Daneben gegriffen

Mittwoch, 25.Februar 2009

Vorgestern hatten wir Besuch von einem befreundeten Ehepaar, das leider nicht mehr in Bonn wohnt und das wir schon länger nicht mehr gesehen haben. Zur Feier des Tages habe ich mich also in die Küche gestellt und meinen Lieblings-Apfel-Schmand-Kuchen gebacken. Dazu habe ich einen Knetteig zubereitet (den Sichtfeldchen übrigens superlecker fand!), diesen in einer Springform ausgerollt und in die so entstandene Teigschale Äpfel geschnippelt. Das Ganze kam dann zum Vorbacken erstmal in den Ofen. Während dieser Zeit haben wir Sichtfeldchen zum Mittagsschlaf hingelegt, und ich habe die Schmandcreme zubereitet und gleichzeitig mit Herrn Sichtfeld Wandfarben für unser neues Haus diskutiert. Frau ist ja angeblich multitaskingfähig. So hat mich auch das Piepen der Minutenuhr nicht davon abgehalten, Herrn Sichtfeld weiter meine Vorstellungen zu unterbreiten, während ich den Kuchen aus dem Ofen nahm. Nun sollte reichlich Zimtzucker auf den Äpfekn verteilt werden, bevor dann die Schmandcreme darüber gegossen wird. Ich greife also ins Gewürzregal, klappe den Deckel hoch und streue beherzt drauflos… und dann kommt mir die Konsistenz des vermeintlichen Zimtzuckers aber doch irgendwie merkwürdig vor. Ich schaue auf das Etikett, und was habe ich in der Hand? Mmmmmhh, lecker, geriebene Muskatnuss…! In diesem Moment war es übrigens auch olfaktorisch wahrnehmbar, und Apfel und Muskatnuss in diesen rauhen Mengen riechen nun wirklich nicht gut zusammen. Lange hat man mich schon nicht mehr derart fluchen hören!

Das Ende vom Lied war, dass ich den Kuchen entsorgt, die Creme in den Abfluss gegossen und noch eine Stunde lang vor mich hin geschimpft habe, während Herr Sichtfeld zum Supermarkt fuhr (der Rosenmontag zum Glück aufhatte!) und einen Tiefkühlkuchen zum Fertigbacken besorgte – ich hatte nämlich kein Mehl und keine Zeit mehr, um einen Alternativkuchen zu backen… Der gekaufte Kuchen war dann zum Glück auch ganz lecker, aber ärgern könnte ich mich trotzdem immer noch!


Heimat im Schnee

Montag, 16.Februar 2009

Gestern Nachmittag sind Sichtfeldchen und ich nun wieder zurück an den Rhein gereist, nachdem wir zwei rundum schöne Wochen in meiner unserer Heimat in Schleswig-Holstein verbracht haben. In den ersten Februartagen hatte es dort angefangen zu schneien, und das für Rendsburger Verhältnisse nicht zu knapp, sodass wir viel Spaß im Schnee hatten. Wir haben herrliche Tage mit den Großeltern Sichtfeld und Sichtfeldchens Patenonkel verbracht, haben vergnügliche Stunden mit Schoni, Linda und Noraksa verlebt und Sichtfeldchens größter Spaß war es, mit dem Hund vom Großvater Sichtfeld zu spielen und ihm Leckerli geben zu dürfen.Es war eine rundum tolle Reise, und wie immer war die Zeit viel zu schnell um. Unser einziger Trost war es, dass wir nun endlich wieder mit Herrn Sichtfeld vereint sind! Was war das für eine Wiedersehensfreude! Wer Lust auf ein paar fotografische Impressionen meiner Heimat hat, lese gerne weiter! Den Rest des Beitrags lesen »


Kulinarische Krönung

Montag, 16.Februar 2009

Geschmacklicher Höhepunkt unseres Rendsburg-Aufenthaltes war zweifellos… Den Rest des Beitrags lesen »


Heimat, ich koooooomme!

