Veraltete Technik

Montag, 6.September 2010

Der Alptraum eines jeden Bloggers: Mein PC ist im Eimer! Und zwar schon seit Wochen, und irreparabel. Daher ärgere ich mich – ebenfalls schon seit Wochen – wieder mit meinem alten Trödellaptop herum, der inzwischen schon Veteran im hohen Alter von neun Jahren ist. Er tut´s zwar immer noch, aber er ist ja sooo langsam! Und alles, was nicht im Internet passiert, brauche ich gar nicht erst zu versuchen.

Na, wie gut, dass ich bald Geburtstag habe! Und wie gut, dass ich einen begabten Ehemann habe, der meinen neuen „Rolls Royce“ gerade für mich einrichtet. Dann macht das Bloggen ja erst recht wieder Spaß!


Der Haken beim Haus

Samstag, 15.August 2009

Wie meine regelmäßigen Leser wissen, sind wir ja Ende April in die eigenen vier Wände gezogen und verfügen nun u.a. über einen Garten, einen Vorgarten und einen Keller. Warum ich diese Teile des Hauses explizit erwähne, wird sich gleich zeigen. Fakt ist jedenfalls, dass wir bisher nicht ein einziges Mal auch nur ansatzweise daran gezweifelt haben, ob es eine gute Idee war, dieses Haus zu kaufen – wir fühlen uns hier rundum wohl, und es ist wirklich genau das richtige Zuhause für uns. Da hat sich die lange Sucherei gelohnt!

Doch einen Haken hat dieses Haus leider doch. Wir wohnen hier nicht alleine. Und das liegt nicht nur daran, dass es sich um eine Doppelhaushälfte handelt! Nein, die Mitbewohner, von denen ich spreche, sind eher ungebetener und alles andere als menschlicher Art. Was haben wir hier nicht schon alles im Haus gehabt: Wiesenschnaken, Weberknechte, die Hornisse neulich, und vor ein paar Tagen sogar eine Maus, von den Fliegen und Ameisen (zum Glück „nur“ im Garten!) ganz zu schweigen! Aber am ekligsten sind die Spinnen. Dazu zwei Anekdoten.

Vor einigen Tagen kam Herr Sichtfeld abends erst spät von der Arbeit. Sichtfeldchen schlief schon, und ich stand im Wohnzimmer und nahm die Wäsche vom Wäscheständer ab, den ich gerade aus dem Garten hereingeholt hatte. Da saß auf einem T-Shirt von Sichtfeldchen eine winzige Spinne. Da ist ja nicht viel dabei, dachte ich mir, und wollte aus der Küche ein Papier holen und das kleine Biest beseitigen. Bei Spinnen und Mücken kenne ich eben kein Erbarmen. Ich komme also in die dunkle Diele, und was sitzt da vor mir auf dem Boden, so richtig schön im Lichtstrahl, der aus dem Wohnzimmer kommt? Eine riesige haarige Hausspinne (ACHTUNG: Diesen Link wirklich nur mit sehr starken Nerven anklicken!!!). Dagegen war das kleine Ding auf dem Wäscheständer ja richtig niedlich! Und warum tauchen diese Monster immer dann auf, wenn Herr Sichtfeld, mein Held, nicht da ist?!

Und heute Morgen wollte ich, nachdem ich mit Tee und Keksen von meinen beiden Liebsten geweckt worden war, mal schnell unter die Dusche springen, und was sitzt da, mitten in der Duschwanne? Genau. Muss ich es aussprechen? Das wird der große Bruder von dem Viech in der Diele gewesen sein! Brrrrrrr! *schüttel* Ich bestand in dem Moment wirklich nur noch aus Gänsehaut. Es kommt auch nicht oft vor, dass ich kreische, aber bei dem Anblick ließ es sich wirklich nicht unterdrücken! Was bitte haben diese Wiederlinge in meinem Haus zu suchen? Im WOHNBEREICH??? Im Keller kommen die ja ab und zu vor, und das ist schon eklig genug! Aber wie kommen die in meine Dusche? Wenn die dann einfach nur so dasitzen oder womöglich noch auf mich zu laufen, dann bekomme ich von ihrer puren Existenz jedes Mal einen Schrecken, der mich wahrscheinlich Jahre meines Lebens kostet!

Naja, während ich mich angeekelt im Hintergrund hielt, haben Sichtfeldchen und Herr Sichtfeld das Ungetüm mit großem Interesse begutachtet (man soll ja seinem Kind keine Voreingenommenheit vermitteln…), und schließlich hat sich mein Held um das Weitere gekümmert. Aber ganz ehrlich: So wirklich entspannt in ich jetzt nicht mehr!


