Reiselust

Samstag, 11.Juli 2009

Es ist wieder einmal soweit: In wenigen Stunden werden Sichtfeldchen und ich in Hamburg aus dem Flugzeug steigen, um zwei wundervolle Sommerwochen in meiner Lieblings- und Heimatstadt Rendsburg zu verbringen. Wir freuen uns wie verrückt, und Sichtfeldchen erzählt ständig, dass wir mit einem Flugzeug fliegen werden und dass wir dann bei Oma, Opa und Dada (Opas Hund) sein werden. Sie kann es kaum erwarten, Dada mit Opas Hilfe wieder ein Leckerli geben zu dürfen, und ich bin mir sicher, wir werden eine tolle Zeit haben und viele liebe Menschen wiedersehen. Das einzig Traurige daran ist, dass Herr Sichtfeld nicht mitkommen kann, denn er hat seinen gesamten Urlaub bereits beim Umzug verbraten…


Heimat im Schnee

Montag, 16.Februar 2009

Gestern Nachmittag sind Sichtfeldchen und ich nun wieder zurück an den Rhein gereist, nachdem wir zwei rundum schöne Wochen in meiner unserer Heimat in Schleswig-Holstein verbracht haben. In den ersten Februartagen hatte es dort angefangen zu schneien, und das für Rendsburger Verhältnisse nicht zu knapp, sodass wir viel Spaß im Schnee hatten. Wir haben herrliche Tage mit den Großeltern Sichtfeld und Sichtfeldchens Patenonkel verbracht, haben vergnügliche Stunden mit Schoni, Linda und Noraksa verlebt und Sichtfeldchens größter Spaß war es, mit dem Hund vom Großvater Sichtfeld zu spielen und ihm Leckerli geben zu dürfen.Es war eine rundum tolle Reise, und wie immer war die Zeit viel zu schnell um. Unser einziger Trost war es, dass wir nun endlich wieder mit Herrn Sichtfeld vereint sind! Was war das für eine Wiedersehensfreude! Wer Lust auf ein paar fotografische Impressionen meiner Heimat hat, lese gerne weiter! Den Rest des Beitrags lesen »


Heimat, ich koooooomme!

Sonntag, 1.Februar 2009

Sichtfeldchen und ich werden uns heute Mittag dank Luftha*sa in die Lüfte erheben und für zwei Wochen in meine Heimatstadt Rendsburg reisen. Wir freuen uns schon riesig darauf, die Großeltern Sichtfeld, den Patenonkel und viele liebe Freunde (Schoni, Linda, Noraksa,…) wieder zu sehen und eine schöne Zeit mit ihnen zu verbringen, die hoffentlich gaaanz langsam vorbeigeht. Schade nur, dass Herr Sichtfeld beruflich so eingespannt ist, dass er uns nicht begleiten kann… Und hier bzw. hier geht es hin:


Lütt beten krüsch…

Sonntag, 18.Januar 2009

Sichtfeldchen ist bezüglich des Essens etwas – na, sagen wir mal – anspruchsvoll, oder wie man in meiner Heimat sagen würde, ’n lütt beten krüsch. Sie liebt Kekse, Fruchtriegel, Schokolade, Jogurt, Kuchen und Obst aller Arten und kommt diesbezüglich sehr nach ihrer Mutter. Auch Leberwurst-, Mortadella- und Käsebrote sowie Sesamstangen verdrückt sie gerne.

Schwierig wird es allerdings bei warmen Mahlzeiten. Viele Dinge probiert sie gar nicht oder nur mit völlig angeekeltem Gesichtsausdruck, und es hat einige Zeit gedauert, bis sie Kartoffeln, Karotten, Blumenkohl, Brokkoli und mit deutlich weniger Appetit auch Nudeln akzeptiert hatte. Der Trick bei der Sache ist der, auf die Gabel auch eine kleine Scheibe Mini-Fleischwürstchen mit aufzuspießen – und zwar so, dass sie die Kartoffel und das Gemüse auf jeden Fall in den Mund nehmen muss, um an das Würstchen heranzukommen. Herr Sichtfeld und ich sind inzwischen Meister darin, eben diese Würstchen hauchdünn zu schneiden, denn zu viel Fleisch soll sie ja auch nicht essen!

