Weiterbloggen oder nicht – das ist hier die Frage…

Donnerstag, 24.Februar 2011

Um diesen Blog ist es bedauerlicherweise in letzter Zeit sehr still geworden. Eine lange Zeit lang war ja das Bloggen mein Hobby Nr.1, und irgendwie vermisse ich es auch. Nur habe ich im Moment so viel um die Ohren mit dem Familienalltag, dauerkranken Kindern, OPs usw., dass es für mich in  den letzten Monaten nur zusätzlichen Druck bedeutet hätte, auch noch „bloggen zu müssen“. So soll es natürlich nicht sein. Deshalb habe ich hier eine Pause eingelegt, die sich inzwischen schon ganz schön hingezogen hat…

Jetzt ist die Frage, wie es weitergeht. Ganz ehrlich? Ich weiß es noch nicht. Ein paarmal schon hatte ich den Gedanken, den Blog zu löschen und mich zu verabschieden. Doch dafür hat es mir einfach zu viel bedeutet, hier mit Euch meine Gedanken zu teilen. Und eigentlich denke und hoffe ich, dass ich doch bald die Zeit finde, hier wieder häufiger mitzumischen. Jetzt ist der Winter bald vorbei und somit hoffentlich auch die ständigen Erkältungen, jetzt kann Sichtfeldchen wieder in den Kindergarten gehen und jetzt sind wir einen Haufen Sorgen los, weil Baby Sichtfeld die OPs gut überstanden hat und die Resultate unseren Familienalltag doch um einiges vereinfachen.

Also mal sehen. Ich mag das hier (noch) nicht aufgeben!

Übrigens: Sollte ich weitermachen, dann müsste ich mir für meine beiden Mädchen neue Namen einfallen lassen, denn von einem „Baby“ Sichtfeld kann man nun bald wirklich nicht mehr sprechen, mit ihren 10 Monaten, neun Zähnen und emsigen Selber-Laufen-Versuchen…! Habt Ihr Ideen? Sichtfeldchen 1 und Sichtfeldchen 2 oder Die Große und Die Kleine finde ich persönlich etwas einfallslos…


Das Wunder des Hörens

Sonntag, 31.Oktober 2010

Am vergangenen Montag hat unser Baby Sichtfeld mit sechseinhalb Monaten Paukenröhrchen gelegt bekommen.
Baby Sichtfeld hat eine Gaumenspalte, und bereits mit drei Monaten stellten wir in diesem Zusammenhang fest, dass sie nicht so auf akustische Reize reagiert, wie andere Babys in ihrem Alter. Eine HNO-Untersuchung und ein Hörtest ergaben, dass sie beidseitig Paukenergüsse (also Flüssigkeitsansammlungen hinter dem Trommelfell) hatte und kaum etwas hörte.
Diese Diagnose war für mich persönlich fast schlimmer als die Diagnose mit der Gaumenspalte, denn ich stellte mir immer vor, dass die Kleine, sobald sie z.B. im Stubenwagen lag und wir außer Sichtweite waren, völlig isoliert und einsam war, weil sie uns ja eben auch nicht hören konnte. Nur mühsam gewöhnte ich mich an den Gedanken, dass sie kaum hören konnte, und mein Hoffnungsstrohhalm war immer nur der Gedanke an die OP und dass sie danach dann würde hören können, dass ihre Ohrenprobleme also vermutlich zu beheben wären.

Bei der OP-Vorbesprechung wurde dann noch ein Hörtest gemacht, der sehr schlecht ausfiel, und der HNO machte sich bereits Sorgen, ob noch etwas anderes dahintersteckte als nur die Paukenergüsse. Er veranschlagte für die OP auch gleich noch einen weiteren speziellen Hörtest (BERA) unter Vollnarkose, zur Sicherheit.
Die OP selbst hat Baby Sichtfeld sehr gut überstanden, und auch der BERA-Test fiel zum Glück sehr gut aus.