Neue Geschäftsmasche?

Donnerstag, 30.Juli 2009

Gestern abend bin ich vor der allmittwochlichen Chorprobe noch etwas durch die Bonner Innenstadt gebummelt und habe mir als kleinen Abendimbiss so ein Sechstelstück Pizza von dieser leicht überteuerten Pizza-Hütten-Kette genehmigt. Bevor ich jedoch in das nächste Geschäft hineingehen konnte, musste ich ja ersteinmal die Pizza aufgegessen haben. Gesagt, getan. Ich schiebe mir also den letzten, etwas überdimensionierten Bissen in den Mund, werfe Papierserviette und Pappteller in den nächsten Mülleimer und drehe mich Richtung Eingang, mit etwa folgenden Gedanken im Kopf:

„Oh Mann, hoffentlich sieht jetzt keiner zu genau in mein Gesicht, wie ich hier schwer kaue, mit dicken Backen usw. – sieht bestimmt ziemlich bekloppt aus… Aber egal, mich kennt hier ja zum Glück keiner…“

Und was passiert genau in diesem Moment? Da kommt so ein etwas heruntergekommener Jugendlicher und spricht mich in so einem ganz leisen, zaghaften Ton an, den ich noch dazu kaum verstehe. Ich würde kaum mehr als ein „Mmmmpf“ herausbringen, deshalb versuche ich, ihn durch Gesten darauf aufmerksam zu machen, dass ich gerade den Mund voll habe. Das hat er vermutlich noch gar nicht gemerkt! Er murmelt jedenfalls etwas davon, dass er mich nicht belästigen will oder so und tut es aber trotzdem. Mit Mühe und Not bringe ich ein ziemlich undeutliches „IschhabdemMumpvoll“ heraus und will damit an sein Feingefühl appelieren, dass er sich abwendet und uns beiden den Rest dieser Peinlichkeit erspart. Aber er fragt mich stattdessen, ob ich nicht etwas Geld für ihn hätte für etwas zu essen. Na toll! Wie bitte soll ich mich den jetzt fühlen? Ich stehe hier mit bis zum Bersten mit Pizza gefüllten Backentaschen, und er erzählt mir, dass er Hunger hat. Ich resigniere kurzerhand und ziehe mein Portemonnaie heraus – ehrlich gesagt vor allem deshalb, weil ich diese blöde Situation so schnell wie möglich beenden und meinen Rest Pizza in Ruhe und einem Rest Würde herunterwürgen will – und drücke ihm eine Münze in die Hand. Er bedankt sich und verschwindet. Aufatmen kann ich nur durch die Nase, mein Mund ist immer noch zu voll…

Ich gebe zu, bei den üblicherweise in meiner Mundhöhle herrschenden Raumverhältnissen hätte ich mich wortreich und versuchtermaßen höflich aus der Affäre gezogen und ihm nichts gegeben. Ich spende lieber an Straßenmusiker, denen ich eine Weile zuhöre, oder über eine ganz bestimmte Organisation, von der ich weiß, dass das Geld auch wirklich ankommt und sinnvoll genutzt wird.

Anschließend konnte ich mich jedoch eines bestimmten Gedankens nicht erwehren: Ist das eine neue Geschäftsmasche? Legen die es jetzt vielleicht drauf an, Leute auf dem falschen Fuß zu erwischen und die unangenehme Situation für den potentiellen Geldgeber auszunutzen? Ich könnte mir vorstellen, dass man damit gar nicht so schlecht verdient! Vielleicht gibt es ja mehr Leute wie mich, die sich mit vollem Mund nicht mehr in der Lage sehen, die Bitte um Geld höflich und dennoch entschieden von sich zu weisen, und die sich dann lieber von einer Münze trennen, als einfach stumm den Kopf zu schütteln und sich wegzudrehen… Es lebe die Höflichkeit!