Doch langsam besteht Anlass zur Hoffnung: Es geht auch schonmal ohne Würstchen, und gestern haben wir die Probe aufs Exempel gemacht: es gab Fischstäbchen mit Kartoffelbrei. Und siehe da: Sie hat mit größtem Appetit drei (!) Fischstäbchen und eine ordentliche Portion Kartoffelbrei verzehrt und sogar noch ein paar Stücke Tomate dazu!

Es ist nicht so, dass sie gleich völlig vom Fleische fallen würde, wenn sie mal nicht so viel essen mag, aber wir freuen uns wirklich riesig, ihren Speiseplan wieder etwas erweitert zu haben! Heute gibt es Geflügelleber, mal sehen, ob sie das auch mag…


Sichtfeld’sche Wintertradition

Montag, 12.Januar 2009

Wenn ich an meine Kindheit denke, fallen mir sofort tausend schöne Erinnerungen ein. Ich hatte eine wunderbare Kindheit, und meine Eltern haben es immer wieder geschafft, mir unvergessliche Momente zu bereiten, die mir besonders jetzt, da ich selber Mutter bin, wieder ins Gedächtnis kommen und mich lächeln lassen.

Eine dieser Erinnerung ist eine schöne Tradition, die ich vor allem mit meinem Vater in Verbindung bringe. Bei uns war es üblich, sonntagnachmittags einen ausgedehnten Spaziergang in einem der schönen schleswig-holsteinischen Wälder zu machen. Zugegeben, als Kind wusste ich das nicht wirklich zu würdigen, sondern wäre lieber zu Hause geblieben bei meinen großen Brüdern, von denen ich wusste, dass sie die ganze Zeit über fernsehen würden – das war damals etwas Besonderes für uns. Sie waren eben schon groß genug und mussten nicht mehr mit in den Wald, aber ich, tja, ich musste. Doch ich habe ja von schönen Erinnerungen gesprochen! Es liegt in der Natur der Dinge, dass ein Großteil dieser Spaziergänge im Winter stattfand – und dieser ist in meiner Heimat grau und feucht und dauert etwa sechs Monate lang. Doch wenn wir an einem solchen Tag verfroren und erschöpft wieder zu Hause angekommen waren, dann kam es regelmäßig vor, dass mein Vater sagte, „So, und jetzt backen wir Waffeln!“ Und dann wurde kurzerhand das Waffeleisen ausgepackt, Vater Sichtfeld und ich machten den Teig fertig und die ganze Familie versammelte sich um den Küchentisch, um Waffeln zu backen und genüsslich zu verzehren. Das waren so schöne Nachmittage, der Duft von Waffeln in der Küche, die beschlagenen Fensterscheiben, die leckeren Waffelherzen mit Puderzucker und Marmelade und das Zusammensein mit der ganzen Familie… Mir wird jetzt noch immer ganz warm ums Herz, wenn ich an diese Winternachmittage denke.

Gestern nun waren Herr Sichtfeld und ich mit Sichtfeldchen und dem Schlitten draußen im Schnee, und es war Sonntagnachmittag, und wir kamen ganz durchgefroren wieder nach Hause in unsere Wohnung. Schon im Treppenhaus sagte ich zu Herrn Sichtfeld, dass das der perfekte Nachmittag zum Waffelnbacken sei. Daraufhin entgegnete er, dass wir doch eigentlich alles dazu im Haus hätten, inklusive dem Waffeleisen, das wir von seiner verstorbenen Großmutter geerbt und erst einmal vor Jahre benutzt haben. Ich war natürlich gleich Feuer und Flamme, flitzte in die Küche und bereitete den Teig zu (das Rezept habe ich mir telefonisch von meinem Vater durchgeben lassen), und dann saßen wir gemütlich zu dritt am Esstisch und backten Waffeln. Und es war fast so wie früher: Der Duft von Waffeln, die beschlagenen Fensterscheiben, die leckeren Waffelherzen mit Puderzucker und Marmelade und das Zusammensein mit der Familie – nur dass nun ich die Mutter bin und selber eine kleine Tochter habe…

Herr Sichtfeld und ich haben jedenfalls angesichts unserer glücklichen, Waffelherzen mampfenden Tochter diese alte Tradition für sehr schön und gemütlich befunden und uns vorgenommen, sie auch in unserer Familie weiterzupflegen – vielleicht wird sich Sichtfeldchen eines Tages genau so gerne daran zurück erinnern, wie ich mich an diese Sonntagnachmittage meiner Kindheit erinnere. Das ist sowieso mein großer Wunsch: Dass sich meine Kinder später gerne an ihre Kindheit erinnern. Und das winterliche Waffelnbacken wird vielleicht eines von vielen Puzzleteilen dazu sein…


