Sonnenschutzfolie – ein Erfahrungsbericht

An dieser Stelle soll es heute mal einen topaktuellen Artikel über meine jüngste Errungenschaft geben:

Sonnenschutzfolie.

Es handelt sich dabei um eine Art Metallfolie, die von außen an das Fenster angebracht wird und laut Hersteller Hitzeschutz (79% Gesamtenergieschirmung), Blendschutz und UV-Schutz (99%) bietet.

Hintergrund war der, dass das Zimmer unserer 10 Monate alten Tochter nach West-Südwesten liegt und keine Rolläden hat. Zu der Zeit, wenn sie schlafen geht, hat also die Sonne bereits kräftig Vorarbeit geleistet und heizt auch noch fröhlich weiter, wenn die Kleine schlafen soll. Da wir in einer Mietwohnung in einem Gebäude mit vergleichsweise mäkeligen Nachbarn und Vermietern wohnen, kam eine aufwändigere Außenmontage wie etwa eine Markise o.ä. gar nicht erst in Frage. Also bin ich in den Baumarkt meines Vertrauens gestiefelt und habe mir Sonnenschutzfolie besorgt und diese auch gleich angebracht.

Zuerst ist mal zu sagen: Das Zeug war ganz schön teuer! Ich musste es mir gründlich überlegen, ob ich es wirklich kaufen soll, denn ich konnte ja über die tatsächliche Wirkung noch gar nichts wissen.

Mein zweites Problem in diesem Zusammenhang: Es gab die Folie nur in einem ziemlich blöden Format, nämlich 76×150 cm. Mein Fenster hat jedoch ein anderes blödes Format, nämlich 93x97cm. Ich musste das Zeug also nicht nur anbringen, sondern dabei auch noch puzzlen und die Puzzleteile selber zuschneiden. Das hat jedoch ganz gut geklappt – jetzt habe ich nur ein paar „Nähte“ am Fenster, die aber kaum auffallen.

Die Montage selber war dann doch eher aufwändig. Die Fensterscheibenaußenseite muss mit einer mitgelieferten Montageflüssigkeit mehrmals geputzt und mit so einem Gummidings abgezogen werden. Dann folgt ein fröhliches Hin und Her aus wieder einsprühen, Folie auflegen, Schutzfolie abziehen, ganz schnell nochmal einsprühen, Folie abnehmen, Fenster wieder einsprühen, Folie anbringen (dieses Mal mit der Klebeseite zum Fenster), nochmal sprühen, in Form ziehen und glätten. Bei Bedarf darf man sogar nochmals sprühen und eventuelle Falten oder Luftblasen entfernen. Und ich durfte diese ganze Prozedur mit drei Einzelteilen machen, und im Hochstühlchen saß meine Tochter und wurde langsam ungeduldig – „Ich tu das doch alles nur für Dich, mein Schatz!“ (Und ein bisschen auch für mich, weil Du ja dann immerhin im Idealfall ruhiger schläfst…)

Naja, schließlich war ich dann doch fertig (im doppelten Sinne), und da ich das Ganze bereits gestern erledigt habe, kommt hier mein Fazit.

Format und Preis: Naja, darüber lässt sich streiten. Ich habe da zu wenig Vergleichsmöglichkeiten. Es war schon ganz schön nervige Fummelei mit diesen drei Einzelteilen.

Montage: Aufwändig, aber irgendwie auch sinnvoll. Denn obwohl es so kompliziert war, war ich doch in der Lage, das ganze Ding alleine anzubringen. Sogar das viele Sprühen macht irgendwie Sinn, denn so hat man, anders als bei normaler Klebefolie, die Chance, alles an Ort und Stelle nochmal zurechtzurücken, und es kleben nicht ständig zwei Ecken aneinander oder bei mir in den Haaren oder sonstwo. Das Ganze muss nun nur erstmal ein paar Wochen aushärten.