Zaaaaahnschmerzen…

Dienstag, 9.Juni 2009

… halten mich seit etwa zwei Wochen immer wieder von den Dingen ab, auf die ich Lust habe, so z.B. auch vom Bloggen. Ich muss zurzeit eine eklige Parodontose-Behandlung über mich ergehen lassen, und irgendwie verheilt es nicht ganz wie geplant. Seit gestern nun bin ich komplett mit Schmerzmitteln zugedröhnt, anders geht es nicht mehr. *heul*

Naja, auch das wird vorübergehen… Ich habe nur ein schlechtes Gewissen, dass auch Sichtfeldchen und nicht zuletzt Herr Sichtfeld unweigerlich darunter zu leiden haben, wie es mir gerade geht…


Fiiiiigaro… :-(

Dienstag, 19.Mai 2009

Über Himmelfahrt ist wieder einmal ein großes Familientreffen angesagt, auf das ich mich schon seit dem letzten Mal vor zwei Jahren freue. Damals war ich mit Sichtfeldchen schwanger, und nun kann ich sie endlich präsentieren mit der Großfamilie (ca. 80 Personen) bekannt machen. Aus diesem Anlass war ich heute extra schnell noch mit ihr beim Friseur (und zwar bei dem, zu dem Herr Sichtfeld auch geht), denn der hat ihre Haare beim letzten Mal richtig toll geschnitten. Tja – und heute hatte er irgendwie keinen guten Tag: Sichtfeldchens Haare sind total verschnitten! Am schlimmsten ist der Pony, der ist viel zu kurz geworden und bildet so eine gerade Linie, die zu allem Überfluss auch noch ein wenig diagonal über die Stirn verläuft…! Da hat auch das Nacharbeiten mit der Ausdünnungsschere nichts mehr geholfen. Wie viel ich dafür gezahlt habe, daran will ich gar nicht mehr denken. Ich weiß nicht, ob ich da noch etwas retten kann, oder ob ich es nur noch schlimmer mache – auf jeden Fall bereue ich diesen Friesurbesuch zutiefst! Beim nächsten Mal nehme ich sie mit zu meinem Friseur nach Bonn – dem vertraue ich blind! 😦


Der Traum vom Haus VIII

Dienstag, 31.März 2009

Gestern ist uns klar geworden, wo bei unserem neuen Haus der Haken ist, nach dem wir schon so lange gesucht haben: Es ist kein DSL verfügbar! Ist das zu fassen??? Uns fehlen vor Entsetzen die Worte…


Der Frust einer Frau

Samstag, 28.März 2009

Da freut man sich tagelang auf ein Paket…

Im Juni sind Herr Sichtfeld und ich auf eine Hochzeit eingeladen, und Sichtfeldchen kommt natürlich auch mit und darf sich am Blumenstreuen versuchen. Nun dachte ich mir, das wäre doch ein prima Anlass, sich mal wieder so richtig aufzubrezeln, und habe den Online-Shop meines Lieblingsladens nach schicken Kleidern durchsucht. Ich bin auch prompt fündig geworden und habe mir drei davon zur Anprobe herbestellt. Das geht bei Espr*t nämlich gratis, inklusive Retoure. Das nenne ich echt mal Kundenservice – vor allem für Mütter sehr zu empfehlen! Nun habe ich also tagelang gewartet und war schon ganz hibbelig wegen der Kleider, und heute kamen sie dann! Also ganz fix Sichtfeldchen ihrem Papa aufs Auge auf den Arm gedrückt und nix wie los vor den Spiegel und anprobieren. Meine gute Laune stieg immer weiter an, während ich das Paket öffnete, die sorgsam verhüllten Kleider herausnahm, sie an den Schrank hängte und die Verpackung vom ersten Kleid löste. Kurz darauf fand meine Stimmung dann ihren Höhepunkt, nämlich ungefähr eine halbe Sekunde bevor ich einen Blick in den Spiegel warf. Das Kleid saß nämlich einfach nicht, es war irgendwie merkwürdig geschnitten. Naja, zwei Versuche hatte ich ja noch. Kleid Nr. 2 war dann aus einem Stoff, der mich dezent an einen Regenschirm erinnerte und fiel dadurch, dass er so steif war, so unvorteilhaft über meinen Ex-Babybauch, dass es zum Heulen aussah. Ich will ja auf der Hochzeit nicht ständig dazu beglückwünscht werden, dass da Sichtfeld Nr.4 unterwegs ist, wenn das noch gar nicht der Fall ist?! Tja, und Kleid Nr. 3 war zwar aus einem zauberhaften Stoff, fiel jedoch auf Brusthöhe so merkwürdig, dass es ungelogen so aussah, als hätte man seitlich mehr Oberweite als vorne! Ja echt, ich kann mir das auch nicht erklären!

Naja, wie dem auch sei – ich habe laut herummaulend alles wieder zurückgeschickt, einschließlich des ebenfalls nicht passenden T-Shirts für alle Fälle, das ich auf jeden Fall behalten wollte um meinen 10-Euro-Gutschein einzulösen, der jetzt fröhlich verfällt… Das ist mir bei diesem Laden noch nie passiert – sonst könnte ich da immer das ganze Sortiment zusammenkaufen! Ich bin richtig, richtig doll frustriert!