Sonntag, 1.Februar 2009

Sichtfeldchen und ich werden uns heute Mittag dank Luftha*sa in die Lüfte erheben und für zwei Wochen in meine Heimatstadt Rendsburg reisen. Wir freuen uns schon riesig darauf, die Großeltern Sichtfeld, den Patenonkel und viele liebe Freunde (Schoni, Linda, Noraksa,…) wieder zu sehen und eine schöne Zeit mit ihnen zu verbringen, die hoffentlich gaaanz langsam vorbeigeht. Schade nur, dass Herr Sichtfeld beruflich so eingespannt ist, dass er uns nicht begleiten kann… Und hier bzw. hier geht es hin:


Erneute Begegnung – oder Erscheinung?

Samstag, 31.Januar 2009

Heute vormittag waren Herr Sichtfeld, Sichtfeldchen und ich mit dem Auto unterwegs und wollten gerade in ein Parkhaus hineinfahren, als ich plötzlich etwas – nein, jemanden sah. „Das ist er! Das ist meine Begegnung!“ platzte es aus mir heraus, und ich war plötzlich ganz aufgeregt. Da war er tatsächlich, der alte Herr im grünen Lodenmantel, genau so, wie ich ihn ihn Erinnerung hatte. Er ging an seiner Krücke, und es sah aus, als fiele ihm das recht schwer. Wir fuhren im Auto an ihm vorbei und konnten nirgends anhalten, sonst hätte ich das sicher getan. Und kaum hatt ich ihn gesehen, war alles wieder da – diese wunderschöne halbe Stunde des Gesprächs mit ihm und vor allem dieses unendlich gute Gefühl im Bauch. Ist das nicht seltsam? Ich habe ihn nur für wenige Sekunden wiedergesehen, nur im Vorbeifahren, und trotzdem fühlte ich mich sofort wieder glücklich, leicht und warm in meinem Inneren, wie an jenem Abend…

Als wir aus dem Parkhaus herauskamen und unsere Besorgungen erledigten, habe ich mich immer wieder nach dem alten Herrn umgesehen, ihn jedoch nirgends mehr entdecken können. Und dennoch lief ich den ganzen Vormittag über mit einem versonnenen Lächeln auf dem Gesicht herum, weil er mir immer wieder im Kopf herumspukte. Was hat dieser Mensch nur für eine Ausstrahlung, für eine Wirkung auf mich, dass es mir so unglaublich gut geht, nur weil ich ihn sehe?! Ich habe mich einfach unglaublich gefreut!


Friends will be friends…

Dienstag, 20.Januar 2009

Herr Sichtfeld und ich haben eine absolute Schwäche für die unübertroffene US-Sitcom Friends, die ja leider nach der zehnten Staffel endete. Selbstverständlich haben wir sämtliche Staffeln auf DVD, und gerade haben wir alle 236 Episoden zum fünften Mal durch. Wir lieben diese Serie einfach über alles, und nach einem harten Arbeitstag für Herrn Sichtfeld und einem turbolenten Tag mit Sichtfeldchen für mich gibt es nach Feierabend nichts Entspannenderes. Natürlich sehen wir die Serie im Originalton, denn unser Friends-Tick begann während unserer Zeit in den USA. Die deutschen Synchronstimmen verfälschen meiner Meinung nach viel zu sehr die Charaktere, und viele Witze lassen sich einfach nicht übersetzen. Außerdem tun wir so ganz nebenbei noch was für unser Englisch, das ja nicht einrosten soll.

Gerade habe ich geraume Zeit bei Jutjup verbracht und mir Zusammenschnitte der besten Friends-Szenen angesehen, in Erinnerungen geschwelgt und mich kaputtgelacht. Ich liebe einfach diesen Humor, und ich liebe die Charaktere. Einen dieser Zusammenschnitte habe ich hier für Euch herausgefischt. Viel Spaß! (Danach bitte weiterlesen! – Und lasst Euch von dem „Check my Channel“-Button nicht irritieren, einfach ignorieren!)

Tja, nun sind wir also wieder einmal am Ende der Serie angekommen – was habe ich geheult! – und jetzt stehen wir wieder einmal ohne rechten Ersatz da. Wir haben zwar auch sechs Staffeln von „Hör mal wer da hämmert“, aber so direkt nach Friends ist diese ansonsten eigentlich sehr witzige Serie einfach richtig farblos… Deshalb brauche ich Eure Hilfe: Könnt Ihr uns eine Serie empfehlen, die Friends das Wasser reichen kann? Und die für Männlein und Weiblein gleichermaßen geeignet ist? (Also nicht unbedingt „Eine schrecklich nette Familie“ oder „Sex and the City“… Das eine mag ich nicht, das andere mag Herr Sichtfeld nicht.)