Was für uns aber das größte Glück ist: Baby Sichtfeld ist seitdem wie ausgewechselt! Ein zufriedenes und ruhiges Baby war sie schon immer, doch hat sie immer so ein bisschen „ihr Ding“ gemacht und sich gar nicht so um uns andere geschert, solange wir nicht direkt vor ihrem Gesichtsfeld waren – klar.
Doch jetzt ist sie auf einmal so aufgeschlossen, neugierig und fröhlich, dass wir nur staunen können. Wir hatten befürchtet, sie könne sensibel oder schreckhaft auf all das Neue, Laute reagieren, aber im Gegenteil! Sie wendet sich nun ganz interessiert auch den kleinsten Geräuschquellen zu und freut sich schon, wenn sie uns nur kommen hört. Sie lacht den ganzen Tag, plaudert viel mehr vor sich hin als früher und hat in unseren Augen einen riesigen Entwicklungsschub gemacht, einzig dadurch, dass sie jetzt hören kann!

Wir sind überglücklich über dieses tolle Ergebnis und unendlich dankbar, dass alles so gut geklappt hat!


So geht das, Herr Zahnarzt!

Freitag, 27.August 2010

Heute war Herr Sichtfeld nach der Arbeit beim Zahnarzt, und ich wollte ihn mit den beiden Mädchen hinterher dort abholen. Beim Jackeanziehen entwickelte sich dann folgender Dialog:

Mama: So, wir holen gleich den Papa ab, der ist nämlich gerade beim Zahnarzt.
Sichtfeldchen: Der arme Papa!
Mama: Ja, der hat ein Aua am Zahn, aber der Zahnarzt macht das wieder heil, und wenn wir den Papa abholen, dann freut er sich!.
Sichtfeldchen: Was hat er denn gemacht mit seinem Zahn?
Mama: Vielleicht hat er zu viel Süßes gegessen…?
Sichtfeldchen: Dann nehme ich einen Faden und wickel den um seinen Zahn rum, und dann ziehe ich ihm den Zahn raus, und dann hole ich einen neuen Zahn aus dem Schrank und drücke ihn in Papas Mund, und dann gehts ihm wieder gut!


Ob ich wohl noch weiß wie das hier geht…?

Montag, 12.Juli 2010

Ja, es gibt mich noch.

Bei uns ist so einiges los gewesen im letzten halben Jahr, deshalb habe ich eine Blog-Pause eingelegt. Aber es stimmt schon, ich hätte mich wenigstens abmelden können…! Ich hab aber auch wirklich eine gute und vor allem supersüße Ausrede: Baby Sichtfeld ist da!

Diese Tatsache hat mich ziemlich in Beschlag genommen, sowohl vor als auch nach der Geburt, und währenddessen sowieso. 😉 Vor der Geburt musste ich wieder acht Wochen lang liegen, wie auch schon bei Sichtfeldchen. Zum Glück haben liebe und hilfsbereite Familienmitglieder tatkräftig dazu beigetragen, dass wir Drei hier nicht völlig im Chaos versunken sind!

Baby Sichtfeld ist dann im April wohlbehalten zur Welt gekommen und hat unsere Familie seither völlig auf den Kopf gestellt. Vor allem hätte ich nie gedacht, dass ich in der Lage wäre, noch mehr zu lieben, ohne dabei zu platzen! Nun ist sie mittlerweile schon fast drei Monate alt, und alles hat sich ganz gut eingependelt. Herr Sichtfeld geht nach zwei Monaten Elternzeit nun wieder arbeiten, und wir drei Mädchen meistern unseren Alltag zu Hause oder unterwegs. Sichtfeldchen ist ganz verliebt in ihre kleine Schwester, und wir haben viel Freude aneinander. Klar muss sich die Große erst daran gewöhnen, dass da jetzt noch jemand Mamas Aufmerksamkeit braucht, aber sie macht das wirklich gut. Und wenn ihr mal eine Laus über die Leber gelaufen ist, dann lässt sie ihren Frust an uns Eltern aus und nicht an der Kleinen, worüber wir sehr froh sind.

Alles in allem geht es uns also wirklich prima. Ich weiß zwar noch nicht, wie häufig ich es in der nächsten Zeit hierher schaffen werde, aber ich hänge doch zu sehr an meinem Blog, um ihn ganz aufzugeben!