Jetzt muss ich echt dringend mal in die Bonner Innenstadt und dort ausgiebig suchen gehen – es kann doch wohl nicht angehen, dass meine liebe Schwiegermama (!) es schon wieder schafft, auf so einer Feier sexyer auszusehen als ich…!


Lügnerin!

Donnerstag, 19.März 2009

Neulich hat er bei mir geklingelt. Er, von dem ich nicht gedacht hätte, dass es ihn überhaupt gibt. Er, den ich bisher immer für ein Phantom aus der Werbung gehalten habe: der Herr von der G.E.Z. Und ganz ehrlich? Ich hatte schon lange keinen so unangenehmen Gegenüber mehr! Vorab: Herr Sichtfeld ist sehr akkurat und genau, wenn es um solche Dinge wie Versicherungen, Anschlüsse und Gebühren geht, und ich weiß genau, dass wir angemeldet sind. Trotzdem fragte mich dieser Mensch sehr frostig aus bezüglich unserer Daten und Geräte und ließ mich sehr deutlich merken, dass er sich ganz sicher war, dass ich log. Er hat es nicht wörtlich gesagt, aber trotzdem war diese Unterstellung da. Schließlich stellte sich dann nach einem Telefonat heraus, dass wir wirklich angemeldet sind und dass der Fehler bei der G.E.Z. lag, die uns unter einer falschen Postleitzahl führte und unseren Straßennahmen mit Z vorne statt mit K geschrieben hat. Ts-ts-ts… Ich bin jetzt noch richtig empört und fühle mich persönlich beleidigt von dieser Unterstellung, ich würde lügen. Und das Schlimmste ist, dass dieser Mensch es noch nicht einmal für nötig gehalten hat, sich zu entschuldigen! Ich kann mir vorstellen, dass man in diesem Job oft Menschen begegnet, die versuchen, sich rauszureden, und dass man dann irgendwie abstumpft. Aber das ist für mich keine Entschuldigung! Hätte er sich mal lieber gefreut, dass da wirklich mal jemand ehrlich ist und zahlt…!


Entspannter Reisen mit Sicht-Feld

Dienstag, 3.Februar 2009

Da stand doch neulich am Flughafen Köln-Bonn eine echte Rabenmutter auf dem Rollfeld! Ist sowas zu fassen? Es wehte ein eisiger Wind, und diese Frau hatte ein kleines Mädchen auf dem Arm, das keine Mütze auf und nicht einmal Schuhe anhatte!!! Ich könnte mich ja ohne Ende aufregen – aber diese Rabenmutter war ich selber… allerdings mit berechtigter Unruhe und Reue im Herzen!

Alles fing so toll an. Herr Sichtfeld hatte uns zum Flughafen gebracht, und nach dem Check-In hatten wir sogar noch genügend Zeit für ein gemeinsames Mittagessen. Kaum hatten wir uns jedoch bei den Sicherheitskontrollen verabschiedet, nahm das Unheil seinen Lauf. Ich musste Sichtfeldchen ja aus dem Buggy nehmen, und während ich selber durchleuchtet wurde, büchste sie auf ihren flinken kurzen Beinchen immer wieder aus, sodass die arme Flughafenmitarbeiterin dreimal von Vorne anfangen musste. Als ich das zappelnde und protestierende Sichtfeldchen anschließend wieder in den Buggy setzen wollte, habe ich mich prompt verhoben und mir Rückenschmerzen und Unbeweglichkeit für den Rest des Tages eingehandelt.

Am Gate angekommen sah ich, dass alle Passagiere noch saßen und dachte mir, dass die Zeit noch reichte, um meine Tochter im Wickelraum um die Ecke noch mal trocken zu legen. Gesagt, getan, doch kaum war die Windel ab, kam eine Durchsage: „Letzter Aufruf für den Flug XY nach Hamburg“ – uuups, das war unserer! Ich habe also Sichtfeldchen  im Turboverfahren angezogen, in der Eile die Stiefelchen in die Tasche gestopft und sie in den Buggy verfrachtet, um dann im Schweinsgalopp zum Gate zu sausen. Die Dame dort lächelte höflich und fragte mich, was ich denn mit dem Buggy nun anfallen wolle. Naja, der würde mir doch an der Flugzeugtür abgenommen, wie immer, oder? Das schon, aber was wollte ich auf der Treppe machen? TREPPE??? Bisher ging es immer durch diesen langen Schlauch direkt vom Ausgang rein ins Flugzeug – heute nicht? Nein, heute nicht. Heute stand unten ein Bus bereit. Na toll! Und mein armes Kind hatte keine Schuhe an!

