Ich wollte immer schon mal…

Donnerstag, 25.September 2008

Die liebe Dori hat mir ein Stöckchen zugedacht, welches sie wiederum von Zentao erhalten hat. Es geht darin nur um eine einzige Frage, nämlich die, was man schon immer mal machen wollte. Nachdem auch ich darüber nun ein paar Tage nachgedacht habe, habe ich mich für eine Antwort entschieden. Einmal am Strand übernachten, einmal nach Nepal reisen, einmal eine Sinfonie von Mendelssohn mitspielen, einmal einen Regenwurm essen, einmal ein Buch schreiben, einmal eine Diät durchhalten… Das alles sind Dinge, die ich hätte tun können und aus den verschiedensten Gründen nicht getan habe. Doch um sie soll es hier gar nicht gehen.

Was wolltest Du schon immer einmal machen, Mareike?

Ich wollte schon immer mal im Sommer ganz früh morgens aufstehen, am besten noch vor Sonnenaufgang, und mich dann mit meiner Fotokamera irgendwo in die Natur setzen und versuchen, dieses ganz besondere Dämmerlicht einzufangen. Dieses graubläuliche Lichtgemisch, während dessen die Vögel am intensivsten singen und das sich immer mehr in einen rötlichen Goldton verwandelt, welcher das Erscheinen der Sonne verspricht. Die ersten Sonnenstrahlen, die zwischen zwei Hügeln durchbrechen oder durch das Blattwerk eines Busches blinzeln. Diese ganz besondere Stille und dieses verheißungsvolle Erwachen, vielleicht ein paar Nebelschleier über einer Wiese oder den Tau auf einer Blüte.

Doch ich glaube, es gibt einen Grund dafür, dass ich das noch nicht getan habe: Ich fürchte, ich werde von dem Ergebnis enttäuscht sein. Das, was ich sehe und empfinde, spüre, rieche und höre, wird sich nicht auf einen Digitalchip bannen lassen und auch nicht auf Papier. Was vielleicht sogar gut so ist. Ein Grund mehr, sich mal wieder an einem frühen Sommermorgen hinauszusetzen, ohne Kamera, mitten in eine Wiese, und das Erwachen einfach auf sich wirken zu lassen…

Liebe Dori, ich hoffe, das beantwortet Deine Frage. Es hat mir Spaß gemacht, darüber nachzudenken und meine Gedanken niederzuschreiben.

Ich gebe dieses Stöckchen sehr gerne weiter an

Schonzeit

Andrea (der Du es ja auch bereits zugedacht hast)

Schaps

Ulf

und Bonafilia

und an alle, die es sonst noch gerne aufsammeln möchten.

Und bin gespannt auf Eure Antworten!


Sonnenschutzfolie – ein Erfahrungsbericht

Dienstag, 1.Juli 2008

An dieser Stelle soll es heute mal einen topaktuellen Artikel über meine jüngste Errungenschaft geben:

Sonnenschutzfolie.

Es handelt sich dabei um eine Art Metallfolie, die von außen an das Fenster angebracht wird und laut Hersteller Hitzeschutz (79% Gesamtenergieschirmung), Blendschutz und UV-Schutz (99%) bietet.

Hintergrund war der, dass das Zimmer unserer 10 Monate alten Tochter nach West-Südwesten liegt und keine Rolläden hat. Zu der Zeit, wenn sie schlafen geht, hat also die Sonne bereits kräftig Vorarbeit geleistet und heizt auch noch fröhlich weiter, wenn die Kleine schlafen soll. Da wir in einer Mietwohnung in einem Gebäude mit vergleichsweise mäkeligen Nachbarn und Vermietern wohnen, kam eine aufwändigere Außenmontage wie etwa eine Markise o.ä. gar nicht erst in Frage. Also bin ich in den Baumarkt meines Vertrauens gestiefelt und habe mir Sonnenschutzfolie besorgt und diese auch gleich angebracht.