Ach ja, und zu Abschied noch ein kleines Zitat, auch wenn die WM inzwischen vorbei ist.

Mama lässt beim Essen versehentlich etwas fallen und flucht (sorry!) herzhaft: Madonna!
Sichtfeldchen: Mama, der Mann heißt doch Maradona!


Thomas Moses Party – Mama nicht singen!

Samstag, 30.Januar 2010

Hach ja, unser religiöses Kind! Nicht nur, dass sie seit Oktober (!) ihren Held Sankt Martin verehrt, eine Schwäche für Sankt Nikolaus hat, sich am liebsten als Maria verkleidet und zu gerne die Kinderbibel liest, die sie zu Weihnachten bekommen hat – nein, sie wittert tatsächlich überall religiöse Themen.

Das in der Überschrift genannte Zitat fiel heute mittag, als ich sie zum Schlafen hinlegen wollte. Das ist im Moment aufgrund einer Mittelohrentzündung ein ziemlicher Aufwand, und wir ziehen bisweilen alle elterlichen Register. Dazu gehört natürlich auch das Singen von Schlaf- und anderen beruhigenden Liedern. Heute nun fiel mir nichts anderes mehr ein als der schöne lateinische Kanon „Dona nobis pacem“. Und nach ein paar Minuten, als ich Sichtfeldchen schon schlafend wähnte, piepste es mir plötzlich aus den Kissen entgegen: „Thomas Moses Party – Mama nicht singen!“


Die süßeste Begrüßung der Welt

Mittwoch, 9.Dezember 2009

Ich habe ja Sichtfeldchen schon immer gerne aus dem Bett geholt (außer vielleicht nachts um halb drei). Aber seit sie Sprechen lernt, macht es nochmal besonders viel Spaß. Wenn ich morgens oder nach dem Mittagsschlaf in ihr Zimmer komme und mit dem Öffnen der Zimmertür die ersten Lichtstrahlen in ihr Zimmer dringen, höre ich das leise Rascheln, wenn sie sich zum Licht dreht, und dann tönt mir aus dem Dunkeln meine gutgelaunte Lieblingsstimme entgegen:

„Guten Morgen!“

Und wenn ich dann ebenfalls gutgelaunt antworte, kommt gleich als nächstes, je nach Stimmung:

„Spielzeit!“ oder „Buchankuckzeit!“

Und dann geht es los! 🙂


Uns gehts gut!

Sonntag, 6.Dezember 2009

Ja, ich weiß, ich mache mich schon wieder so furchtbar rar hier zurzeit… Das ist aber keine Grund zur Sorge, es geht uns allen sehr gut. Herr Sichtfeld durchlebt den üblichen Dezemberstress auf der Arbeit, was sich natürlich auch auf mein häusliches Arbeitspensum auswirkt, daher komme ich im Moment kaum an den Computer. Wenn Sichtfeldchen mittags schläft, dann lege ich mich ebenfalls hin, da ich durch die Schwangerschaft deutlich müder bin als sonst, und abends geht es dann ans Bügeln, Wischen, Wäsche waschen usw. oder eben daran, Adventskalender zu basteln und Weihnachtsdeko im Haus zu drappieren. Von daher entschuldigt bitte meine häufige Abwesenheit!

Ach übrigens, Baby Sichtfeld hat inzwischen sein Geheimnis preisgegeben und wir wissen jetzt endlich, was „es“ wird. Für diejenigen, die das nicht wissen möchten, schreibe ich das jedoch erst ans Ende dieses Artikels. Wir freuen uns jedoch riesig darüber und sind schon sehr gespannt auf die Veränderungen, die uns so bevorstehen. Baby Sichtfeld geht es super, mir bis auf nerviges, aber zu Glück behandelbares Sodbrennen auch. Wir haben gerade die Hälfte der Schwangerschaft hinter uns.