Mit dem Buggy half mir ein glücklicherweise ebenfalls verspäteter hilfsbereiter Passagier, und wir quetschten uns gerade noch mit rein in den Bus voller ungeduldiger Mitreisender, die mich teilweise ziemlich schräg ansahen – oder habe ich mir das nur eingebildet? Vor dem Flugzeug ging es dann hinaus auf das eiskalte und sehr windige Rollfeld, und ich stand da also mit dem bibbernden Sichtfeldchen auf dem Arm (ich hatte sie mit unter meine Jacke genommen, und immerhin hatte sie die Kapuze von ihrem Wolljäckchen auf) – natürlich ganz hinten in der Reihe. Auch klar! Alle zeigen innerlich mit dem Finger auf diese Rabenmutter da, aber keiner von den Damen und Herren in den dicken Wintermänteln erbarmt sich und lässt uns vor!

Ihr könnt Euch vorstellen, wie erleichtert ich war, als wir endlich im warmen Flugzeug waren, und wir erleichtert ich bin, dass mein innig geliebtes Töchterlein keinen nennenswerten Schaden von dieser blöden Aktion davongetragen hat! Der Flug selber und die Ankunft verliefen dann auch sehr entspannt und schön – und trotzdem hatte ich das Gefühl, seit dem Abschied von Herrn Sichtfeld um Jahre gealtert zu sein…

Nachtrag: Die Rückenschmerzen sind dank einer tollen Massage, einiger Gymnastikübungen, viel Wärme und einer liebevollen (groß-)mütterlichen Behandlung inzwischen wieder fast weg.


Florence „Sicht-Feld“ Nightingale

Montag, 29.Dezember 2008

Es ist doch echt wie verhext! Vor etwa vier Wochen wurde Sichtfeldchen krank und blieb es ungefähr zwölf Tage lang. In der Zeit steckte sie ihren Papa an, und der schleppt seinen grippalen Infekt nun in der dritten Woche mit sich herum. Heiligabend mussten wir wegen des besagten Sturzes in die Notaufnahme, was für uns ein Anlass war, die geplante Kurzreise zu meinen Schwiegereltern in Frage zu stellen. Da es Sichtfeldchen aber gut ging, sind wir doch gefahren, und was passiert? Sie wird rückfällig und bekommt Fieber, genau wie ihr Papa. So ist der Sichtfeld´sche Krankentransport also fürher als geplant wieder nach Hause gefahren, und heute ist der Tag der Arztbesuche. Herr Sichtfeld ist schon wieder da, zum Glück mit einer Krankschreibung in der Tasche, und ich fahre heute nachmittag mit Sichtfeldchen zur Kinderarztvertretung. Na, mal sehen. Und während wir noch überlegten, den ab morgen geplanten Silvesterbesuch meiner Eltern abzusagen, haben diese ihrerseits abgesagt, weil sie inklusive meiner Brüder und Familien nun mit Magen-Darm flachliegen (wie übrigens letztes Weihnachten auch). Na toll. Und wer ist als einizge nicht krank, weil sie viel zu viel damit zu tun hat, andere gesund zu pflegen…?


Tage wie dieser…

Dienstag, 25.November 2008

Geht es Euch eigentlich auch so?

Manchmal ist es wirklich gut, dass man morgens beim Aufstehen noch nicht weiß, was einem der Tag so bringen wird, finde ich – sonst würde man vermutlich die Decke über den Kopf ziehen wollen und versuchen, den Tag einfach zu ignorieren oder zu überspringen. Mit Kind geht sowas bekanntermaßen nicht, den das Kind will trotzdem raus. In diesem Zusammenhang muss ich gleich mal sagen, dass meine Kleine heute mein Riesenlichtblick war – ohne sie wäre der Tag wirklich zu Wegschmeißen gewesen.

