Was ist das?

Donnerstag, 11.Juni 2009

Bin ja mal gespannt, wer von Euch erkennt, was das hier ist. Ich meine damit, was genau das ist – der Oberbegriff reicht nicht, das wäre dann doch zu einfach! Also:

2009-05 Rätselbild

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Nasenwonne

Samstag, 22.November 2008

Bienenwachs.
Frisch gemahlene Kaffeebohnen.
Meine Tochter direkt nach dem Aufstehen.
Ein neues Auto von Innen.
Die Luft, kurz bevor es anfängt zu schneien.
Baumharz.
Früher die Matrizenabzüge in der Schule.
Eine Reithalle.
Frisch gebackener Kuchen.
Feuchter Waldboden.
Lavendel.
Eine ausgepustete Kerze.
Sommerregen auf einer warmen Straße.
Geschmolzene Schokolade.
Alte Bücher.
Das Haus meiner Eltern.
Die warme Luft, die beim Bügeln entsteht.
Appenzeller.
Die Haut meines Liebsten.
Meine Violine.
Lagerfeuer.
Nordsee.

Und was ist Wonne für Eure Nasen?


Shöner Shoppen

Dienstag, 7.Oktober 2008

Ja, ich bin eine Frau. Ja, ich bediene so manches Klischee außer dem Schuhtick. Ja, ich gehe gerne shoppen. Ja, ich tue das viel zu selten. Ja, Shoppen kann für mich sehr entspannend sein. Und ja, wenn (m)ein Mann dabei ist, dann ist das so eine Sache mit dem Entspannen beim Shoppen…

Aber zur Sache. Mit die tollsten Shopping-Erlebnisse hatte ich in meiner Zeit in den USA – man lese und staune: mit meinem Mann zusammen! Diese überdimensionalen Shopping-Malls (in deutschen Synchronisationen immer ziemlich unzureichend mit „Einkaufszentrum“ übersetzt, aber weit mehr als das!) sind einfach der Hammer! Nicht nur, dass es dort alles gibt, nein, es gibt sogar alles unter einem Dach! Das ist dann so eine Art Passage wie z.B. der Kieler Sophienhof (liebste Grüße an Schonzeit, Schaps und Zimtapfel!), nur eben viel mehr und größer und überhaupt. Das hat im texanischen Sommer den Vorteil der Klimaanlage und im Washingtoner Winter den der Heizung und des Regenschutzes. Und alle paar hundert Meter gibt es für den temporär ausgelaugten Shoppenden dann auch noch so eine Fast-Food-Fressmeile mit allen wichtigen Ketten des Kontinents: TaccoGlocke, Kentucky Fried Hühnchen, Dunkin´ Teigkringel, Burger König und noch irgendwelche No-Name-Chinesen und Italiener. Ungesund, ich weiß, aber njam!

Aber diese Malls haben noch einen weiteren Vorteil: Hier kann man wirklich entspannt shoppen. Und das ist jetzt nicht nur so daher gesagt! In den meisten Malls gibt es nämlich an mehreren Stellen diese wunderbaren Massagesessel, in die Du eine Münze wirfst und die Dir dann ein paar Minuten Deinen vom Tütenschleppen ganz verspannten Rücken durchboxen – und wenn Du Glück hast, ist es die Deluxe-Variante, in der die Beine gleich mit massiert werden. Das sieht zwar besonders in Shorts immer etwas albern aus, fühlt sich aber saugut an, und wenn´s eh alle machen, stört sich auch keiner dran. Und manchmal gibt es sogar diese Massagebänke, in die man sich hineinlegt, dann schließt sich ein Deckel mit einer Gummimembran über einem, und über diesen Gummi toben dann die Wasserfluten… Man wird quasi mit Wasser massiert, ohne nass zu werden. Vielleicht kennt Ihr diese Dinger von irgendwelchen Promo-Aktionen. Sie sind wirklich toll und auf jeden Fall einen Versuch Wert!

Zurück in Deutschland habe ich immer wieder vergebens in der Öffentlichkeit nach solchen Sesseln gesucht, und ich habe mich auch oft auf den Internetseiten von irgendwelchen Kaffee-Ketten herumgetrieben, wo diese Sessel regelmäßig wieder angeboten werden – und es dann aus Kostengründen immer wieder gelassen. Warum, so habe ich mich gefragt, wird nicht die Kauflust der Deutschen ein bisschen unterstützt, indem man einfach in solcher Art für ein entspannteres Shopping-Erlebnis sorgt?

