Advent, Advent…

Sonntag, 30.November 2008

Nachdem unsere Kleine gestern im Bett war, habe ich mich daran gemacht, unsere Wohnung weihnachtlich zu schmücken und unseren Adventskranz zu dekorieren. Hier seht Ihr das Ergebnis:

2008-11-adventskranzHeute morgen beim gemeinsamen Frühstück wurde er dann auch feierlich entzündet, und wir haben einen gemütlichen Adventsvormittag miteinander verbracht, so richtig wie im Bilderbuch…

Ich wünsche Euch allen von Herzen eine schöne Vorweihnachtszeit mit allem, was für Euch persönlich so dazugehört und diese Jahreszeit zu etwas so Besonderem macht…

Eure Mareike


Filmtipp: Willkommen bei den Sch’tis

Samstag, 29.November 2008

ACHTUNG! Viel zu leichtfertig überspringt der eine oder andere womöglich diesen herrlich komischen und einfach tollen Film, den ich Euch hiermit dringend ans Herz legen will!

Philippe Abrams (Kad Merad, synchronisiert von Christoph Maria Herbst) ist Leiter einer Postfiliale im Süden Frankreichs und verheiratet mit der schönen, aber depressiven Julie (Zoé Félix). Um sie glücklicher zu stimmen, versucht Philippe mit unlauteren Methoden, eine Versetzung ans Mittelmeer durchzusetzen, was gründlich schief geht. Stattdessen wird er in den Norden Frankreichs in die Region Nord-Pas-de-Calais am Ärmelkanal strafversetzt. Diese Gegend steht bei den Südfranzosen in dem Ruf, eine unwirtliche, kalte und verregnete (wenn nicht gar verschneite!) Gegend zu sein, in der leicht zurückgebliebene, trinkfeste Barbaren leben. Philippe beschließt also, alleine in den Norden zu gehen und eine Wochenendehe zu führen, damit seine Frau im Süden bleiben kann. Ausgestattet mit einer dicken Daunenjacke macht er sich auf die lange Fahrt in den Norden.

Dort angekommen muss er feststellen, dass er zwar den Dialekt der Einheimischen (der „Sch’tis“) zunächst kaum versteht, dass diese jedoch sehr herzliche und fröhliche Menschen sind. Er fühlt sich immer wohler bei ihnen und erlebt eine Menge lustiger Dinge mit seinem neuen Freund Antoine Bailleul (Dany Boon, der auch Regie führt) und seinen Kollegen. Als er seiner Frau, die sich große Sorgen um ihn macht, erzählen will, dass es eigentlich gar nicht so schlimm ist an seinem neuen Arbeitsplatz, hält diese ihn nur für einen tapferen Helden, der seine Misere herunterspielt, sodass er sie schließlich in dem Glauben lässt, sein neues Leben sei die Hölle. Gleichzeitig genießt er nun die Arbeit und den Spaß mit seinen neuen Kollegen und Freunden im Norden und seine treusorgende, liebevoll besorgte Ehefrau im Süden, die ihm an den Wochenenden den Himmel auf Erden bereitet. Da seine Ehe so gut läuft wie nie zuvor, denkt er gar nicht daran, Julie die Wahrheit zu sagen, bis…

… ja, bis Julie eines Tages erklärt, sie wolle mit in den Norden kommen, um Philippe beizustehen. Nun steht er vor dem Problem, Antoine und seinen Mitarbeitern zu erklären, dass er sie Julie als eine Horde unzivilisierter Chaoten beschrieben hat…

Willkommen bei den Sch’tis ist ein zum Schreien komischer und sehr warmherziger Film, den man sich unbedingt angesehen haben muss! Schon beim erneuten Ansehen des Trailers musste ich Tränen lachen bei der Erinnerung an all die zwerchfellstrapazierende Szenen. Bei aller Komik und den herrlichen Slapsticks hat der Film auch eine gut nachvollziehbare, clevere Handlung, und die für uns gänzlich unbekannten Schauspieler spielen allesamt brilliant und mit ganzer Seele. Der Film ist in Frankreich der erfolgreichste Film seit 40 Jahren, und ich muss sagen, ich kann das verstehen! Und wenn ich mir vorstelle, dass ich ihn beinahe übersehen hätte… – Ich würde ihn jedenfalls jederzeit noch einmal sehen, und ich freue mich schon auf das Erscheinen der DVD! Schade nur, dass ich kein Französisch mehr kann – Ich schätze, im Original ist der Film nochmal um Klassen besser…