Dabi kann ich nichtmal so ganz genau festmachen, wieso dieser Tag eigentlich so … §$)&%)(/§%? … war, es kamen einfach mal wieder tausend Dinge zusammen. Am Donnerstag muss ich alleine 400km weit fahren (zzgl. Rückfahrt) zu einer Beerdigung. Das ist ja sowieso schon eine traurige Sache, aber es zieht auch noch jede Menge Müll hinter sich her. Wer passt den Tag über auf Sichtfeldchen auf, Oma Sichtfeld oder unser neuer Babysitter? Wie kommt Oma Sichtfeld, auf die die Wahl nach tausend Diskussionsrunden gefallen ist, hierher? Warum ist Sichtfeldchen heute morgen, wo ich mit Halsweh gegen eine Erkältung ankämpfte, eine Stunde früher aufgewacht als sonst, und warum hat sie heute mittag eine halbe Stunde weniger geschlafen? Wo zum Teufel stecken unsere Winterreifen, die wir bei der Autoersatzteilfirma mit den drei roten Buchstaben eingelagert haben, und wieso rufen die auch nach sieben Nachfragen meinerseits nicht zurück? Als sie es endlich doch getan haben, musste ich dann sogar noch da vorbeifahren und trotzdem ohne unsere Winterreifen wieder abziehen, morgen vielleicht. Ich will die lange Fahrt ja nicht mit Sommerreifen machen bei den Wetterverhältnissen! Dann will ich ein Foto von Sichtfeldchen in der Drogerie ausdrucken, und kaum bin ich im Parkhaus, fällt mir ein, dass der USB-Stick zu Hause neben dem Telefon liegt… Der Kassenautomat will trotzdem vollen Stundenlohn, für eine Parkzeit von sage und schreibe einer Minute! Vor der Änderungsschneiderei kriege ich wegen Sperrmülls keinen Parkplatz, außerdem regnet es schon wieder, und auf dem Heimweg schrabbe ich nur haarscharf an einem Wildunfall mit zwei die Straße kreuzenden Rehen vorbei. Zu allem Überfluss kommt Herr Sichtfeld heute erst so richtig spät nach Hause, und ich muss noch die Wohnung auf Vordermann bringen, bevor morgen meine Mama kommt… Ich liebe solche Tage!

Meine große Entschädigung war wie gesagt meine Tochter, die mir beim Toben vor dem Abendessen noch einen herrlichen Lachanfall präsentiert hat und die beim Insbettbring-Ritual einfach sowas von lieb, süß und verschmust war… Wie gut, dass es sie gibt! Jetzt bin ich trotz all der Nervereien heute wieder bei guter Laune und sehe dem, was mir bis Freitag so bevorsteht, einigermaßen gelassen entgegen – sofern das bei einer Beerdigung möglich ist!

Sorry übrigens wenn ich mich in den nächsten Tagen bei Euch etwas rar mache, ist nicht persönlich gemeint!


Hahh… hahhh…. haaaaaaaaaaaaaah…..

Montag, 13.Oktober 2008

…tschi!

Ja, auch mich hat die Erkältungswelle eiskalt erwischt, und ich plage mich mit einem fiesen Schnupfen herum. Vorher gab´s die obligatrischen Halsschmerzen, und Husten und Kopfweh werden noch folgen, ich kenn mich ja… Das ist aber nicht das Problem, denn gegen meine Symptome kann ich ja schließlich was unternehmen – inhalieren, schneuzen, Pillen einwerfen…

Was mich schon jetzt so nervt, ist die Aussicht, dass meine Kleine es spätestens in ein paar Tagen auch haben wird, und ein krankes Kind ist auch für die Eltern ganz schön anstrengend, das werden manche von Euch bestätigen können. Die arme Maus kann ja noch nicht mal die Nase putzen! Und entsprechend schlecht schläft sie dann auch nachts, und wir gleich mit. 😦

Schöne Aussichten! Na, Hauptsache ich bin bis dahin wieder einigermaßen fit und einsatzbereit, um mich auch ausgiebig um sie kümmern zu können! Denn wer kann sich nicht noch daran erinnern, wie schön es war, krank zu sein und von Mama so richtig verwöhnt zu werden…?!


Aufgeschoben…

Donnerstag, 14.August 2008

In meinem Arbeitszimmer türmt sich das Chaos. Seit einigen Monaten schon schichte ich alles, was mir im Weg herumliegt, an der Wand vor dem Fenster auf mit der festen Absicht, es in den nächsten Tagen (also schon vor Wochen) bei Ebay einzustellen. Da steht eine große Tüte mit ausrangierten (nie getragenen) Klamotten, ein Karton mit Büchern, eine Schachtel mit Hörbüchern, eine Kiste mit Zeug, das ich für meine Eltern verscherbeln soll, Dekoartikel, Spielzeug, ein Spiegel und eine kleine Box mit Schmuck. Und außerdem jede Menge Kartons, die ich vorausschauend horte, um die verkauften Sachen auch verpacken zu können.