Wirkung: Ich bin bisher absolut BEGEISTERT! Da hat sich sowohl die Investition als auch der Aufwand gelohnt. Das Zimmer war abends deutlich kühler als in den letzten Tagen, und das, obwohl ich nicht mal die Lamellen heruntergelassen habe. Einziger kleiner Nachteil: es wird auch etwas dunkler im Zimmer, wie bei einer leicht getönten Scheibe – aber das finde ich bei einem reinen Schlafraum nicht so tragisch.

Ich kann das Zeug also echt nur empfehlen. Wer das gleiche Problem kennt und gerne lästige heiße Sonnenstrahlen entschärfen möchte, sollte sich einfach mal in den Kampf stürzen und so eine Folie anbringen. Die Gebrauchsanweisung ist sehr ausführlich und gut, und man hat Dank der vielen Sprüherei sogar die Möglichkeit, während des Montierens immer wieder nachzulesen, ob man auch wirklich alles richtig macht.

Wer genauere Auskünfte zum von mir verwendeten Produkt haben möchte, wende sich bitte direkt an mich – ich will ja hier schließlich keine Werbung machen!

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6 Responses to Sonnenschutzfolie – ein Erfahrungsbericht

  1. Conny sagt:

    hi,

    hätte gerne mehr infos zu deiner sonnenschutzfolie! Hersteller, etc.

    klingt echt gut!

  2. Sicht-Feld sagt:

    Hallo Conny,
    da ich inzwischen umgezogen bin und wir die Folie in der alten Wohnung gelassen haben, habe ich die Packung leider schon entworgt. Es war aber die handeslünliche Sonnenschutzfolie, die man so im Baumarkt bekommt – ich habe sie seitdem in verschiedenen Baumärkten wieder gesehen. Eine längliche, dunkeblau-gelbe Pappschachtel. Sie hat etwas über 30 Euro gekostet, wenn ich mich recht erinnere. Sorry, mehr weiß ich nicht mehr… Aber empfehlen würde ich es immernoch vorbehaltlos!
    Liebe Grüße,
    Mareike

  3. Markus sagt:

    Hallo,

    kannst Du die Verwendung auch für einen Wohnraum empfehlen? Wohne in einer Dachgeschoßwohnung mit ziemlich großer Fensterfläche. Haben fast immer über 30° in der Wohnung.

    mfg, Markus

  4. Sicht-Feld sagt:

    Hallo Markus,
    die Sonnenschutzfolie, die ich benutzt habe, war leider von den Maßen her für ein normalgroßes Fenster zu klein, deshalb musste ich ein bisschen puzzlen. Aber ich denke, wenn Du eine andere Marke benutzt – Dich also richtig im Fachhandel beraten lässt und das ganze sozusagen maß-zuschneiden lässt, dann ist das sicher eine sinnvolle Sache. Du musst allerdings bedenken, dass die Folie nicht nur Wärme, sondern auch Licht schluckt, und wenn sie einmal angebracht ist, kann man sie ja nicht einfach beliebig auf und zu machen. Aber bei einer großen Fensterfront ist das vielleicht nicht so schlimm. Ich bin inzwischen umgezogen und verwende für unsere Dachschrägenfenster Sonnenschutz-Außenmarkisen. Die verdunkeln zwar auch, aber man kann sie eben je nach Bedarf schließen und öffnen, und sie funktionieren sehr gut.
    Ich hoffe, das hilft Dir weiter!
    Liebe Grüße,
    Mareike

  5. Foliencenter sagt:

    Ein anderer Aspekt wurde bei modernen Sichtschutzfolien noch vergessen. Sie sorgen nicht nur für eine Abkühlung im Sommer, sondern verhindern im Winter durch eine spezielle Metallbeschichtung auch eine Auskühlung. Man sorgt so aufs Jahr bezogen insgesamt für eine konstantere Raumtemperatur.

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