So, und nun will ich die Neugierigen unter Euch nicht länger auf die Folter spannen:
Sichtfeldchen bekommt im April…
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Frühzeitige Verkehrserziehung

Sonntag, 15.November 2009

Seit wir in unserem Haus wohnen, sind wir deutlich mehr draußen unterwegs als früher in der Wohnung. Das liegt zum Einen am neuen Garten, in dem seit Sichtfeldchens Geburtstag sogar ein toller Spielturm mit Leiter und Rutsche über der Sandkiste steht, und zum Anderen an der Tatsache, dass wir in einer Spielstraße wohnen, in der kaum Autoverkehr ist. Die wenigen Autofahrer, die es hier gibt, haben selber Kinder und fahren sehr vorbildlich. Die Straße ist also hervorragend geeignet für Ausflüge zu Fuß, mit dem BobbyCar oder mit dem Laufrad.

Wir nutzen diese günstigen Umstände für erste Lektionen zum Thema Verkehrssicherheit und sind verblüfft, wie schnell Sichtfeldchen diese schon annimmt und umsetzt. Für sie ist es z.B. völlig selbstverständlich, beim Lauf- oder Fahrradfahren einen Helm zu tragen. Ja, wir Eltern gehen ihr da mit gutem Beispiel voran, wenn auch die Frisur leidet. Begegnet uns ein Radfahrer ohne Helm, ist Sichtfeldchen ganz fassungslos und ruft laut „Mann `elm aufsetze!“, und sie freut sich jedes Mal, wenn ein Radfahrer einen Helm trägt. Ebenso fährt oder läuft sie nun ganz selbstverständlich an den Straßenrand, wenn mal ein Auto kommt, und außerhalb unserer Straße fährt und läuft sie ganz prima auf dem Bürgersteig. Dabei predigt sie dann immer die entsprechenden Regeln: „Daße Autos fahre, goße Fahrrad Motorrad!“ (=Auf der Straße dürfen die Autos und die großen Fahrräder und Motorräder fahren)  oder eben „Dübadeig geine Fahrrad fahre, laufe!“ (=Auf dem Bürgersteig müssen kleine Fahrräder fahren und man darf laufen).

In etwas weiterer Fußgehreichweite liegt ein großes Einkufszentrum, zu welchem Herr Sichtfeld mit Sichtfeldchen in letzter Zeit öfter mal zu Fuß unterwegs war. Ich selber bin dazu zu faul bzw. zu schwanger, denn auf dem Rückweg müsste Sichtfeldchen irgendwann auf die Schultern genommen werden – deshalb bevorzuge ich das Auto. Dass Herr Sichtfeld diese Chance genutzt und Sichtfeldchen die Funktion einer Ampel erklärt hat, habe ich neulich festgestellt, als ich mit Sichtfeldchen im Auto unterwegs war. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als es an einer Ampel plötzlich von hinten krähte: „Root, Mama! Anhalte! Warten!“ und dann einige Augenblicke später ganz zufrieden: „Güin. Losgehen!“

🙂


Der Grund für die lange Pause

Sonntag, 4.Oktober 2009

Liebe Freunde,

die meisten von Euch haben es wohl eh schon vermutet – zumindest wurde ich in einigen Emails schon mehr oder weniger direkt darauf angesprochen, deshalb wollen wir es nun nicht länger geheimhalten. Der Grund dafür, dass ich derzeit schon so lange außer Gefecht bin, ist im Moment ungefähr so groß wie mein kleiner Finger, hat es sich in meinem Bauch gemütlich gemacht und wird voraussichtlich im April von dort in unsere weit geöffneten Arme umziehen. 🙂

Trotz aller Freude darüber habe ich dennoch mit heftigen Übelkeitsattacken rund um die Uhr (von wegen morgens!) zu kämpfen, sodass mir im Moment nicht nach Bloggen (und auch nach sonst nichts) zumute ist. Ich denke, das könnt ihr mir nachsehen, und ich hoffe einfach, dass das bald vorbei ist, sodass ich hier wieder kräftig mitmischen kann!

Ich denke jedenfalls viel an Euch und freue mich über jedes nette Wort, das ich von oder bei Euch lese!

Liebe Grüße,

Mareike


Der kleine Unterschied

Dienstag, 4.August 2009

Wenn Sichtfeldchen „einer“ oder „eine“ sagt, dann meint sie damit „ein Anderer“ oder „noch einer“. So sagt sie z.B. im Wald oft „Baum… einer… einer…“ und bringt damit ihre Überwältigung über so viel Grünzeug zum Ausdruck.