Ich schwöre: in jedem anderen Raum unserer Wohnung schaffe ich es einigermaßen Ordnung zu halten. (Mein Mann grinst wahrscheinlich, wenn er das liest, aber verglichen mit eben dieser Ecke in meinem/unserem Arbeitszimmer wird er mir Recht geben.) Naja, ich halte in der Wohnung Ordnung, indem ich das Zeug eben im Arbeitszimmer stapele. Am schlimmsten ist dieser Korb, in dem immer die Kleinigkeiten landen, die sonst in der Küche oder auf dem Esstisch herumfliegen würden, wo sie ja nun wirklich nicht hingehören (ja, Schatz, du hast ja Recht…). Darin befinden sich ein paar CDs, meine Zweitsonnenbrille, zwei Rollen Luftschlangen für den bevorstehenden ersten Geburtstag meiner Tochter, ein Labello, eine Packung Steckdosenschützer und eine Packung Eckenschützer (beides soll natürlich meine Lütte schützen), eine Rolle Geschenkband, Handcreme, das Gemeindeheftchen vom letzten Dienstag, eine Packung Gesichtsreinigungstücher und und und…

Ich bin kein unordentlicher Mensch! Ich liebe Ordnung und ich liebe Sauberkeit. Mal abgesehen davon bin ich vom Sternzeichen her Jungfrau, wie auch mein Mann und meine Tochter. Aber ich bin ziemlich gut darin, Dinge aus dem Blickfeld (sprich Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer, Eingangsbereich) zu verbannen an einen Ort, wo sie sich besser ignorieren lassen – also ins Arbeitszimmer. Da liegen sie eigentlich auch genau richtig: sie werden mir noch ganz schön Arbeit machen! Und im Endeffekt ist doch bloß das Bloggen Schuld, dass das Zeug sich hier immer noch türmt. Es hält mich vom Ebay-Turbolister fern – weil Bloggen einfach viel mehr Spaß macht! (Aber weniger Geld bringt…) 😦

Okay, okay, ich sehe es ja ein. In den nächsten Tagen setze ich mich dran. Es wird ja wohl mal Zeit. Aber seid bitte nicht enttäuscht, wenn ich mich dann hier etwas rar mache. Ich vermisse Euch jetzt schon! *schnief*


Kauft euch bloß nicht… I

Montag, 4.August 2008

Ich habe beschlossen, eine neue Artikelgruppe zu eröffnen, in der ich von Dingen erzähle, die ich mir doch lieber nicht hätte kaufen sollen, aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht kann ich euch damit ja helfen, euer Geld lieber für sinnvollere Sachen auszugeben. Das wäre doch mal was!

Heute: Der Sensormülleimer

Vor einigen Jahren sahen wir bei Freunden ein solches Gerät. Es handelt sich um einen Mülleimer mit einer Art Bewegungssensor. Sobald man die Hand schräg über/vor dem Gerät bewegt, geht der Deckel von alleine auf, und man kann auch tropfende oder sperrige Abfälle sauber und ohne Spuren zu hinterlassen (wie z.B. beim Schwingdeckelmülleimer) einfüllen. Wir fanden das Gerät damals absolut witzig und praktisch und legten uns auch eines zu. Nebenbei bemerkt gibt man für die Dinger einen ganz schönen Batzen Geld aus.

Das erste halbe Jahr war es ja noch ganz witzig. Alle, die zu uns zu Besuch kamen, staunten über das High-Tech-Gerät, und wir lachten noch über jeden Hund, der erschrocken zur Seite hüpfte, wenn das Ding plötzlich auf ging.

Doch nach und nach bemerkten wir an dem Mülleimer immer mehr Macken, die uns dann auch immer mehr auf die Nerven gingen – wie vielleicht in der einen oder anderen nicht funktionierenden Partnerschaft. Das übereifrige Ding ging schon auf, wenn auch nur eine Fliege vorbeiflog (was ja eigentlich für die Hersteller spricht), und da es bei uns unter der Arbeitsplatte stand, ging es auch jedes Mal auf, wenn wir auf dieser Platte arbeiteten oder sogar nur vorbeigingen. Dazu kam dann noch eine gewisse Form von Alterserscheinung, nämlich hielt der Deckel nicht mehr die vorgesehenen 5 Sekunden offen, sondern nur noch etwa eine. Von mangelnder Hygienefähigkeit und Standfestigkeit will ich hier gar nicht erst anfangen. Kinderlieb ist das gute Gerät auch nicht gewesen. Zum einen erschreckte der Mülleimer nicht nur Hunde, sondern auch Kinder, und zu anderen fiel er immer gleich um, wenn meine Tochter versuchte, sich an ihm aufzurichten.