Der Titel kommt übrigens von dem französischen Wort „chti“ (ohne Übersetzung), welches eine Unterart des im Norden Frankreichs gesprochenen picardischen Dialekts bezeichnet. (Quelle: Wikipedia)


Tage wie dieser…

Dienstag, 25.November 2008

Geht es Euch eigentlich auch so?

Manchmal ist es wirklich gut, dass man morgens beim Aufstehen noch nicht weiß, was einem der Tag so bringen wird, finde ich – sonst würde man vermutlich die Decke über den Kopf ziehen wollen und versuchen, den Tag einfach zu ignorieren oder zu überspringen. Mit Kind geht sowas bekanntermaßen nicht, den das Kind will trotzdem raus. In diesem Zusammenhang muss ich gleich mal sagen, dass meine Kleine heute mein Riesenlichtblick war – ohne sie wäre der Tag wirklich zu Wegschmeißen gewesen.

Dabi kann ich nichtmal so ganz genau festmachen, wieso dieser Tag eigentlich so … §$)&%)(/§%? … war, es kamen einfach mal wieder tausend Dinge zusammen. Am Donnerstag muss ich alleine 400km weit fahren (zzgl. Rückfahrt) zu einer Beerdigung. Das ist ja sowieso schon eine traurige Sache, aber es zieht auch noch jede Menge Müll hinter sich her. Wer passt den Tag über auf Sichtfeldchen auf, Oma Sichtfeld oder unser neuer Babysitter? Wie kommt Oma Sichtfeld, auf die die Wahl nach tausend Diskussionsrunden gefallen ist, hierher? Warum ist Sichtfeldchen heute morgen, wo ich mit Halsweh gegen eine Erkältung ankämpfte, eine Stunde früher aufgewacht als sonst, und warum hat sie heute mittag eine halbe Stunde weniger geschlafen? Wo zum Teufel stecken unsere Winterreifen, die wir bei der Autoersatzteilfirma mit den drei roten Buchstaben eingelagert haben, und wieso rufen die auch nach sieben Nachfragen meinerseits nicht zurück? Als sie es endlich doch getan haben, musste ich dann sogar noch da vorbeifahren und trotzdem ohne unsere Winterreifen wieder abziehen, morgen vielleicht. Ich will die lange Fahrt ja nicht mit Sommerreifen machen bei den Wetterverhältnissen! Dann will ich ein Foto von Sichtfeldchen in der Drogerie ausdrucken, und kaum bin ich im Parkhaus, fällt mir ein, dass der USB-Stick zu Hause neben dem Telefon liegt… Der Kassenautomat will trotzdem vollen Stundenlohn, für eine Parkzeit von sage und schreibe einer Minute! Vor der Änderungsschneiderei kriege ich wegen Sperrmülls keinen Parkplatz, außerdem regnet es schon wieder, und auf dem Heimweg schrabbe ich nur haarscharf an einem Wildunfall mit zwei die Straße kreuzenden Rehen vorbei. Zu allem Überfluss kommt Herr Sichtfeld heute erst so richtig spät nach Hause, und ich muss noch die Wohnung auf Vordermann bringen, bevor morgen meine Mama kommt… Ich liebe solche Tage!

Meine große Entschädigung war wie gesagt meine Tochter, die mir beim Toben vor dem Abendessen noch einen herrlichen Lachanfall präsentiert hat und die beim Insbettbring-Ritual einfach sowas von lieb, süß und verschmust war… Wie gut, dass es sie gibt! Jetzt bin ich trotz all der Nervereien heute wieder bei guter Laune und sehe dem, was mir bis Freitag so bevorsteht, einigermaßen gelassen entgegen – sofern das bei einer Beerdigung möglich ist!

Sorry übrigens wenn ich mich in den nächsten Tagen bei Euch etwas rar mache, ist nicht persönlich gemeint!