Total entspannt…

Montag, 20.Oktober 2008

Seit ein paar Tagen hat mein Herzallerliebster Urlaub, und das wirkt sich nicht nur auf ihn positiv aus. Auch unsere Tochter und ich profitieren davon, und wir alle drei fühlen uns frei, entspannt und richtig gut. Und morgen geht es dann los auf Tour kreuz und quer durch Deutschland, die Familie und gute Freunde besuchen, und darauf freue ich mich schon riesig. Wir werden meine Schwiegerfamilie und meine Familie treffen, und ich werde endlich einmal Zeit haben, meine liebe alte Schulfreundin L. wiederzusehen, meinen guten alten Freund und ehemaligen Tanzpartner H. und last but not least mein Bruderherz Schonzeit – alle Drei sind regelmäßige Konsumenten dieser Seite. Ich kann´s kaum erwarten, sie zu treffen! Und das Schönste daran ist einfach, dass wir endlich einmal wieder zu dritt unterwegs sein werden!

🙂

Aus diesem Grund wird auf dieser Seite in den nächsten zweieinhalb Wochen nicht allzu viel passieren, und ich werde es vermutlich auch nicht allzu oft schaffen, bei Euch vorbeizuschauen. Aber seid Euch sicher: Ich werde an Euch denken und Euch und das Bloggen vermissen! Und Ihr werdet sehen, die Zeit wird wie im Flug vergehen, und spätestens in der zweiten Novemberwoche geht es hier voller Schwung weiter. Und ich melde mich sicher auch mal von unterwegs.

Liebe Grüße in die Runde und alles Liebe, bis bald!

Eure Mareike


Die Nordsee – Das einzig wahre Meer

Montag, 7.Juli 2008

Zum Thema Heimweh und zum Thema „Meer“, über das ich anlässlich der Schleswig-Holstein-Flagge mit Andrea gesprochen habe, möchte ich hier einen Auszug aus dem Lied „Das Meer“ von Reinhard Mey veröffentlichen – mit lieben Grüßen an alle, die das Glück haben, das Meer öfter zu sehen und zu fühlen als ich und für alle, die ebensolche Sehnsucht danach haben wie ich. Dieses Lied war eines meiner Lieblingslieder, als ich Kind war, und ist mir als einziges von Meys eigentlich wunderbaren Balladen komplett im Gedächtnis geblieben.

Das Meer

Der Wind hat gedreht, und die Flut kommt herein,
Dunkelgrau mit einem silbrigen Schein,
Und über die Mole, da fliegt schon die Gischt,
Wenn die Welle aufläuft und die Brise auffrischt.
Mit einem Mal fülln sich die Priele im Sand,
Und über den kahlen, verlassenen Strand
Treibt der Wind trockne Algen und Schaum vor sich her.
Es ist da, das gewaltige, ewige Meer.

Auf hellem Türkis tanzen glitzernde Lichter,
Auf teerschwarzer Brandung weiß schäumende Wut.
Es hat tausend Farben und tausend Gesichter,
Im ewigen Wechsel von Ebbe und Flut.
Erfüllt von Geschichten aus uralten Tagen,
Beladen mit Spuk und Spökenkiekerein,
Umwoben von Märchen, Legenden und Sagen.
Wieviele Geheimnisse schließt es wohl ein?

Wie vielen bedeutet es Leben und Brot?
Ein paar starke Arme, ein Netz und ein Boot,
Das brauchts, damit keiner je Not leiden muss,
Das Meer schenkt uns Nahrung im Überfluss.
Wie vielen bedeutet es Arbeit und Lohn,
Handwerk überliefert vom Vater zum Sohn,
Wie viele Seeleute haben ihr Geschick
Auf Gedeih und Verderb mit dem Meer verstrickt?

Wieviel Boote und Schiffe mag es wohl tragen,
Zu dieser Stunde auf dem Erdenrund?
Und wieviele schlafen, von Stürmen zerschlagen,
Mit Schätzen beladen tief auf seinem Grund?
Es ist Kommen und Gehn, es ist Nehmen und Geben,
Und wie die Gezeiten, unstet wie der Wind.
Es ist zärtlich und grausam, ist Tod und ist Leben.
Und es lässt uns erahnen, wie winzig wir sind.