Dies war nun, nach einer vier Jahre lang stetig bergab gehenden Beziehung für uns der Grund, die Trennung einzuleiten und uns nach einem jüngeren, kinderfreundlicheren, solideren und unaufdringlicheren Gerät mit weniger nervenden Eigenschaften umzusehen. Am vergangenen Wochenende haben wir uns nun endgültig getrennt, und der Ersatz ist bereits eingezogen und hat sich bewährt.

Unser Ex steht nun frisch entkeimt im Keller und wartet darauf, eine neue Beziehung einzugehen – vermutlich mit unserem Neffen, der bald Geburtstag hat und eine ausgeprägte Schwäche für Mülleimer an den Tag legt – es sei denn, seine Mutter legt an dieser Stelle noch ihr deutliches Veto ein. Dann freut sich vielleicht der eine oder andere Ebayer (der diesen Artikel nicht gelesen haben wird) ein paar Tage lang über den fröhlichen Müllschlucker, bevor auch sein Nervenkostüm anfangen wird zu leiden…


Dosier-Hilfe leicht gemacht

Mittwoch, 16.Juli 2008

Und immer wieder kommt es vor, dass alltägliche Dinge viel umständlicher gestaltet sind, als es eigentlich sein müsste…

Ich habe mich entschieden, nach jahrelangem Gebrauch von Flüssigwaschmittel nun auf ein Pulver (genauer gesagt auf Perlen) umzusteigen. Also stehe ich im Supermarkt vor dem Riesenangebot an Waschmitteln und entscheide mich erst für die Marke, dann gegen das Colorwaschmittel und schließlich noch für den Karton statt des Nachfüllpacks. Zur Kasse, bezahlen und ab nach Hause.

Dort will ich das neue Waschmittel natürlich auch ausprobieren, aber was ist das? Obwohl ich mich extra NICHT für die Nachfülltüte entschieden habe, ist in dem Karton trotzdem keine Dosierhilfe. Ratlosigkeit. Dann entdecke ich auf dem Karton den Vermerk, dass man sich für eine kostenlose Dosierhilfe unter der und der Hotline melden solle. Selbstverständlich auch kostenlos. Okay, also schnappe ich mir das Telefon und lande bei einer freundlichen Computerstimme, die mir vorsäuselt, dass ich bitte die 1 drücken soll, wenn ich wegen einer kostenlosen Dosierhilfe anrufe. Das tue ich. Eben diese Stimme trällert mir nun vor, dass ich für die kostenlose Dosierhilfe doch bitte ein Formular im Internet ausfüllen soll.

Grrr! Dann schreibt doch bitte gleich auf die Packung, dass es die Dosierhilfe im Internet gibt und vergesst die Hotline! Ich frage mich nur, was dann ältere Leute machen sollen, die nicht über einen Internetzugang verfügen, denn JA, das gibt es heute noch!

Na gut, ich bestelle mir also diese sagenumwobene Dosierhilfe mittels Internetformular und warte seitdem auf die Lizenz zum Waschen, während sich die Wäscheberge in meiner Wohnung fröhlich türmen. Nein, ganz so schlimm ist es nicht.

Direkt nach der Bestellung bekomme ich eine Mail, in der steht, dass ich tatsächlich eine Dosierhilfe bestellt habe und dass diese so bald wie möglich versandt wird. Ich freue mich und warte weiter. Und jetzt, zwei Tage später kommt wieder eine Mail, die ich hier mal auszugsweise wiedergeben möchte.

„Sehr geehrte Frau Sicht-Feld,

Sie erinnern sich sicherlich, dass Sie vor Kurzem auf unserer Website eine XY Dosierhilfe bestellt haben. Wir haben gute Neuigkeiten: Ihre Dosierhilfe befindet sich jetzt auf dem Postweg zu Ihnen und dürfte bald bei Ihnen eintreffen!

Vergessen Sie nach Erhalt der Dosierhilfe nicht, unseren Online-Dosierungskalkulator zu benutzen, um herauszufinden, welche genaue Menge für beste Waschresultate erforderlich ist.

Wir werden Ihnen bald eine weitere E-Mail schicken, um uns zu vergewissern, dass die Dosierhilfe gut bei Ihnen angekommen ist.“

Mfg usw.

Na, auf diese Email freue ich mich ja jetzt schon. Ich frage mich nur, ob man das Ganze nicht auch einfacher hätte haben können, z.B. mit einer Dosierhilfe direkt in der Packung…?