2009

Heute Morgen beim Frühstück fiel mein Blick in der Zeitung auf ein vertrautes Gesicht. Oh, das ist doch Frank McCourt, dachte ich, und wollte mich schon freuen in der Hoffnung, dass er wieder ein neues wundervolles Buch geschrieben hat. Doch leider stand etwas ganz Anderes in dem Artikel.

Frank McCourt ist gestorben.

Und zwar am vergangenen Sonntag im Alter von 78 Jahren in New York in Folge einer Krebserkrankung.

Ich muss sagen, diese Nachricht hat mich schwer getroffen. Man liest ja regelmäßig vom Tod bekannter Persönlichkeiten, aber so intensiv habe ich noch nie auf eine derartige Schlagzeile reagiert. Ich hatte sofort Tränen in den Augen und mein Hals fühlte sich so zugeschnürt an, dass ich gar nicht sprechen mochte.

Für alle, die es bisher versäumt haben, Frank McCourt kennen zu lernen: Er ist der Autor des Weltbestsellers „Die Asche meiner Mutter(Angela´s Ashes) so wie der ebenso wunderbaren autobiografischen Romane „Ein rundherum tolles Land(´Tis),Tag und Nacht und auch im Sommer(Teacher Man) und des Kinder-Weihnachtsbuches „Wo ist das Christkind geblieben?“ (Angela and the Baby Jesus). Frank McCourt war, nein, er ist einer meiner absoluten Lieblingsschriftsteller, und ich trauere wirklich um ihn.

Beim Lesen seiner Bücher habe ich immer das Gefühl, ihn als Mensch wirklich kennen gelernt zu haben. Er schreibt offen, warmherzig, humorvoll und sehr ehrlich über sein Leben – über seine bitterarme Kindheit in Irland und über das Leben, das er sich als junger Mann in Amerika aufgebaut hat. Oft genug wusste ich beim Lesen nicht, ob ich weinen oder lachen sollte, und immer, immer ist es ihm in seinen Büchern gelungen, sich direkt in mein Herz zu schreiben und mich mitfühlen zu lassen, was er erlebt, erhofft, erduldet und erkämpft hat. Ich bewundere diesen Mann, und ich kann es nicht anders sagen: Dass er gestorben ist, ist ein unglaublicher Verlust.

Lieber Frank, ich danke Dir von Herzen dafür, dass Du mich hast teilhaben lassen an Deinem Leben, Deinen Gedanken und Gefühlen und dass Du mir mit Deinen faszinierenden Büchern immer wieder die schönsten Lesestunden meines Lebens bescherst. Ich wünsche Dir alles Gute. Hab Dank!

In liebevoller Erinnerung an Frank McCourt, 1930-2009.


Abendprogramm

Sonntag, 10.Mai 2009

Und schon wieder ein Grund zur Vorfreude!

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Bücherrätsel

Montag, 4.Mai 2009

Nachdem Lilo und Bonafilia vor einiger Zeit so tolle Bücherrätsel gepostet hatten und nachdem nun endlich meine Lieblingsbücher aus ihren Kartons befreit worden sind, kommt nun auch von mir ein solches Rätsel. Ich bin gespannt, wer von Euch dieses Buch kennt und wer es womöglich genau so liebt wie ich.

„Dicht an Radleys Zaun standen zwei Eichen, deren Wurzeln bis auf die Straße reichten, so daß der Boden dort uneben war. Und an dem Baum war mir etwas aufgefallen.

Das Silberpapier, das in Scheitelhöhe in einem Astloch steckte, schien mir in der Nachmittagssonne zuzublinzeln. Ich stellte mich auf die Zehenspitzen, sah mich noch einmal hastig um, griff in das Loch und brachte zwei Plättchen Kaugummi ohne die übliche grüne Umhüllung zum Vorschein.