Noch halb schlaftrunken

Sonntag, 23.November 2008

Durchs Babyfon kommt ein leises Rascheln, ein Schnaufen und noch ein Rascheln. Ich mache mich langsam startklar, und beim nächsten Rascheln gehe ich in den Flur und öffen leise die Tür zum Zimmer meiner Tochter. Eine Wolke vom einzigartigen Duft meiner Tochter wallt mir entgegen. Ich liebe diesen Duft, es ist der schönste der Welt! Da liegt sie, halb unter, halb auf ihrer Bettdecke, auf dem Bauch, hingekuschelt. Ich sage zärtlich „Guten Morgen, mein Schatz“, und sie hebt den Kopf, blinzelt mich an. Sie ist sofort wach und sofort voll da, rappelt sich geschwind auf und stellt sich an das Gitter ihres Bettchens. In der Hand hält sie ihren Schlafhasen, den sie mir nun entgegenstreckt; an ihrem Schnuller vorbei ruft sie begeistert „Ga! Ga!“ (=da!).

Ich begrüße ihren Hasen ebenfalls, dann nehme ich sie auf den Arm, und sie kuschelt sich für einen Moment an meine Halsbeuge. Ich atme ihren Duft tief ein, und eine Woge von Liebe und Glück durchläuft meinen ganzen Körper. Doch lange hält sie es nicht beim Kuscheln aus, es gibt viel zu viel zu sehen. Wir gehen zum Fenster und lassen den Tag ins Zimmer. Dann begrüßen wir die Kuscheltiere in ihrem Regal, und sie nimmt sich eines davon mit auf den Wickeltisch. Dort liegt sie dann auf dem Rücken, gähnt geschickt um den Schnuller herum und räkelt sich erstmal genüsslich. Sie drückt die Beinchen ganz durch und reckt die Arme über den Kopf, dabei gibt sie wonnevolle Laute von sich… Und von nun an kann es gar nicht mehr schnell genug gehen. Mama, los, wickel schneller, oder geht das vielleicht auch im Stehen? Hose, Schuhe? Brauche ich nicht! Ich will mich ins Leben stürzen, jetzt, wo ich wach bin!

Diesen Moment erlebe ich jeden Tag zweimal, und ich genieße ihn immer wieder aus tiefster Seele. Und gerade jetzt dringt das erste leise Rascheln durch das Babyfon an mein Ohr…

(geschrieben gegen 13 Uhr)


Da habt Ihr es schwarz auf we… – äh, blau!

Sonntag, 23.November 2008

Bei Schonzeit habe ich einen netten Link gefunden, der mir ausgerechnet hat, dass in meinem Gehirn die weibliche Seite deutlich überwiegt. Na, da bin ich aber erleichtert!

2008-11-gender-brain

So, und „What Gender Is YOUR Brain?


Nasenwonne

Samstag, 22.November 2008

Bienenwachs.
Frisch gemahlene Kaffeebohnen.
Meine Tochter direkt nach dem Aufstehen.
Ein neues Auto von Innen.
Die Luft, kurz bevor es anfängt zu schneien.
Baumharz.
Früher die Matrizenabzüge in der Schule.
Eine Reithalle.
Frisch gebackener Kuchen.
Feuchter Waldboden.
Lavendel.
Eine ausgepustete Kerze.
Sommerregen auf einer warmen Straße.
Geschmolzene Schokolade.
Alte Bücher.
Das Haus meiner Eltern.
Die warme Luft, die beim Bügeln entsteht.
Appenzeller.
Die Haut meines Liebsten.
Meine Violine.
Lagerfeuer.
Nordsee.

Und was ist Wonne für Eure Nasen?


Drum prüfe, wer sich ewig bindet…

Donnerstag, 20.November 2008

Nachdem wir gestern nach der Probe in der Kneipe aus Gründen, die mir völlig entfallen sind, plötzlich auf Cartoons mit Fröschen zu sprechen kamen, habe ich mich zu Hause an den PC gesetzt und ein bisschen gesucht. Der Cartoon, den ich eigentlich suchte, nämlich eine Persiflage auf den Froschkönig, habe ich leider nicht gefunden, aber dafür das hier – viel Spaß!