Bittebitte helft uns! Wir müssen die Zeit, bis wir wieder mit Friends von vorne anfangen, irgendwie überbrücken! Und da es ja schon mit dem Friends-Kinofilm nicht geklappt hat… Na, wir sind jedenfalls für jeden Tipp dankbar!


Was wohl…?! :-)

Mittwoch, 31.Dezember 2008

Hey Ihr Lieben,

ich wünsche Euch allen einen fröhlichen Jahreswechsel und von Herzen alles Liebe und Gute für das Neue Jahr 2009! Ich hoffe, dass Ihr alle schön feiert, wenn auch sicher auf sehr unterschiedliche Art und Weise, und ich wünsche Euch auch einen Moment der Rückbesinnung auf das vergangene Jahr und auf das, was das Neue Jahr für Euch mit sich bringen wird. Möge das vor allem Freude, Glück, Gesundheit, Liebe und viel Grund zum Lachen sein!

Alles Liebe, Eure Mareike


Bloggerdeutschland

Montag, 29.Dezember 2008

Auf unserer obligatorischen Reise zu den Schwiegereltern musste ich an einige von Euch ganz besonders denken, denn ich bin quasi an Eurer (Ex-)Haustür vorbeigefahren. Auf der A2 ging es an der Heimatstadt von Andrea vorbei sowie am Wohnort vom Ecki, und auf der A1 kamen wir an Schloß Burg vorbei, über das Bonafilia vor einiger Zeit mal etwas geschrieben hat… Ich fand es jedenfalls schön, diese mir bisher nichts sagenden Orte nun mit so netten Menschen in Verbindung bringen zu können!

🙂


Frohe Weihnachten!

Mittwoch, 24.Dezember 2008

Ihr Lieben,

nachdem unser Vormittag eher unheilig unheilvoll mit einem Sturz unserer Kleinen und einem Besuch in der Notaufnahme begonnen hat, kehrt nun auch langsam bei uns Ruhe und weihnachtliche Stimmung ein. Sichtfeldchen ist zum Glück nichts passiert, sodass wir alle aufatmen konnten.

Nun wünscht die ganze Familie Sichtfeld Euch allen

SCHÖNE, BESINNLICHE UND FRÖHLICHE WEIHNACHTSFEIERTAGE!!!

Lasst es Euch gutgehen, genießt das Zusammensein mit Euren Lieben und lasst Euch reich beschenken!


Welt-AIDS-Tag, Hendrik und ich.

Montag, 1.Dezember 2008

Ich habe Dich kennen gelernt, als wir im Jahr 1997 gemeinsam mithalfen bei der Ausrichtung eines Gottesdienstes zum Welt-Aids-Tag. Ich weiß es noch wie heute: Du standest da vor der Kirche mit einigen anderen, es war dämmrig, und ich kam auf Euch zu. Du drehtest Dich zu mir um, strahltest mich an und sagtest, „Du bist Barbaras Tochter!“ Du kanntest meine Mutter, deren Platz ich in der Vorbereitung einnahm, weil sie spontan verreist war. Ich war total verblüfft über diese einfache und herzliche Begegnung, und das Eis war gebrochen, bevor es überhaupt entstanden war.

Wir wurden Freunde, Du und ich. Haben uns oft getroffen, mal auf einen Kaffee in der Stadt, mal bei einem von uns zu Hause. Haben über Gott und die Welt geredet. Haben zusammen gelacht und geweint, gesprochen und geschwiegen. Ich habe Dir mal eine Schwarzwälder-Kirsch-Torte zum Geburtstag mitgebracht, weißt Du noch? Und Du hast mal auf meinem Anrufbeantworter eine Nachricht auf Platt hinterlassen, über die wir uns beide kringelig gelacht haben. Ja, Dein Lachen und diese Nachricht habe ich noch immer im Ohr, obwohl es zehn Jahre her ist. Die Möwe Jonathan war Dein Lieblingsbuch, und Du liebtest den kleinen Prinzen. Auf dem letzten Foto, das ich von Dir habe, sieht man Dich von hinten, denn Du gehst gerade zur Türe hinaus. Das war das letzte Mal, dass wir uns gesehen haben.