Und dann – ich hatte schon lange vor, einen tobenden Artikel über den Mangel an Massagesesseln in deutschen Einkaufszonen zu schreiben – kam die Entdeckung. Ausgerechnet, und wer hätte das gedacht? in Hildesheim! Ja, in der dortigen Galeria steht ein solcher Massagesessel, unscheinbar, kaum benutzt, weil eben doch exotisch, aber er steht da. Um mir selbst das zu beweisen, habe ich mich natürlich gleich eine Münze einwerfenderweise hineingefläzt (O-Ton: „Ooooooooaaaaaaaahhhhh…“), und um Euch das zu beweisen, habe ich noch schnell ein Foto mit meinem Handy gemacht. Voilà:

Und wo steht das gute Stück? Natürlich in der Herrenabteilung…

🙂


Neulich in der Feinkostabteilung

Samstag, 12.Juli 2008

Gerade heute nachmittag stand ich mal wieder in der Feinkostabteilung im Supermarkt unseres Vertrauens und wollte gerade an gewohnter Stelle nach der Soja-Sauce greifen, als ich feststellen musste, dass es diese nicht mehr gab. Und zwar schien sie nicht nur einfach ausverkauft gewesen zu sein, sondern man hat sie offensichtlich komplett aus dem Programm genommen. Es war weder eine Lücke zwischen den anderen Soja-Saucen, noch war das entsprechende Zettelchen vorne am Regal. Ich wollte aber genau diese Sauce („hell“) und keine andere, denn so steht es nunmal im Rezept für meine chinesische Nudelpfanne. Und man is(s)t ja schließlich empfindlich. Ich kenne nur zwei Sorten Soja-Sauce, nämlich eben diese helle und dann die, die wir immer zum Sushi essen. Und diese beiden schmecken komplett unterschiedlich, und ich würde die jeweilige Kombination mit dem Hauptgericht nicht tauschen wollen. Tja, aber was mache ich denn jetzt, wenn es die gewohnte helle Sauce nicht mehr gibt? Okay, wohl oder übel eine andere ausprobieren? Mehr als Danebenliegen kann man ja schließlich nicht.

Während ich also noch die verschiedenen Flaschen und Etiketten prüfte, sprach mich ein Herr mittleren Alters – offensichtlich ein Soja-Saucen-Neuling – an, ob ich mich denn da auskennen würde. Er wüsste nicht, welche er nehmen sollte. Das käme drauf an, konnte ich ihm immerhin schonmal sagen. Was er denn damit machen wolle? Er wollte damit im Wok kochen, und zwar entweder was mit Fisch oder was ohne (ach nee!). Ich sagte dann nur, dass ich zu rohem Fisch (also zum Sushi) immer die Sauce von XY nehme, aber dass er sich da bloß nicht auf mich verlassen solle. Im Endeffekt ist das vermutlich eh Geschmackssache. Manch einer mag ja überhaupt keine Soja. Sauce…

Der gute Mann erwies sich dann aber als ziemlich hartnäckig. Mit mehreren Flaschen gleichzeitig hantierend fragte er mich nach der geschmacklichen Intensität der einen und der Kombinationsfähigkeit mit Geflügel der anderen Sauce, und ich konnte ihm doch nun wirklich nicht helfen. Wir fachsimpelten noch ein wenig über Woks und asiatische Köstlichkeiten, dann zog er mit der Flasche seiner Wahl von dannen, und ich stand immer noch unschlüssig da. Schließlich habe auch ich mir einfach eine Flasche geschnappt und zum Ausprobieren mit nach Hause genommen. Aber frustriert bin ich trotzdem.

Warum machen die sowas? Ich habe das Gefühl, die nehmen immer genau das aus dem Program, was ich besonders gerne esse. Die Hirtenpfanne-Mykonos-Mischung von Maggi, den Curry-Gewürz-Ketchup light, das Chocolate Chip Cookie Dough-Eis und jetzt auch noch die Soja-Sauce, die besonders gut zu meinen geliebten Nudeln passt… Man könnte das ja fast persönlich nehmen! Was nehmen wir denn mal als nächstes raus? Mal sehen, die Mareike kauft immer diese Pesto-Gläschen – also los, weg damit. Und dann hängen wir alle vor den Überwachungsmonitoren und freuen uns über ihr ratloses Gesicht, wenn sie sich für eine neue Sorte entscheiden muss…

Manchmal könnte man sich über die Vielfalt in den Supermarktregalen, so toll sie auch sein mag, ganz schön ärgern. Diese endlosen Regale voller verschiedener Sorten Klopapier, Babygläschen, Shampoo, Joghurt oder Speiseöl – im Endeffekt ist das doch alles bloß Klopapier, Babygläschen, usw.

Aber als Kunde liebt man eben die Auswahl, auch wenn man ab und zu darüber schimpft. Man entscheidet sich ja aus einem bestimmten Grund für ein bestimmtes Produkt und meint, das wäre das einzig wahre und passende für die eigenen Bedürfnisse. Tja, und dann macht man eben doch wieder den Fehler und schießt sich auf ein bestimmtes Produkt ein, und das wird dann aus dem Programm genommen, und dann steht man wieder da und hat die Qual der Wahl. Aber zum Glück gibts ja Alternativen.

Es lebe die Vielfalt – oder nicht?


Über Bücher – mit lieben Grüßen an Andrea!

Freitag, 4.Juli 2008

„When you sell an man a book,

you don´t sell him 12 ounces

of paper and ink and glue –

you sell him a whole new life.“

– Christopher Morley –