Zuerst ist mal zu sagen: Das Zeug war ganz schön teuer! Ich musste es mir gründlich überlegen, ob ich es wirklich kaufen soll, denn ich konnte ja über die tatsächliche Wirkung noch gar nichts wissen.

Mein zweites Problem in diesem Zusammenhang: Es gab die Folie nur in einem ziemlich blöden Format, nämlich 76×150 cm. Mein Fenster hat jedoch ein anderes blödes Format, nämlich 93x97cm. Ich musste das Zeug also nicht nur anbringen, sondern dabei auch noch puzzlen und die Puzzleteile selber zuschneiden. Das hat jedoch ganz gut geklappt – jetzt habe ich nur ein paar „Nähte“ am Fenster, die aber kaum auffallen.

Die Montage selber war dann doch eher aufwändig. Die Fensterscheibenaußenseite muss mit einer mitgelieferten Montageflüssigkeit mehrmals geputzt und mit so einem Gummidings abgezogen werden. Dann folgt ein fröhliches Hin und Her aus wieder einsprühen, Folie auflegen, Schutzfolie abziehen, ganz schnell nochmal einsprühen, Folie abnehmen, Fenster wieder einsprühen, Folie anbringen (dieses Mal mit der Klebeseite zum Fenster), nochmal sprühen, in Form ziehen und glätten. Bei Bedarf darf man sogar nochmals sprühen und eventuelle Falten oder Luftblasen entfernen. Und ich durfte diese ganze Prozedur mit drei Einzelteilen machen, und im Hochstühlchen saß meine Tochter und wurde langsam ungeduldig – „Ich tu das doch alles nur für Dich, mein Schatz!“ (Und ein bisschen auch für mich, weil Du ja dann immerhin im Idealfall ruhiger schläfst…)

Naja, schließlich war ich dann doch fertig (im doppelten Sinne), und da ich das Ganze bereits gestern erledigt habe, kommt hier mein Fazit.

Format und Preis: Naja, darüber lässt sich streiten. Ich habe da zu wenig Vergleichsmöglichkeiten. Es war schon ganz schön nervige Fummelei mit diesen drei Einzelteilen.

Montage: Aufwändig, aber irgendwie auch sinnvoll. Denn obwohl es so kompliziert war, war ich doch in der Lage, das ganze Ding alleine anzubringen. Sogar das viele Sprühen macht irgendwie Sinn, denn so hat man, anders als bei normaler Klebefolie, die Chance, alles an Ort und Stelle nochmal zurechtzurücken, und es kleben nicht ständig zwei Ecken aneinander oder bei mir in den Haaren oder sonstwo. Das Ganze muss nun nur erstmal ein paar Wochen aushärten.

Wirkung: Ich bin bisher absolut BEGEISTERT! Da hat sich sowohl die Investition als auch der Aufwand gelohnt. Das Zimmer war abends deutlich kühler als in den letzten Tagen, und das, obwohl ich nicht mal die Lamellen heruntergelassen habe. Einziger kleiner Nachteil: es wird auch etwas dunkler im Zimmer, wie bei einer leicht getönten Scheibe – aber das finde ich bei einem reinen Schlafraum nicht so tragisch.

Ich kann das Zeug also echt nur empfehlen. Wer das gleiche Problem kennt und gerne lästige heiße Sonnenstrahlen entschärfen möchte, sollte sich einfach mal in den Kampf stürzen und so eine Folie anbringen. Die Gebrauchsanweisung ist sehr ausführlich und gut, und man hat Dank der vielen Sprüherei sogar die Möglichkeit, während des Montierens immer wieder nachzulesen, ob man auch wirklich alles richtig macht.

Wer genauere Auskünfte zum von mir verwendeten Produkt haben möchte, wende sich bitte direkt an mich – ich will ja hier schließlich keine Werbung machen!