Meine erste Regung war, sie so rasch wie möglich in den Mund zu befördern, doch dann fiel mir ein, wo ich mich befand. Ich rannte nach Hause und prüfte auf der Veranda meine Beute. Der Kaugummi sah frisch aus. Ich beschnüffelte ihn und fand, daß er gut roch. Schließlich leckte ich daran, wartete eine Weile, ob ich etwa sterben würde, und stopfte ihn dann in den Mund: Wrigleys Doppelminz.“


Büchermangel

Montag, 6.April 2009

*grummel*

Ich würde mich ja zu gerne an den Bücherrätseln von Lilo, Bonafilia und anderen liebe Bloggern beteiligen und selber mal eines posten, aber gerade jetzt sind tatsächlich alle meine Bücher in Umzugskartons! So ein Ärger! Ich wüsste genau, welche beiden Bücher ich auswählen würde – aber ich komme einfach nicht dran, um sie auch wirklich originalgetreu zitieren zu können…! Na, ich denke, nach dem Umzug werde ich die Bücherrätsel nachreichen – bis dahin kann ja jeder, der Lust hat, bei den o.g. Bloggern mitraten! 🙂


Buch- und Kinotipp: Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen

Sonntag, 22.Februar 2009

Gestern abend war es endlich soweit: Ich war mit einer Freundin im Kino und habe mir „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ angesehen, wie ich es hier bereits angekündigt hatte. Und um ehrlich zu sein: Ich war begeistert! Selten hat mich ein Film so in seinen Bann gezogen, und selten hat das Verhältnis der Bilder des Films zu den Bildern, die beim Lesen des Buches in meinem Kopf entstanden sind, so sehr gestimmt.

Der Film folgt, bis auf einige wenige Ausnahmen, sehr genau der Romanvorlage von Stephenie Meyer. Die Schauplätze, Szenerie und Räume sind geschickt gewählt, und die Besetzung bis in die Nebenrollen sehr gut gecastet. Spätestens nach ein paar Minuten wirft man alle Skepsis über Bord und lässt sich von dem Film einfach mitreißen, man fühlt und verliebt sich mit Bella und Edward und zittert mit, wenn es spannend wird. Für mich war es ein unglaubliches und intensives Erlebnis, all das, was ich zuvor im Buch gelesen, nein: verschlungen hatte, nun in bewegten Bildern zu sehen. Es passte einfach!

Die Kleinigkeiten, die ich mir anders vorgestellt hatte, sind für den Verlauf des Films kaum von Bedeutung. So fehlte z.B. Edwards deutscher Synchronstimme das Samtweiche, Einzigartige, das im Buch immer wieder betont wird, und der Schauspieler, der Bellas Schulkameraden Eric spielt, entspricht überhaupt nicht der Beschreibung im Roman. Anders, aber nicht ungeschickt war auch der erste Auftritt der Cullen-Geschwister in der Schule: Sie wirkten wie etwas abgehobene High-School-Stars und nicht rätselhaft, unnahbar und abwesend wie in der literarischen Vorlage. Dies ist jedoch alles, worüber ich wirklich gestolpert bin.

Viel kritischer wird es vermutlich für einen Zuschauer sein, der die Romanvorlage nicht kennt, denn viele Eigenheiten der Vampire und Details, die im Buch ausführlich erläutert werden, werden im Film nur gestreift, wie z.B. die Baseball-Szene während des Unwetters oder der Vorgang der Verwandlung eines Menschen in einen Vampir. Auch die Intensität der Gefühle zwischen Bella und Edward und vor allem das Dilemma des Vampirs, sich in das potentielle Opfer zu verlieben, welches er am meisten auf der Welt begehrt, leidet objektiv betrachtet in der Verfilmung. Hat man jedoch das Buch noch vor Augen und vor allem im Gefühl, dann wirken die Bilder des Films sehr intensiv und eindringlich. Ich bin absolut hingerissen davon und kann es kaum erwarten, Twilight auf DVD ein zweites, drittes, viertes Mal zu sehen.

Fazit: Eine stimmige, gut umgesetzte und hervorragend besetzte Romanadaption, über deren Schwächen man als begeisterter Leser gut hinwegsehen kann. Es ist jedoch m.E. für einen größtmöglichen Genuss des Filmes unerlässlich, vorher das Buch gelesen zu haben – erst dann wirkt der Film richtig.