Du warst HIV positiv. Du hattest Dich infiziert, weil Du bei einem Unfall erste Hilfe geleistet hast und selbst eine kleine Wunde am Finger hattest. Diese Ungerechtigkeit habe ich nie verstanden. Noch heute macht sie mich wütend. Doch über Jahre hinweg hast Du tapfer und gelassen mit Deiner Krankheit gelebt, hast soviel Freude ausgestrahlt und andere damit angesteckt. Du hast Dein Schicksal getragen und dennoch anderen Menschen Trost und Wärme gespendet, Kraft gegeben.

Als ich auszog, weit fort von zu Hause, verloren wir den Kontakt. Es war Januar 1999, und auf meiner Abschiedsfeier entstand das Foto. Hätte ich gewusst, dass es in Wirklichkeit Dein, unser Abschied war…

Im Sommer kam ich nach Hause, hatte gehört, dass Du umgezogen warst, und forschte nach Deiner neuen Bleibe. Und dann erfuhr ich das Furchtbare. Zwei Monate zuvor hattest Du Deinem Leben ein Ende gesetzt. Hast Dich vor einen Zug fallen lassen. Es gab Dich nicht mehr.

Ich war wie gelähmt. Stundenlang lief ich über den Friedhof, bis ich Dein Grab gefunden hatte. Ich hatte Blumen dabei und den kleinen Prinzen. Lange bin ich bei Dir geblieben, habe mit Dir gesprochen und endlich meine Tränen gefunden…

Es folgte eine schlimme Zeit für mich, denn ich war gefangen in meiner Trauer, Hilflosigkeit und Schuldgefühlen, wollte niemandem glauben, der sagte, es war nicht Deine Schuld, Mareike. Doch dann, einige Wochen später, träumte ich von Dir. Du standest vor meiner Haustür, und als ich Dich sah, wurde ich wütend. Laut schluchzend warf ich Dir vor, dass Du einfach so gegangen warst und mich allein gelassen hattest mit all meinen Schuldgefühlen. Du hörtest mich ruhig an und nahmst mich dann in den Arm. Du hast mir über den Kopf gestrichen und mir gesagt, dass alles gut so ist, wie es ist. Dass es so Dein Wunsch gewesen war. Und da endlich, in diesem Traum, konnte ich Dich verstehen und Dich loslassen. Ich weinte noch beim Aufwachen, weil ich Dich einfach schrecklich vermisste, aber gleichzeitig war ich auch ein bisschen getröstet. Ich musste wieder nach Vorne sehen und leben, das hattest Du mir gesagt.

Seitdem bin ich oft an Deinem Grab gewesen. Der kleine Prinz hat noch lange dort gelegen. Und immer wieder bricht auch jetzt noch die Traurigkeit durch, auch wenn Dein Tod mehr als neun Jahre her ist. Ich brauche nur „Tears In Heaven“ von Eric Clapton zu hören, und sofort schnürt sich mir die Kehle zu und die Tränen laufen mir über die Wangen. Doch ich konnte Dich loslassen, konnte Dich gehen lassen. Denn ich weiß, dass Du dennoch immer irgendwie da bist, in meinem Herzen, in meiner Seele, in meinem Leben.

Dir, lieber Hendrik, widme ich dieses Video, denn ich weiß, wie viel Dir dieses Lied bedeutete und dadurch bedeutet es auch mir sehr viel. Ich wünsch Dir von Herzen alles Gute, da, wo Du jetzt bist.

Hendrik.

1972-1999.

Du fehlst mir.


„Uuuaaah, warst Du das?“ oder Mit Schoni im Grusellabyrinth

Montag, 10.November 2008

VON ZWEIEN, DIE AUSZOGEN, DAS FÜRCHTEN ZU LERNEN

Halloween. Ein eingeschlepptes Fest für alle, die mal ihre gruselige Seite zeigen wollen und sich teilweise nicht darüber bewusst sind, dass sie das jeden Tag tun. Zufällig war Halloween 2008 der Abend, an dem Schonzeit und Sicht-Feld nichts besseres zu tun hatten, als sich miteinander zu treffen.