Heute beim Zubettbringen präsentierte sie ihrer verblüfften Mama dann eine neue Wortschöpfung – sie hat nun ganz alleine eine Möglichkeit gefunden, ihre Großeltern voneinander zu unterscheiden.

Mama: Wen hast Du lieb?
Sichtfeldchen: Oma!
Mama: Und wen hast Du noch lieb?
Sichtfeldchen: Opa!
Mama: Und wen hast Du noch lieb?
Sichtfeldchen: Dada! (Wie schon oft erwähnt ist das der Hund meines Vaters – daraus schließe ich, dass mit den oben genannten Bezeichnungen meine Eltern gemeint sind.)
Mama: Und wen hast Du noch lieb?
Sichtfeldchen: Oma… Einer! Opa… Einer!


Mir aus der Seele gesungen…

Sonntag, 2.August 2009

Dieses zuckersüße zärtliche und einfach von Herzen wahre Lied habe ich vor einiger Zeit in meinem Lieblingsblog „Wer ist der Chef“ kennen gelernt, und ich möchte es unbedingt an Euch weitergeben. Nehmt Euch einfach mal die paar Minuten Zeit und hört es Euch in Ruhe an…

Was habe ich in all den Jahren ohne Dich eigentlich gemacht,
als Tage noch tagelang waren, wie hab ich sie nur rumgebracht?
Ohne Spielzeug zu reparieren, ohne den Schreck der Nerven zehrt,
ohne mit Dir auf allen Vieren durchs Haus zu traben als dein Pferd?

Keine ruhige Minute ist seitdem mehr für mich drin.
Und das geht so, wie ich vermute, bis ich hundert Jahre bin.

Du machst Dich heut in meinem Leben so breit dass ich vergessen hab,
was hat es eigentlich gegeben, damals als es Dich noch nicht gab ?
Damals glaubt‘ ich alles zu wissen, bis du mir die Gewissheit nahmst,
Nie glaubt‘ ich etwas zu vermissen, bis an den Tag, an dem du kamst.

Das Haus fing doch erst an zu leben seit Dein Krakeelen es durchdringt,
seit Türen knallen und Flure beben und jemand drin Laterne singt.
Früher hab ich alter Banause Möbel verrückt, verstellt, gedreht,
ein Haus wird doch erst ein Zuhause, wenn eine Wiege darin steht!

Tiefen und Höhen hab ich ermessen, Ängste und Glück waren reich beschert,
das war ein leises Vorspiel dessen, was ich mit Dir erleben werd!
Denn Du kommst und gibst allen Dingen eine ganz neue Dimension,
und was uns nun die Jahre bringen mess ich an Dir, kleine Person!


Mein Lieblingswort

Freitag, 31.Juli 2009

Sichtfeldchen lernt ja zurzeit eifrig das Sprechen und beschert uns damit ständig wieder neue Gründe, sie einfach hinreißend, süß und total witzig zu finden. Während unseres Aufenthalts bei den Sichtfeldschen Großeltern hat sie sich ein Wort angeeignet, welches ich mit Abstand am liebsten höre. Es bezeichnet zwei verschiedene Dinge: Einerseits heißen so die kleinen Häppchen, mit denen Opas Hund belohnt wird, wenn er den Ball apportiert hat, andererseits lobt Sichtfeldchen so ein Essen, das ihr wirklich gut schmeckt.

Mama: „Sichtfeldchen, was möchtest Du denn dem Dada (=Opas Hund) geben?“
Sichtfeldchen: „Geleckerli!“
Mama: „Dann frag mal den Opa, der hat bestimmt ein paar Leckerli, die Du dann dem Dada geben kannst.“
Sichtfeldchen flitzt zu Opa und zupft ihn an der Hand: „Opa… Geleckerli… bitte!“

oder eben

Oma: „Na, Sichtfeldchen, wie schmeckt Dir denn das Essen?“
Sichtfeldchen reibt sich den Bauch: „Geleckerli!“