Und hier für alle Neugierigen noch ein Cinetipp zu Twilight:


Diesen Film…

Donnerstag, 19.Februar 2009

… werde ich mir mit einer Freundin am Samstag oder spätestens am Dienstag ansehen, und ich bin schon total gespannt! (Schonzeit kann ein Lied davon singen, ihn und Schoni 2 habe ich nämlich gnadenlos ausgefragt, nachdem die beiden den Film ohne mich (!) gesehen hatten.)

Eigentlich bin ich ja ein eingefleischter Krimi-Fan, und mit Fantasy und ähnlichen Genres habe ich eher wenig am Hut, von Klassikern wie „Der Herr der Ringe“ oder „Harry Potter“ mal abgesehen. Doch dann hat mich die oben genannte Freundin auf die Bis(s)-Romane von Stephenie Meyer aufmerksam gemacht. Ich dachte zunächst, hm, Vampire, naja, eher nicht so mein Ding, doch dann fiel mir der erste Band „Bis(s) zum Morgengrauen“ beim Stöbern in einer Rendsburger Buchhandlung in die Hände, und meine Neugier siegte und ich nahm ihn mit. Und was soll ich sagen?

Ich habe seit Harry Potter 7 (das ich während der Liegephase meiner Schwangerschaft gelesen habe) kein Buch mehr so verschlungen wie dieses! Ich kann nicht einmal so ganz genau festmachen, woran das eigentlich liegt – ich bin einfach darin versunken, eingetaucht in die spannende, emotionale Handlung und die tollen und mysteriösen Charaktere, und ich konnte es nicht mehr weglegen, bis ich es endlich (leider!) durchgelesen hatte. Zum Glück gibt es ja noch drei weitere Bände!

Ich muss dazu vielleicht darauf aufmerksam machen, dass das Buch deutlich an eine ganz bestimmte Zielgruppe gerichtet ist, nämlich an weibliche Teenager. Genau das war auch einer der ersten Sätze von Schonzeit über den Film. Doch auch ich als inzwischen 30jährige (oha!) fühlte mich von diesem Buch nicht nur angesprochen, sondern geradezu gefesselt – vermutlich steckt auch immer noch ein Stück weit mein 17jähriges Ich in mir… 🙂

Mehr möchte ich dazu gar nicht verraten, wer neugierig geworden ist, lese einfach selber drauflos – Band 1 und 2 sind sogar bereits als Taschenbücher erhältlich. Und ich fiebere derweil dem Film entgegen und versinke komplett im zweiten Buch „Bis(s) zur Mittagsstunde„…


Buchtitel-Poesie

Dienstag, 11.November 2008

Dank Elisabeth habe ich es wiedergefunden: Das Buchtitelstöckchen. Aufsammeln konnte ich es bei Hierundjetzt und bei Wortmeer. Und so habe auch ich meinen Bücherschrank nun durchforstet und ein kleines Gedichtchen zusammengestellt.

Ein Sommernachtstraum

Erste Begegnung
In einem anderen Land
Fern von Europa
Geschehnisse am Wasser
Wind, Sand und Sterne
Der Klang der Stille
Durch Mark und Bein
Das Echo
Weit wie das Meer
Zeit des Erwachens
Alles ist erleuchtet
Tag und Nacht und auch im Sommer

2008-11-buchtitel-poesie

(William Shakespeare / Bella Chagall / Ernest Hemingway /

Sepp Schluiserer /Kerstin Ekman / Antoine de Saint-Exupéry /

Art Garfunkel / Kathy Reichs /Minette Walters / Nicholas Sparks /

Oliver Sacks / Jonathan Safran Foer /Frank McCourt)


Ich reiche dieses hübsche Stöckchen mit Freude weiter an Herrn Momo und gerne auch an Elisabeth, Andrea, Bonafilia, Piri, Dori, Ulf und Schonzeit und alle, die es sich sonst nicht entgehen lassen wollen. Ich bin sehr gespannt auf Eure poetischen Einfälle!

🙂