Mehr oder weniger pünktlich um 19.42 Uhr tauchte ich also bei meinem Bruderherz auf, und wir grübelten, was wir denn nun so anfangen sollten. Die Wahl war recht schnell getroffen, denn Schoni erzählte mir begeistert von einem Grusellabyrinth, das er am Abend zuvor mit Schoni 2 und einigen Freunden besucht hatte. Und da ich an den seltenen Abenden, an denen jemand sich um meine Kleine kümmert, gerne etwas ganz Besonderes unternehme, setzten wir uns also ins Auto und düsten los zur Villa Fernsicht in kleinen Ort Schwentinental bei Kiel, über die Schoni ebenfalls bereits einen Bericht geschrieben hat.

Okay, ich gebe zu, es war vielleicht ein Fehler, dort genau an Halloween hinzufahren und das dann auch noch so spontan zu tun, dass man keine Zeit mehr hat sich sexy lange Thermounterwäsche dicke Wollsocken anzuziehen, denn wir mussten dort ordentlich anstehen, und das bei frostigen Temperaturen und ohne etwas zu Essen im Magen. Aber es hat sich gelohnt.

Gegen 21.45 Uhr durften wir dann hinein ins Hotel du Chat Noir. Ein blasser und recht eintöniger Hotelpage begleitete uns hinein, nicht ohne uns vorher in das Geheimnis des Hotels eingeweiht zu haben: Das Phantom des Chat Noir, das sich Jahr für Jahr ein Opfer holt – in diesem Jahr sollte es das 81. Opfer sein. Jemand aus unserer Gruppe? Mit 18 anderen Hotelgästen betraten wir also die Räume des Hotels und wurden von dem einzigen noch lebenden Hotelangestellten, der die Geschehnisse von 1927 noch miterlebt hatte, in Empfang genommen. Und nun begann ein wirklich höchst beklemmender, gruseliger und spannender Trip kreuz und quer durch das Hotel, in dem die Geister der 80 Opfer sowie das Phantom höchstpersönlich ihr Unwesen trieben.

Allzu genau will ich hier nicht auf Details eingehen, um denjenigen nicht die Vorfreude zu vermasseln, die vielleicht ebenfalls noch im Chat Noir einchecken werden (Schaps? Zimtapfel?) – aber ich kann mich Schonzeit nur anschließen: Allein die Kulisse wurde mit viel Einfallsreichtum und Liebe zum Detail ausgestaltet, ganz zu schweigen von den Kostümen und dem Make Up. Der Besucher fand sich direkt in einem herrlichen alten Gruselfilm wieder, und die Laienschauspieler übertrafen sich gegenseitig darin, die Hotelgäste zu erschrecken und durch die Geschichte zu führen. Denn ja, man war nicht nur passiver Zuschauer, sondern mittendrin in der Geschichte. So wurde man auf der Flucht vor dem Phantom immer wieder durch die Kellergewölbe und Geheimgänge des Hotels geschleust, in denen es tatsächlich stockdunkel war. Man sah nicht einmal mehr die Hand vor Augen, tastete unsicher nach dem Vordermann und kam sich völlig verloren vor, wenn man ins Leere tastete. Immer wieder kam es auch vor, dass man unverhofft in irgendetwas Weiches, Undefinierbares hineintastete – und dann erleichtert aufatmete, wenn es nur die Dauerwelle einer anderen Besucherin waren. Und immer wieder erschien unter furchteinflößendem Gelächter ein Geistergesicht direkt neben einem, oder man spürte eine kalte Hand auf den Haaren, oder es tropfte einem irgendwas ins Gesicht…

Für Leute, die sich gerne mal gruseln, ist die Villa Fernsicht absolut zu empfehlen. Ich persönlich stehe ja eigentlich eher weniger auf Gruselfilme oder gar Horror, aber dieses Erlebnis war etwas komplett anderes. Gruseln zum Mitmachen, Mitfühlen, Mitriechen – eine gut durchdachte Gruselgeschichte, in der man mittendrin war. Aber ich muss denen, die den Aufenthalt im Chat Noir noch vor sich haben, dringend zwei Tipps mit auf den Weg geben: Geht dort nicht alleine hin! Tut das bloß nicht! Sucht Euch jemanden, bei dem Ihr Euch notfalls festklammern könnt (Danke, Schoni, und sorry für die blauen Flecken!). Und vermeidet es, mit bereits in der Warteschlange hysterisch gackernden Teenagerinnen in eine Gruppe zu kommen – es schadet der Gruselatmosphäre ungemein, wenn der tragische blonde Geist der Tochter des Hotelbesitzers (Opfer Nr. 1) mit dem freudigen Ausruf „Britney!“ begrüßt wird…