Nächtlicher Ruf

Samstag, 25.Juli 2009

Sichtfeldchen schläft inzwischen – nachdem sie den Umzug verarbeitet hat – wieder vorbildlich und ruhig und wacht höchsten nachts mal auf, weil sie etwas Trinken möchte. Und jetzt mal ganz ehrlich: Würdet Ihr nicht auch selbst nachts um halb Drei von Herzen gerne aufstehen und zu ihr gehen, wenn durchs Babyfon folgende Worte gehaucht werden:

„Mama… Wassa… Bidde…“

Aber klar, mein herzallerliebstes Kind, und ich nutze auch gleich die Gelegenheit, Dich bettwarm und duftend, wie Du bist, zu knuddeln und zu küssen! 🙂


Reiselust

Samstag, 11.Juli 2009

Es ist wieder einmal soweit: In wenigen Stunden werden Sichtfeldchen und ich in Hamburg aus dem Flugzeug steigen, um zwei wundervolle Sommerwochen in meiner Lieblings- und Heimatstadt Rendsburg zu verbringen. Wir freuen uns wie verrückt, und Sichtfeldchen erzählt ständig, dass wir mit einem Flugzeug fliegen werden und dass wir dann bei Oma, Opa und Dada (Opas Hund) sein werden. Sie kann es kaum erwarten, Dada mit Opas Hilfe wieder ein Leckerli geben zu dürfen, und ich bin mir sicher, wir werden eine tolle Zeit haben und viele liebe Menschen wiedersehen. Das einzig Traurige daran ist, dass Herr Sichtfeld nicht mitkommen kann, denn er hat seinen gesamten Urlaub bereits beim Umzug verbraten…


So ist das also…?!

Montag, 6.Juli 2009

Aus aktuellem Anlass hier eine kurze Unterbrechung meiner eigentlich noch immer bestehenden Blogpause:

Nach dem Abendessen. Herr Sichtfeld will gleich Sichtfeldchen ins Bett bringen, und ich sage ihr Gute Nacht.

Mama: Hast Du die Mama lieb?
Sichtfeldchen: Papa!
Mama: Den Papa hast Du lieb? Das ist ja schön. Und wen hast Du noch lieb?
Sichtfeldchen: Opa!
Mama: Den Opa! Toll! Und wen hast Du noch lieb?
Sichtfeldchen überlegt kurz: Dada! (=Opas Hund)
Mama muss grinsen: Ach so, den Dada hast Du lieb. Und wen hast Du noch lieb?
Sichtfeldchen: Oma!
Herr Sichtfeld muss sich schon das Grinsen verkneifen.
Mama: Das ist ganz toll, Sichtfeldchen! Und wen hast Du noch lieb?
Sichtfeldchen denkt angestrengt nach: Moritz! (=Name ihres Freundes, leicht abgeändert)
Mama überrascht: Den Moritz! Super, mein Schatz! Und wen hast Du noch lieb?
Sichtfeldchen: Gretel! (Name ihrer Freundin, stark abgeändert)
Mama: Oh wie schön! Und wen hast Du noch lieb?
Sichtfeldchen sieht sich suchend in der Küche um: Papa!
Mama, langsam ungeduldig: Ja, mein Schatz, und wen hast Du noch lieb?
Sichtfeldchen sieht sich wieder um und denkt sehr angestrengt nach. Mama fängt an zu winken und auf sich selbst zu zeigen.
Sichtfeldchen sieht sie erstaunt an: Maaa-….
Mama will sich schon freuen…
Sichtfelchen: …-ja!

Na toll – sie liebt die Bienengöre auf ihrer Trinktasse… Über das laute Gelächter seitens Herrn Sichtfeld muss ich hier wohl nicht schreiben. *grummel*

Das Ende vom Lied:
Mama: Hast Du denn auch die Mama lieb?
Papa flüstert Sichtfeldchen etwas ins Ohr.
Sichtfeldchen strahlt daraufhin die Mama an: Jaaa!

Der darauffolgende dicke Schmatzer von meiner Tochter, ihr fröhliches „Byebye“ und Winkewinke sowie ihre hinreißend durch die streichkäseverschmierten Finger gehauchte Kusshand für mich versöhnen mich und erfüllen mein Mutterherz einmal mehr mit Stolz und überwältigender Liebe!

🙂