Home, sweet home…

Freitag, 7.November 2008

Und genau da bin ich wieder, seit ziemlich genau 94 Minuten. Herr Sichtfeld musste ja leider schon vor acht Tagen zurückreisen, zwecks Arbeit, und Sichtfeldchen und ich sind heute erst nach Hause geflogen, da wir die Sichtfeld´schen Großeltern noch etwas länger mit der Anwesenheit des Enkelkindes beglücken wollten.

Und nach einem sehr entspannten Rückflug mit einem ruhig und zufrieden Bücher anschauenden und Kekse knabbernden Töchterchen auf dem Schoß sind wir nun also wieder hier. Die Kleine hat noch eine Runde mit ihrem Papa gespielt und Wiedersehen gefeiert, während ich die Koffer ausgepackt habe. Gibt es eigentlich eine blödere Beschäftigung? Ich jedenfalls hasse es!

Dann gab es Abendbrot für den Nachwuchs, und nun höre ich die Kleine selig durchs Babyfon schnarchen und habe ein paar Minuten für mich und meinen Blog, bevor gleich unsere Pizza geliefert wird und wir uns mit ihr aufs Sofa zurückziehen werden. Also: Ich bin wieder da! Heute zugegebenerweise bin ich ziemlich groggy und entsprechend schreibfaul, aber bald geht es hier in alter Frische wieder los, denn natürlich habe ich viel zu erzählen. Ich freue mich auch schon richtig darauf, wieder in meinen Lieblingsblogs herumzustöbern, denn Ihr habt mir echt gefehlt! Also dann…

🙂


And the winner is…

Montag, 27.Oktober 2008

Er hat den 500sten Kommentar bei mir abgegeben (und zwar zum Thema Namenssünden), und das freut mich ganz besonders, weil ich doch erst durch ihn zum Bloggen gekommen bin und ohne ihn Euch alle niemals kennen gelernt hätte (*sentimental schnief*). Er ist unser aller Liebling, das Comeback des Monats, die Mutter aller Blogger – und er hat diese Laudatio mehr als verdient! Lass Dich umarmen!

Und nun bitte einen kräftigen und nicht enden wollenden Applaus für:

Mein Bruderherz alias SCHONZEIT!

Taddaaaaaa!!!

🙂


Total entspannt…

Montag, 20.Oktober 2008

Seit ein paar Tagen hat mein Herzallerliebster Urlaub, und das wirkt sich nicht nur auf ihn positiv aus. Auch unsere Tochter und ich profitieren davon, und wir alle drei fühlen uns frei, entspannt und richtig gut. Und morgen geht es dann los auf Tour kreuz und quer durch Deutschland, die Familie und gute Freunde besuchen, und darauf freue ich mich schon riesig. Wir werden meine Schwiegerfamilie und meine Familie treffen, und ich werde endlich einmal Zeit haben, meine liebe alte Schulfreundin L. wiederzusehen, meinen guten alten Freund und ehemaligen Tanzpartner H. und last but not least mein Bruderherz Schonzeit – alle Drei sind regelmäßige Konsumenten dieser Seite. Ich kann´s kaum erwarten, sie zu treffen! Und das Schönste daran ist einfach, dass wir endlich einmal wieder zu dritt unterwegs sein werden!

🙂

Aus diesem Grund wird auf dieser Seite in den nächsten zweieinhalb Wochen nicht allzu viel passieren, und ich werde es vermutlich auch nicht allzu oft schaffen, bei Euch vorbeizuschauen. Aber seid Euch sicher: Ich werde an Euch denken und Euch und das Bloggen vermissen! Und Ihr werdet sehen, die Zeit wird wie im Flug vergehen, und spätestens in der zweiten Novemberwoche geht es hier voller Schwung weiter. Und ich melde mich sicher auch mal von unterwegs.

Liebe Grüße in die Runde und alles Liebe, bis bald!

Eure Mareike